Pauli

Pauli (Bild: Eigenes Bild)

Unsere erste Begegnung mit Pauli - Nach dem ersten Besuch im Tierheim folgten zwei Spaziergänge mit Hund "auf Probe"

Viele wunderschöne Hunde, von groß bis klein, viele Rassen und Mischlinge, sahen uns beim Besuch im Tierheim neugierig und erwartungsvoll an. Die meisten wirkten sehr traurig, waren aber auch interessiert an den Menschen, die an ihren Boxen vorbeikamen.

Ein schwarzer mittelgroßer Schäferhund fiel uns besonders auf. Er hieß bereits im Tierheim "Pauli", wie wir von einer Tierpflegerin erfahren haben. Er bellte ganz aufgeregt, sein Bellen wirkte etwas heiser. Laut den Informationen, die dem Tierheim vorlagen, war er 1999 in Spanien geboren, und wurde vermutlich als kleiner Hund nach Deutschland gebracht. Er hatte bereits 2 bis 3 Vorbesitzer, genaues wusste man nicht über seine Vorgeschichte. Seit einigen Wochen war er im Tierheim untergebracht. Hier wurde er zwar sehr gut versorgt, aber das Tierheim kann, auch bei guter Pflege und dem großartigen Engagement der Tierheim-Beschäftigten, einem Hund kein richtiges Zuhause bieten. Es ist für die anhänglichen Vierbeiner nur eine Durchgangsstation.

 

In diesem Artikel finden Sie:

Was sind Tierheime?

Wie gut kennt sich das Tierheim-Personal mit Tieren aus?

In Tierheimen und Tierschutzorganisationen gibt es Mischlingshunde und Rassehunde

Warum werden Hunde im Tierheim abgegeben?

Was erwartet Sie, wenn Sie einen Hund aufnehmen?

Hunde sind nicht zur Zwingerhaltung geeignet

Sind Hunde aus dem Tierheim womöglich doch krank, bissig, oder ganz schlecht erzogen?

Was kostet ein Hund aus dem Tierheim?

Bitte kaufen Sie auf keinen Fall "Billig-Welpen" aus dem Internet

Bietet ein Hund vom Tierheim Vorteile für seine zukünftigen Besitzer?

Wie lange und wie oft sollte man mit seinem Hund spazierengehen?

Nicht nur junge Hunde, auch ältere Tiere sind durchaus noch lernfähig

Pauli brauchte in den ersten drei Jahren sehr viel Auslauf

Überlegungen vor der Anschaffung eines Hundes

Worauf sollten Hundebesitzer besonders achten?

Was Sie mit Hunden nicht machen sollten

Es gibt sehr viel zu beachten bei Hunden...

Pauli im Jahr 2006

Pauli im Jahr 2006 (Bild: Eigenes Bild)

Was sind Tierheime?

Christian Adam Dann, ein evangelischer Stadtpfarrer aus Stuttgart, verfasste 1819 den ersten Aufruf an seine Mitbürger, auch Tiere als Geschöpfe Gottes zu achten. Sein Nachfolger Albert Knapp gründete den ersten Tierschutzverein in einem deutschen Staat. Schon diese ersten Tierschutzvereine erkannten die Notwendigkeit, Tierheime für herrenlose Tiere einzurichten. Besonders Hunde und Katzen sollten hier so gut wie möglich versorgt werden.

Bald wurden die Tierheime ebenso für Pferde, Ponys, Vögel und Nagetiere - letztlich für alle Tiere, für die niemand mehr sorgen konnte oder wollte - zu einer Notunterkunft. Da es heute "Mode" ist, sich exotische Tiere als Heimtiere anzuschaffen, werden Tierheime zunehmend zur Anlaufstelle für Echsen, Schlangen, Chamäleons, Schildkröten und vielen anderen Tieren. Denn nach der unüberlegten Anschaffung sind viele Menschen mit exotischen Tieren überfordert.

Viele Tierheime sind dem Deutschen Tierschutzbund angegliedert. Es gibt auch Einrichtungen, die von Städten oder Gemeinden betrieben werden. Denn herrenlose Tiere gelten juristisch gesehen als Fundsache, und die Kommunen sind zur Unterbringung der Tiere verpflichtet. Außerdem gibt es Tierheime von Privatleuten, die sich auch sehr um das Wohl der Tiere bemühen.

