Die Serie - Ein Herz und eine Seele von 1973

Eine gut bürgerliche Familie, die schnell Kultstatus erreicht hatte, lud die Bürger ein, nicht mehr zum Lachen in den Keller zu gehen. Eine überspitzte Polit-Satire, die sich mit den Problematiken ihrer Zeit beschäftigte.

Ekel Alfred, das Familienoberhaupt brachte die Menschen mit seinen  Ansichten, Aussagen und Handlungen zum lachen. Er wohnt mit seiner Frau, der gemeinsamen Tochter Rita und dem Schwiegersohn Michael unter einem Dach.

Der Schwiegersohn kommt aus dem Osten Deutschlands, das ist für Alfred ein gefundener Aufhänger um immer wieder gegen Michael zu sticheln. Gerade die kleinen Dinge des Lebens bekommen bei "Ein Herz und eine Seele" eine ganz andere Bedeutung. Neben vielen Politischen Differenzen in der Familie, wird auch der Generationen Konflikt aufs Korn genommen.

Alfred der sich für sehr gebildet hält schlittert durch seine Art immer wieder in neue Situationen die dann auch eskalieren. Seine Frau gibt das typische Bild einer ungebildeten Hausfrau, die manchmal etwas unselbständig wirkt. Doch gerade das macht die Serie so amüsant.

Schauspieler und Besetzung - Wer spielte welche Rolle

Die Hauptrolle des Alfred Tetzlaff, wurde von Heinz Schubert gespielt. Mit seiner ganzen Art und Weise, hauchte er dem Familienoberhaupt Leben ein.

Seine Frau wurde 21 Folgen von Elisabeth Wiedemann gespielt. Als sie die Serie verlies, übernahm Helga Feddersen die Rolle der Else Tetzlaff. 

Die Tochter der Familie Rita Graf geborene Tetzlaff war mit Hildegard Krekel perfekt besetzt. Sie begann mit dieser Serie ihre Karriere.

Den ungeliebten Schwiegersohn spielte in der 1. Staffel Diether Krebs. In der 2. Staffel übernahm Klaus Dahlen die Rolle des Michael Graf.

Sylvesterpunsch - Ein Einblick in die Kultserie

Ekel Alfred - Der Kult - Was macht die Serie so beliebt?

Zu ihrer Zeit traf die Serie den Nerv der Zuschauer und in den folgenden Jahren entwickelte sich ein echter Kult um "Ekel Alfred". Wenn er seine Frau liebevoll "dusslige Kuh" oder "dumme Kuh" nannte, erkannten sich viele wieder.  Auch heute noch wird an Silvester der Silvesterpunsch ausgestrahlt.  Ein Herz und eine Seele wurde zur einer Tradition.

Die Geschichten wie Alfred im Supermarkt Preisschilder vertauscht oder seine Frau des Diebstahls beschuldigt wurde, mache die Serie menschlich. Jeder kann und konnte sich in die Situationen hinein versetzen. Ein Mann aus dem Volk, der denkt er geht den richtige Weg und zeigt dann doch die Fehler des Seins auf.

Die Streitpunkte in der Familie sind für alle nachzuvollziehen und deswegen fesseln sie die Menschen. Ein Herz und eine Seele ist eine der wenigen Serien ihrer Zeit die es geschafft hat auch noch heute die Menschen zu begeistern.

5 schöne Zitate - Wenn Ekel Alfred so richtig loslegt

Alfred Tetzlaff vor Gericht:

"Was kann ich denn dafür, dass die Sozis so erotisch sind.?" Wenn Alfred das ändern könnte, er würde es tun.

Alfred hat Hunger:

"Fräulein ich bin nicht geil, ich bin hungrig" Die arme Dame von der Telefonauskunft.

"Jetzt habe ich aber langsam die Schnautze voll, sind Sie die Auskunft oder ich?" Wenn man so einen Anrufer hat, dann hat man garantiert etwas zu lachen.

Besuch aus der Ostzone:

"Wenn Du in Paris bist, dann benimm Dich auch wie ein Pariser!" Nun aber wie soll sich eine Deutscher in Deutschland verhalten?

Selbstbedienung:

"Wenn keinem was gehört, muss man sich auch nicht wundern, wenn einem die Sachen weg genommen werden." Das ist mal eine logische Aussage, denn wenn man nichts hat, kann einem ja eigentlich auch nichts fehlen.

 

Wissenswertes über Ein Herz und eine Seele - Kleine Geschichten zu der Kult-Serie

"Ein Herz und eine Seele" war ein förmlicher Straßenfeger, dass konnte das Team selber kaum glauben. Die Ironie und der Sarkasmus der Sendung zog die Menschen aber förmlich an. Die Kunstfigur Alfred Tetzlaff wurde zur Kultfigur. Doch auch hinter den Kulissen war das Verhältnis zwischen "Alfred" und "Else" sehr angespannt und glich dem Verhältnis in der Show. Heinz Schubert war als Schauspieler eher spontan und jemand der es nicht ganz so genau nimmt. Elisabeth Wiedermann dagegen neigte dazu das alles 100 Prozentig sein muss. Als klassische Schauspielerin geht bei ihr alles nach Plan.

Da die Sendung ja live aufgezeichnet wurde, war sie natürlich immer Aktuell. Fußball Ergebnisse oder auch der Wahlausgang konnten zeitnah mit aufgenommen werden. Jede Folge wurde zweimal am Tag aufgezeichnet immer mit Publikum, eine Mittags und eine um 17.00 Uhr. Die 17.00 Uhr Sendung wurde meist dann für das Fernsehen genommen. Aber dadurch häufte sich auch ein riesiges Archiv an.

Der Karnevalsumzug wurde natürlich auch zu Karneval in Köln aufgenommen. Doch in Köln ist das immer so eine Sache mit dem Arbeiten an Karneval. So kam es das am Set improvisiert werden musste, weil eine Schauspielerin es nicht zum Drehort schaffte, sondern beschwipst im Hotelzimmer lag. Kurzerhand wurde ein Team Mitglied in ein Kostüm gesteckt und sie musste die Rolle spielen.

Ein Herz und eine Seele hielt auch das Team in Atem.

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