1. Welches Druckverfahren?

Die meisten Kartendrucker arbeiten mit Direktdruckverfahren. Mit diesen lassen sich in besonders hoher Geschwindigkeit individuelle Plastikkarten bedrucken. Vor allem einfarbiger Druck ist bei diesen Geräten unschlagbar günstig. Bei Technologiekarten wie Chipkarten oder RFID Karten kann es allerdings auf Grund der unebenen Kartenoberfläche zu Druckausfällen kommen. Auch eine komplett randlose Bedruckung der Karten ist im Direktdruck nicht möglich. Für diese Anforderungen empfiehlt sich die Anschaffung eines Kartendruckers mit Retransferdruckverfahren, welcher ein wenig kostspieliger in Anschaffung und Betrieb ist, jedoch deutlich bessere Druckergebnisse bietet.

2. Einseitiger oder beidseitiger Kartendruck?

Viele Hersteller bieten Ihre Kartendruckermodelle in zwei Versionen an: eine einseitig druckende Variante und eine mit integrierter Wendestation. Dieses Feature bietet automatisierten beidseitigen Kartendruck, da die Karte nach dem Druck der ersten Seite automatisch gedreht und von der anderen Seite bedruckt wird. Auch mit einseitig druckenden Geräten ist ein beidseitiger Druck natürlich zu realisieren, hier muss jedoch jede Plastikkarte von Hand gedreht und wieder eingelegt werden. Eine Wendestation kostet einige Hundert Euro, weshalb man sich anhand der zu druckenden Kartenauflage überlegen sollte, ob das manuelle Wenden der Karte einen vertretbaren Aufwand darstellt.

3. Zusätzliche Module (Kodierung, Laminierung…)?

Sollen Technologiekarten zum Einsatz kommen, kann man die Kodierung der Speichermedien in den Karten auch selbst vornehmen. Hierzu benötigt man lediglich eine entsprechende Kodierstation, die bei den meisten aktuellen Kartendruckermodellen problemlos aufrüstbar ist. Diese Kodiermodule sind für Magnetkarten, Smartcard und RFID Kodierung erhältlich. Auch Kombinationsoptionen sind möglich, wenn bspw. Magnetstreifen und Chip kodiert werden sollen.

Weitere Zusatzmodule für Kartendrucker wären z.B. Laminierstationen, die nach dem Druck der Karte eine zusätzliche schützende Laminatschicht über die Karte ziehen.

Des Weiteren lassen sich bei vielen Plastkkartendruckern größere Kartenschächte und weitere modellabhängige Optionen nachrüsten.

Somit kann man sich sein gewünschtes Kartendrucker-Modell ganz nach seinen individuellen Wünschen anpassen.

4. Modellspezifische Eigenschaften beachten!

Hat man diese grundlegenden Fragen geklärt, bleiben in den meisten Fällen trotzdem noch mehrere verschiedene Modelle im Rennen, die alle genannten Anforderungen erfüllen. Hier gilt es, sich beim Fachmann zu den ganz modellspezifischen Eigenschaften sowie Vor- und Nachteilen beraten zu lassen, damit man sichergehen kann, den optimal passenden Drucker für die eigene Anwendung zu finden.

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