Leider ist die Spendenbereitschaft für den Tierschutz und für Tierheime immer mehr zurückgegangen. Sinkendes Einkommen vieler Menschen ist der Hauptgrund. So geht es auch dem Münchener Tierheim, wo unser Hund herkommt, leider sehr schlecht. Zuschüsse von der Stadt München bekommt das Heim zwar nach wie vor, aber in weit geringerer Höhe wie früher. Städtische Gelder fließen eher in kulturelle Veranstaltungen.

Pauli badet gerne

Pauli badet gerne (Bild: Eigenes Bild)

Wie gut kennt sich das Tierheim-Personal mit Tieren aus?

In früheren Zeiten haben Menschen überwiegend ehrenamtlich in Tierheimen gearbeitet. Auch heute gibt es zahlreiche freiwillige Helfer, die beispielsweise mit den Tierheim-Hunden spazieren gehen, oder handwerkliche Tätigkeiten oder Reinigungsarbeiten ausführen. Bei kleinen von privat geführten Tierheimen ist es auch heute noch so, dass sich ganz oder überwiegend freiwillige Helfer für die untergebrachten Tiere engagieren.

Heutzutage würden freiwillige Helfer nicht mehr ausreichen, um die vielen Tiere fachgerecht zu versorgen. Wie bereits erwähnt, sind es längst nicht mehr nur Hunde und Katzen, die in Tierheimen Aufnahme finden. Immerhin ist es gut, dass Tiere im Tierheim abgegeben werden. Keinesfalls dürfen Tiere einfach ausgesetzt werden - besonders keine Hunde.

Das Personal, das in Tierheimen arbeitet, ist gut qualifiziert und hoch motiviert. Es gibt angelernte Mitarbeiter/innen und auch ausgebildete Tierpfleger/innen mit Abschlussprüfung von der IHK. Der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf hat die amtliche Bezeichnung Tierpfleger/Tierpflegerin - Fachrichtung Tierheim und Tierpension. Die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll.

Tierheime werden von Tiermedizinern unterstützt, die abgegebene oder aufgefundene Tiere auf Krankheiten untersuchen, für Impfschutz sorgen und das Tierheim-Personal beraten.

Straßenhunde (Bild: ArmyAmber auf Pixabay)

In Tierheimen und Tierschutzorganisationen gibt es Mischlingshunde und Rassehunde

Manche Menschen legen Wert darauf, dass ihr Hund ein "Rassehund" ist, und von einem Züchter stammt. Dies ist auch dann in Ordnung, wenn der Züchter die Hunde nicht aus kommerziellen Gründen, sondern aus Liebhaberei züchtet, und gut für das Wohlbefinden und die Bedürfnisse der Tiere sorgt.

Einige Hundebesitzer setzen große Erwartungen in Rassehunde, welche die Tiere oft gar nicht erfüllen können. Denn jeder Hund ist individuell verschieden, und nicht automatisch ist ein Hund einer bestimmten Rasse ein guter Wachhund, Suchhund, oder Hütehund.

Viele Hunde in Tierheimen sind keine "reinrassigen" Hunde. So sieht unser Hund einem Belgischen Schäferhund sehr ähnlich, hat aber zu kurze Beine, um als "reinrassig" zu gelten.

Es ist sehr wichtig, Tierschutzorganisationen wie Vier Pfoten und das Deutsche Tierschutzbüro (und auch andere Organisationen) mit Spenden zu unterstützen - Danke!

Belgischer Schäferhund (Bild: thraniwen auf pixabay)

Viele interessante Infos über vegane Ernährung finden Sie auf dem sehr ansprechend gemachten Blog von Healthy Lena

Warum werden Hunde im Tierheim abgegeben?

Manche Hundebesitzer können ihren Hund aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr versorgen, oder ein Umzug oder finanzielle Gründe spielen eine Rolle. Eventuell kommt ein Kind zur Welt, und der Hund wird abgegeben, aus Sorge um das Kind. Manchmal wird eine Tierhaarallergie als Abgabegrund genannt. In vielen Fällen müssten die Besitzer den Hund nicht zwingend abgeben, möchten sich aber mit dem Tier nicht länger belasten.

