Unter dem Begriff "Durchfall" (med. Diarrhoe) versteht man eine Funktionsstörung des Darms. Der Stuhlgang ist in der Regel dünnflüssig und tritt mehrmals täglich auf. Manchmal stellen sich zusätzlich noch Schmerzen ein. Die Auslöser für dieses Krankheitsbild sind vielfältig. Oftmals sind es Infektionen, verdorbene Nahrungsmittel oder verunreinigtes Trinkwasser, die zum Durchfall führen. Aber auch psychische und hormonelle Störungen sowie chronische Darmerkrankungen

            Bananen - Stopfen bei Durchfall

 führen zu der oben genannten Symptomatik..

Durchfall befreit den Körper in erster Linie von Schadstoffen. Da dieser Vorgang mit einem hohen Verlust an Wasser verbunden ist, sollte viel Flüssigkeit getrunken werden. Geeignet sind stilles Mineralwasser und mit Traubenzucker gesüßter Tee. Bei anhaltendem Durchfall kann auch auf Elektrolytlösungen aus der Apotheke zurückgegriffen werden. Weitere gute Hausmittel sind Bananen (sollten allerdings nicht überreif sein), zerriebene Apfelstückchen (hier hilft in erster Linie der Inhaltsstoff Pektin) und Haferschleim. Pürierte Möhren eignen sich hervorragend bei Säuglingen und Kindern. Sobald sich der Durchfall bessert, kann leichte Vollwertkost  wie Nudeln, Reis, Kartoffeln und Gemüse (keine Hülsenfrüchte) gegessen werden. Wichtig ist ein langsamer Kostaufbau. Ein weiteres gutes Mittel aus dem Bereich der Phytotherapie sind getrocknete Heidelbeeren und Teezubereitungen aus Kamille und Fenchel. Einige Fertigpräparate aus pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Eichenrinde und Tormentill (Blutwurz) eignen sich ebenfalls bei Durchfallerkrankungen. Diese enthalten Gerbstoffe, welche auf den Darm eine beruhigende, zusammenziehende und keimhemmende Wirkung haben. Ist die Darmflora geschädigt, können Zubereitungen aus spezifischen Darmbakterien für Abhilfe sorgen (in der Apotheke fragen). Kommt es zusätzlich noch zu Magenproblemen sollte Knoblauchmilch (Knoblauchzehen in einem halben Liter Milch kochen) zu einer Besserung führen.

Treten zum Durchfall Schmerzen hinzu, kann ein heißes Sitzbad helfen (nicht anwenden bei Herz- und Kreislauferkrankungen). Linderung bringen auch der Bauchwickel und der Heublumensack. Hier werden in einem Kissen verschiedene getrocknete Gräser und Kräuter gemischt und anschließend erwärmt. 

Auch die Homöopathie bietet einige sehr wirksame Mittel an. Pulsatilla kann bei einer Symptomatik wie Übelkeit, Erbrechen und Krämpfen eingesetzt werden. Arsenicum album und Podophyllum helfen bei einer stärkeren Schmerzsymptomatik und einer herabgesetzten seelischen Verfassung. Die homöopathische Potenz (Verdünnung) sollte D 3 oder D 6 betragen.

Aus dem Bereich der Biochemie helfen Natrium chloratum und Natrium sulfuricum (es handelt sich um Salze). Bei einem Durchfall, der mit Bauchkrämpfen verbunden ist, hilft Magnesium phosphoricum. Steht die psychische Komponente im Vordergrund, ist Kalium phosphoricum angebracht.

Wichtig!

Bessert  sich eine Durchfallerkrankung nicht innerhalb weniger Tage, ist unbedingt ein Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Bei blutigem oder plötzlichem Durchfall nach einem Tropenaufenthalt ist umgehend ärzliche Hilfe zu beanspruchen.

Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sind auf Grund des Flüssigkeitsverlustes stark gefährdet. Auch hier ist umgehende ärzliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.     

Ashlie, am 14.07.2011
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