Zunächst einmal sollte man sich darüber klar werden, worum es wirklich geht. Handelt es sich bei dem Albtraum um eine einmalige Sache oder hat man dieses Szenario bereits öfters geträumt? Bei Wiederholungen ist es eventuell hilfreich sich psychologische Interpretationen anzusehen. Diese Möglichkeit sollte man vor allem dann in Erwägung ziehen, wenn der Traum reale Traumata (zum Beispiel ein tatsächlich erlebter Unfall) zum Gegenstand hat. - Hat der schlechte Traum aber bisher ein einziges Mal die Nachtruhe getrübt und keinen erkennbaren Bezug zu einem schwierigen Lebensereignis, so hilft vielleicht der einfachste Tipp am besten weiter: "Forget it!"

Tipp 1: Einfach vergessen ...

Sind Sie schweißgebadet aufgewacht aus einem schlechten Traum, dann lautet das oberste Gebot: Sammeln Sie sich, es war nur ein Traum. Sehen Sie sich in Ihrem Schlafzimmer um. Es ist ein friedlicher Ort. - Und dann denken Sie einfach an jene Forscher, die der Ansicht sich, dass Träume einfach Schäume sind. Schütteln Sie sich kräftig. Heftige körperliche Bewegungen helfen, das Traumerlebnis buchstäblich abzuschütteln. Machen Sie sich klar, dass es einfach ein Traum war. Sagen Sie sich das am besten auch laut vor. "Das vergesse ich jetzt ganz schnell wieder!", ist ein hilfreicher Satz.

Ganz wichtig: Lenken Sie sich anschließend mit angenehmen Dingen ab. Im Gehirn werden dann andere neurologische Prozesse aktiviert. Positive Aktivitäten überlagern negative Erinnerungen. 

Tipp 2: Schlag nach bei Sigmund Freud

Manchmal wirkt dieser einfache Trick, manchmal aber auch nicht. Lästig werden Albträume, wenn sie immer wieder kommen. Sigmund Freud, der Erfinder der Psychoanalyse, sah darin Botschaften des Unterbewusstseins. Er schrieb sogar ein eigenes Buch über Träume und interpretierte diese. Ein typischer Traum sei zum Beispiel der vom Versagen bei Prüfungen, die man eventuell sogar vor vielen Jahren erfolgreich bestanden hatte. Sigmund Freuds Interpretation derartiger Träume: Sie würden unbewusst davon zeugen, dass man Angst vor Erfolg hätte. - Manche Psychoanalytiker folgen bis heute den Interpretationen von Sigmund Freud. Moderne Psychologen sind meist allerdings etwas vorsichtiger bei eindimensionalen Interpretationen. - Wie auch immer. Ich kenne Menschen, die sich mit den Interpretationen Freuds durchaus anfreunden können und sich mit seinen Erklärungen zufrieden geben. - Sollten Sie also Albträume wegen Prüfungen haben oder sich plötzlich nackt in einer Menschenmenge sehen, so könnten Ihnen Freuds Interpretationen aus "Die Traumdeutung", durchaus weiter helfen.

 

Tipp 3: Träume kann man auch verändern

In dem Ebook "Der kleine TraumGuide" (Kindle-Edition) stellt die Autorin verschiedene Herangehensweisen vor. Zum Thema Albträume stellt das Buch die Methode des "Umträumens" anhand eines konkreten Beispiels aus eigener Erfahrung vor. Nachfolgend das entsprechende Kapitel, das die Autorin mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung auf Pagewizz freigab:

"Es sind Ihre Träume – Sie können diese auch verändern", schreibt die Autorin einleitend.

Wie geht das?

"Ein konkretes Beispiel aus meinem Erfahrungsschatz: Seit meiner Kindheit verfolgte mich ein Traum: Dabei stieß einer mir nahestehenden Person ein Unglück zu und ich konnte ihr nicht helfen. - Dieser Traum kam ab und zu, teilweise Jahrzehnte nicht mehr. Just in dem Moment, als ich den Entschluss gefasst hatte, mich selbständig zu machen, tauchte der Albtraum wieder auf. 

Für mich war klar, dass in diesem Lebensabschnitt, dass Thema "sich ohnmächtig fühlen", "etwas nicht zu bewältigen" wichtig geworden war und mich der Traum vor einem voreiligen Schritt in die Selbständigkeit bewahren wollte. (Wie sollte ein Unterfangen mit höherem Risiko als im Angestelltenverhältnis auch gelingen, wenn im Unterbewusstsein das Thema "Ohnmacht" offensichtlich noch verankert war?)

Schritt eins war also gemacht – Thema benannt.

Wie aber dem Unterbewusstsein einprägen, dass man heute erwachsen war und sich "er-mächtigen" konnte?

 

Das Umträumen

Damit begann das "Umträumen". – Ich strich demonstrativ den Original-Traum mit rotem Stift durch und schrieb den Traum auf der gegenüberliegenden Seite einfach in meinem Traumtagebuch um, indem ich ein positives Ende erfand. Eine wunderschöne Geschichte mit einem Happy End. Keine Spur sollte von der Ohnmacht mehr bleiben. Ich erfand mich selbst neu, großmütig und stark wie Superman oder Superwoman eilte ich der geliebten Person zu Hilfe. Vor dem Einschlafen las ich mir das immer wieder mal durch.

Loslassen

Zunächst tat sich nichts, ich vergaß sogar das Traumtagebuch – ließ die Sache völlig los.

Nach einigen Wochen träumte ich plötzlich den Traum mit denselben Personen erneut - aber mit positivem Ausgang. So einfach ging das. – Zwei Tage später kündigte ich meinen damaligen Job als Gesundheitsredakteurin und die Selbständigkeit lief auch wirklich gut an.

Positiver Ausgang: Was war geschehen?

Im Grunde genommen hatte ich lediglich Prinzipien des Mentaltrainings und positiven Denkens auf die Traumebene angewandt und es funktionierte und funktioniert erstaunlich gut."

(Ende Auszug: "Der kleine TraumGuide" - bitte beachten Sie Urheberrechte, das Kapitel wurde Pagewizz exklusiv zur Verfügung gestellt).



Es gibt noch viele andere Zugänge zu Albträumen. Manchen wird Sigmund Freud helfen, manchen vielleicht sogar ein schamanischer Traumfänger, andere kontaktieren eventuell einen esoterisch arbeitenden Traumdeuter oder sie wenden das oben beschriebene Umträumen an. Wichtig ist vor allem eines: Lassen Sie sich nie verrückt machen von einem Albtraum. Es ist nur ein Traum!

Autor seit 3 Jahren
49 Seiten
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