Einen Hund beim Tierheim abzugeben, kann manchmal unumgänglich sein. Hauptsache das Tier wird nicht einfach ausgesetzt. Leider kommt auch das viel zu oft vor.

Ohne Worte (Bild: Frank Kellner auf Pixabay)

Was erwartet Sie, wenn Sie einen Hund aufnehmen?

Hunde sind immerhin die einzigen Tiere, deren Wolfs-Vorfahren sich vor vielen Jahrtausenden den Menschen freiwillig angeschlossen haben. Es spielt keine Rolle, ob Sie Ihren Hund von einem Tierheim oder Tierschutzverein, von einem Züchter oder von Bekannten bekommen - alle Hunde haben im wesentlichen die gleichen Bedürfnisse. Nicht nur Gassigehen und gutes Futter sind wichtig für die Vierbeiner, als Hundebesitzer muss man sich gegebenenfalls auch um die Fellpflege, Pfotenpflege und Zahnpflege der Tiere kümmern.

Besonders größere oder hektische Hunde neigen zu einer Magendrehung. Daher sollten Hunde nach einer Mahlzeit mindestens zwei Stunden ruhen und sich nicht zu viel bewegen. Füttern sollte man seinen Vierbeiner also erst nach einem Spaziergang.

Alle Hunde, ob groß oder klein, brauchen möglichst viel Auslauf. Dabei sollten die Vierbeiner auch Kontakt zu Artgenossen bekommen können. Dies ist sehr wichtig für die Sozialisation. Auch Hundebesitzer, die einen Garten haben, sollten mit ihren Hunden ausreichend lang spazieren. Sein "Geschäft" macht der Hund nämlich meist nicht in seinem Garten.

Hunde sind wundervolle Geschöpfe, die uns Menschen viel Freude machen. Sie bereiten aber auch richtig viel Arbeit. Kommt ein Hund ins Haus, muss man viel mehr als sonst saubermachen.

 

Animal Equality engagiert sich sehr für den Schutz und die Rechte von Tieren - ich bitte Sie, diese Organisation zu unterstützen!

Impfungen und Wurmkuren

Nicht vorgeschrieben, aber empfohlen sind Impfungen einmal jährlich. Es wird meist eine Sammelimpfung gegen mehrere Krankheiten vorgenommen. Ihr Tierarzt berät Sie, welche Impfungen aktuell notwendig sind. Krankheiten wie Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche), Parvovirose (Katzenseuche des Hundes), Parainfluenza und Tollwut konnten durch regelmäßige Impfungen wirksam bekämpft werden. Tollwut kommt in Mitteleuropa kaum noch vor. Die Fuchstollwut konnte durch das Auslegen von Impfködern erfolgreich bekämpft werden.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Impfung#Hunde)

Ratsam ist, dem Hund etwa alle 4 bis 6 Monate vom Tierarzt eine Wurmkur zu verabreichen. Dies kann durch eine Spritze erfolgen, oder Sie kaufen Entwurmungstabletten beim Tierarzt und füttern Ihren Hund damit. Manchen Hunden kann man Entwurmungstabletten problemlos wie ein Leckerli geben, für manche ist es besser, man tarnt die Tablette in Wurst oder Käse. Ihr Tierarzt wird Sie dazu beraten, ob und wann eine Wurmkur ratsam ist.

 

Zecken - hier helfen besonders Spot-on-Präparate

Sobald die Winterkälte vorbei ist und die Temperaturen langsam ansteigen, ist es leider wieder so weit: Zecken setzen sich im Hundefell fest! Die blutsaugenden Parasiten können auch bei Hunden gefährliche Krankheiten übertragen!

Die kleinen Milbenverwandten kann man mit einer Zeckenzange entfernen, oder auch mit den Fingern! Wichtig ist, dass man die Zecke - die oft schon mit Blut vollgesogen ist - gut zu fassen bekommt! Dann entfernt man das Tier, ohne es vorher mit flüssigen Substanzen wie Benzin, Nagellack oder Klebstoff zu beträufeln! Denn dadurch erhöht sich das Risiko der Übertragung von Krankheitsüberträgern wie Borrelien!

