Wer oder was ist ELISE?

Die Abkürzung ELISE steht für "Autonome Ladeeinheit und systemintegrierter Daten-Gateway für Elektrofahrzeuge". ELISE wird vom Bundesforschungsministerium, als Projekt der Elektromobilität Süd-West, für drei Jahre gefördert und 2012, am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), mit den Unternehmen RA Consulting und CarMediaLab gestartete.

ELISE umfasst eine in das Fahrzeug integrierte Hardware und eine Software, die Daten zum Fahrzeug, dessen Betriebszustand und Umgebung in Echtzeit erfassen und verarbeiten kann.

Dadurch ist eine ortsunabhängige Nutzung von Dienstleistungen möglich. Diese Telematik-Plattform wird auch Daten-Gateway genannt und lässt sich für unterschiedliche Anwendungen konfigurieren. Praktisch ist, dass sie auch mit einer Schnittstelle, wie sie zum Beispiel im mobilen Smartphone enthalten ist, verbunden werden kann. Der Autofahrer kann sich so orientieren und zum Beispiel aktuelle ADAC-Meldungen zur Verkehrssituation erfragen. Fast noch wichtiger für die Verbraucher ist eine in das Fahrzeug integrierte autonom-agierende Lade und Endladeeinheit, mit der ein Elektroauto, das Startschwierigkeiten hat, eine Starthilfe erhalten  kann.

Warum wird Elise benötigt?

Bei der Entwicklung und Nutzung von Autos, besonders von Elektroautos, wirken sich oft Kommunikationsschwierigkeiten blockierend aus. ELISE wurde zur Koordination der Datenverarbeitung in Fahrzeugen entwickelt. Mit einem Blick soll erkennbar sein, wie viel Energie noch vorhanden ist, wie viel Kilometer gefahren werden kann und wo die nächste Ladestation ist. Da das Fahrzeug insgesamt umweltfreundlich sein soll, müssen die diesbezüglichen Wünsche des Verbrauchers mit den Gegebenheiten des Fahrzeuges übereinstimmen. Die Fahrt mit einem Elektroauto soll umweltfreundlich, sicher und schnell und zuverlässig, funktionstüchtig sein.

Die Zukunft, eine Erweiterung von ELISE

Damit der Kauf von Elektrofahrzeuge noch attraktiv wird, arbeiten die Wissenschaftler an weiteren Konzepten:

  • Die Positionsermittlung, die dem Fahrenden, auf Abruf mitteilt, wo er sich befindet
  • Eine Fahrzeugferndiagnose, mit ihr können von einer Werkstatt Mängel am Auto erkannt werden
  • Es können anschließend, an die Werkstatt, Daten überspielen werden
  • Viele Komponenten des Fahrzeuges können, je nach Nutzerwunsch nachträglich effizienter gestaltet und/oder damit wirtschaftlicher und schneller werden

Weitere Institutionen wirken mit

Um eine optimale Wechselwirkung zwischen dem Lenker des Fahrzeuges, dem Auto und seiner Umwelt zu erreichen, wird der jeweilige Fahrzeugtyp ganzheitlich im Institut für Produktentwicklung, (IPEK) beurteilt.

Im Projekt "Methodenerforschung und Validierung (MeValdi)" werden zum Beispiel Design und marktorientierte Produktideen erprobt und erforscht.

Zukünftig auch Grüne Welle für Landstraßen

Simulator im Lehrstuhl für Ergonomie, Lehrstuhl für Ergonomie, TU MünchenIn Zukunft schneller mit dem Auto auf der Landstraße fahren
Das Pilotprojekt KOLIBRI testet, wie sich der Verkehrsfluss durch die "Grüne Welle" außerhalb von Ortschaften, verbessern lässt.
Foto:Simulator im Lehrstuhl für Ergonomie, Lehrstuhl für Ergonomie, TU München

Das erste Elektroauto von Volvo, der V60

Volvo V60, Volvo1000 des Elektroautos Volvo V60 sind, zum Preis von 56.900 Euro pro Stück, schon verkauft, obwohl es bisher noch nicht im Handel ist. Das Plug-In Hybridauto, hat zwei Motoren. Einen 2,4-Liter-Dieselmotor (215 PS) und einen an der Hinterachse verbauten Elektromotor (70 PS.). Der Volvo V60 kommt in sechs Sekunden von null auf 100.

Foto: VolvoV60,Volvo

Bei dem Allradfahrzeug wirken der Dieselmotor auf die Vorderräder und der Elektromotor auf die Hinterräder. Beide Motoren haben gemeinsam eine Leistung von 285 PS. Der Durchschnittsverbrauch des Dieselmotors liegt bei etwa 1,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Der Elektromotor fährt mit einer an der Steckdose aufgeladenen Tankfüllung 50 Kilometer weit.

Der CO2-Ausstoß ist 49 g pro Kilometer. Diese Berechnung erfolgte auf Grundlage der ECE-Norm 101 und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, (BImSchG).

Mit diesem Gesetz sollen Menschen, Tiere, Pflanzen, der Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen, wie Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen bewahrt und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorgebeugt werden.

Diese Angabe gilt nur für die ersten 100 km, da nur die Hälfte davon vom Elektromotor zurückgelegt werden kann.

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