(Bild: PJS / Pixabay)

Die Konservierung

Beim Trocknen und Dörren wird all jenen winzigen Lebewesen, die Schimmel und Fäulnis erzeugen, das wichtigste Lebenselement, die Feuchtigkeit, entzogen. Dauert das Dörren zu lange, setzt sich doch Schimmel an. Geschieht es jedoch, was in der Backröhre leicht passieren kann, zu schnell, so ist das Dörrgut hart und braun. Richtig gedörrtes Obst soll sich elastisch und weich anfühlen.

Dörrhorden

Auf allem, was dem Dörrgut von allen Seiten Luft zuführt, kann gedörrt werden, behelfsmäßig also auch auf Sieben, Drahtgittern, Rostgittern von Backöfen und ähnlichem. Wer jedoch regelmäßig dörrt, benötigt richtige Dörrapparate. Einzelne Horden lassen sich auch selbst herstellen. Sie bestehen aus einem rechteckigen Rahmen von Holzleisten, über die ein Drahtgitter oder einfach durchlässiger Stoff gespannt ist. Mehrere solcher Horden passend aufeinander gesetzt, zum Einlegen des Obstes verschiebbar, mit eingebauter Beheizungsvorrichtung, ergeben den Dörrapparat.

 

Dörrmethoden

An der Sonne

Das Trocknen an der Sonne, ist deshalb praktisch, weil es von selbst geschieht und kaum kontrolliert werden muss. Damit das Obst, nicht durch Fliegen und andere Insekten verunreinigt wird, muss über jeder Horde ein schützender Stoff gespannt werden. Diese Methode ist jedoch sehr Witterungsabhängig.

 

Im Backofen

Das Dörren in elektrischen Öfen, ist besonders praktisch, weil dort eine gleichmäßige Wärme von zuerst ca. 70 Grad Celsius, später ca. 60 Grad Celsius eingehalten werden kann. Das Obst soll zuerst immer etwas heißer "angetrocknet" und dann bei niedriger Temperatur weitergedörrt werden. Dieses Dörren ist dann am rentabelsten, wenn auf alle Schiebeleisten eine Horde eingesetzt wird.

Kuchenbleche und Bratwannen eignen sich nicht, da die Wärme nicht gleichmäßig hindurchstreichen kann. Die Türe muss geöffnet bleiben, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.

 

Mit dem Apparat

Bei Benutzung von elektrischen Dörrapparaten soll in das unterste Fach immer die Horde mit dem frischesten Obst eingeschoben werden, damit diesem die stärkste Wärme zukommt. In Regelmäßigen Abständen wird die unterste Horde ausgetauscht, so dass alle Horden nachrücken.

 

 

Die Horden dürfen immer nur mit einer Lage von zerkleinertem Obst belegt werden. Je weniger dicht gelegt wird, desto rascher geht das Dörren voran.

Äpfel

Da der Säuregehalt die helle Apfelfarbe beim Dörren am besten erhält, nimmt man keine ausgereiften Äpfel. Dagegen kann ruhig auch Fallobst verwendet werden, wenn es nicht all zusehr angeschlagen oder angefault ist. Wer die geschälten Äpfel in Ringen trocknen will, braucht einen Kernhausentferner. Schnitze lassen sich jedoch ebenso leicht trocknen. Beides, Schnitz und Ringe, kann man auf Zwirn aufziehen (nicht zu dicht) und so an der Luft oder über dem Herd trocknen.

Die Äpfel sind dann richtig getrocknet, wenn sie sich ledrig anfühlen und biegen lassen.

Das Aufbewahren

Das gedörrte Obst darf auf keinen Fall noch warm verpackt werden, sonst zieht es sofort Wasser. Auch beim Lagern darf es unter keinen Umständen feucht werden. Die beste Art der Aufbewahrung ist daher, die gedörrten Früchte in Stoffsäckchen aufzuhängen. Man kann sie auch in Kartons zwischen Lagen von Seidenpapier locker einlegen.

 

Das Konservieren von Obst mit der Dörrmethode ist wie Anfangs genannt, die gesundeste und einfachste. Selbst gedörrtes Obst ist frei von Konservierungstoffen und behält beim trocknen den Großteil der Vitamine. Industriell getrocknetes Obst wird meist mit Zusatzstoffen versehen um die Fruchtfarbe zu erhalten.

Wer mit Hilfe der Sonne trocknet, wählt sogar die günstigste aller Konservierungsmethoden.

 

 

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