Zur Vorbeugung kann man dem Hund ein Zeckenhalsband anlegen. Dies hat allerdings den Nachteil, dass es der Hund die ganze Zecken-Saison tragen muss, und es gibt ständig in kleinen Mengen Giftstoffe auch an den Hund ab! Deswegen raten manche Tierärzte davon ganz ab!

Gut bewährt haben sich dagegen Zeckenmittel wie sogenannte Spot-on-Präparate! Diese Mittel werden dem Hund an ein bis zwei Stellen ins Fell geträufelt - am Nacken und eventuell am Schwanzansatz, also an Stellen, wo sich der Hund das Präparat nicht auflecken kann! Der Hund sollte zwei Tage nicht baden - weil das Präparat ins Gewässer gelangen könnte, und weil es dann seine Schutzwirkung beim Hund verliert. Wenn Sie mit dem Präparat in Berührung kommen, sollten Sie sich die Hände gut waschen! Achten Sie darauf, nichts in Mund und Augen zu bringen! Ein Spot-on-Präparat wirkt ungefähr drei bis vier Wochen, dann muß die Anwendung wiederholt werden.

Kaum zu glauben - auch Hunde können an Krebs erkranken

Im Jahr 2009 und 2012 wurde ein Tumor bei Pauli festgestellt. 2009 im Unterleib, der Tumor hat nicht gestreut, und konnte erfolgreich entfernt werden. Im Juli 2012 mussten wir unseren Hund erneut operieren lassen. Diesmal hatte er ein Geschwür am rechten Vorderlauf. Es fing langsam an, größer zu werden. Aber es konnte vollständig wegoperiert werden, Metastasen gab es keine. Pauli wurde anschließend noch mit Medikamenten behandelt und musste einen Verband tragen. Einige Wochen später war er wieder wohlauf.

 

Bitte spenden Sie auch für die Tierschutzorganisation "Animals Angels"!

Dürfen Hunde Pfützenwasser trinken?

Hunde trinken gerne Pfützenwasser. Sofern es sich um frisches Regenwasser handelt, ist dies normalerweise nicht weiter schlimm. Ihr Hund sollte aber kein abgestandenes Pfützenwasser trinken, darin können sich Keime und Parasiten entwickelt haben; besonders Giardien, Einzeller, die Verdauungsprobleme verursachen, können zu schwerem Durchfall führen.

Hunde sind nicht zur Zwingerhaltung geeignet - Die sozialen Tiere wollen bei ihrem Rudel sein

Sofern Hunde engen Familienanschluss haben, ist gegen einen, wenige Stunden am Tag dauernden, Aufenthalt in einem Hundezwinger meist nichts einzuwenden. Der Hundezwinger muss aber den Vorraussetzungen entsprechen, die in der Tierschutz-Hundeverordnung festgelegt sind. Schutz gegen Regen, Wind, Kälte und Hitze muss für die Hunde unbedingt gegeben sein. Frisches Wasser muss in ausreichender Menge vorhanden sein.

Keinesfalls dürfen Hunde in Zwingern weggesperrt werden. Auch nicht, wenn der Hund als Wachhund angeschafft wurde. Tierfreunde können solche Fälle dem zuständigen Veterinäramt melden.

Auch Tierheimhunde eignen sich als ...

Auch Tierheimhunde eignen sich als Familienhunde (Bild: Frank Kellner auf Pixabay)

Sind Hunde aus dem Tierheim womöglich doch krank, bissig, oder ganz schlecht erzogen?

Wie bereits erwähnt werden Hunde, wie alle Tierheim-Tiere, von qualifiziertem Fachpersonal und von Tierärzten des Tierheims auf Krankheiten untersucht, entwurmt, gegen alle Krankheiten - auch gegen Tollwut - geimpft, und werden optimal versorgt an neue Besitzer weitergegeben. Die neuen Hundebesitzer erhalten einen Impfpass vom Tierarzt für ihren Hund vom Tierheim.

Das Tierheimpersonal bemüht sich, für die Tierheim-Hunde die neuen passenden Besitzer zu finden. Es gibt junge und ältere Hunde, ruhigere oder temperamentvolle Tiere, mit ganz unterschiedlicher Vorgeschichte. Viele gewöhnen sich erstaunlich schnell an ihre neuen Besitzer. Bei unserem Hund hat es gerade mal einen Tag gedauert, bis man ihm angemerkt hat, dass er meine Frau und mich akzeptiert hat. Anfangs hat er sich mehr an meiner Frau orientiert. Aber da ich viel mit ihm spazieren gegangen bin, hat sich das schnell geändert, und er mochte uns beide, Frauchen und Herrchen, gleichermaßen gern.

Es gibt nur selten Fälle, wo die neuen Hundebesitzer mit dem Hund vom Tierheim nicht zurecht gekommen sind. In solchen Fällen bemüht sich das Tierheim darum, einen neuen passenderen Platz für den Hund zu finden.

Niemandem wird vom Tierheim ein kranker oder unpassender Hund "angedreht"! So etwas machen nur unseriöse Tierhändler!

Auch Welpen warten im Tierheim auf ...

Auch Welpen warten im Tierheim auf neue Besitzer (Bild: PublicDomainPictures auf Pixabay)

Sind Tierheim-Hunde teurer als vom Züchter?

Für Pauli hat der Tierschutzverein im Jahr 2006 eine Schutzgebühr von 117 Euro erhoben. Heute wird die Gebühr wahrscheinlich höher liegen. Im Tierheim Aschaffenburg kostet ein Hund aktuell 250 Euro.

Diese Schutzgebühr erheben Tierheime, um damit ihre laufenden Kosten zu decken. Tierschutzvereine sind als gemeinnützige Organisationen nicht gewinnorientiert. Wie schon erwähnt, ist die Situation vieler Tierheime auch in Deutschland drastisch schlechter geworden. Denn leider können viele Leute weniger Geld spenden, und Tierheime erhalten weniger finanzielle Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln. Wenn Sie einen Hund, oder überhaupt ein Tier aus einem Tierheim oder von einem Tierschutzverein aufnehmen, unterstützen Sie damit aktiv den Tierschutz. Ein Hund von Züchtern oder aus dem Tierhandel kostet normalerweise weit mehr als im Tierheim.

Warten auf Menschen, die Zeit haben (Bild: PublicDomainPictures auf Pixabay)

Bitte kaufen Sie auf keinen Fall "Billig-Welpen" aus dem Internet

Die kleinen Hunde werden von den Verkäufern nur unzureichend versorgt und sollen schnell verkauft werden. Meist sind die kleinen Kerle schon sehr krank und haben keine hohe Lebenserwartung. Hier ist der Gesetzgeber und die Justiz gefragt, diese kriminellen Machenschaften zu beenden. Die illegalen Hundehändler sollten verhaftet und die Tiere auf Kosten der Hundehändler in einer Tierklinik untergebracht werden.

Streunerhilfe Bulgarien - auch Auslandstierschutz ist wichtig!

Bietet ein Hund vom Tierheim Vorteile für seine zukünftigen Besitzer?

Das Tierheim-Personal versucht möglichst viel über den abgegebenen Hund (und auch über andere Tierheim-Tiere) herauszufinden. Natürlich ist das nicht immer möglich, zum Beispiel wenn der Hund ausgesetzt wurde und kein Hinweis auf den Besitzer festgestellt werden kann. Wenn ein Hund abgeben wird, weil sich die Vorbesitzer nicht mehr um ihn kümmern können, bemühen sich die Tierheim-Mitarbeiter/innen darum, möglichst vielfältige Informationen über den Vierbeiner zu erfahren. Außerdem verstehen die Mitarbeiter/innen im Tierheim viel von Hunden, und können durch das Verhalten des Hundes noch einiges über das Tier herausfinden.

Meine Frau und ich haben vom Tierheim München ein aussagekräftiges Informationsblatt über unseren Hund bekommen, in dem alles an Infos über das Tier gesammelt war, z.B. ob der Hund gerne Auto fährt, ob er verträglich mit anderen Hunden oder scharf auf Katzen ist, ob er einen Jagdtrieb hat und vieles mehr. Die neuen Hundebesitzer werden also vom Tierheim so gut wie möglich über das Tier informiert. Denn das Tierheim möchte ja vermeiden, dass der Hund wieder zurückgebracht wird, weil Hund und Menschen nicht zusammenpassen.

Junger Labrador (Bild: PublicDomainPictures auf Pixabay)

Wie oft und wie lang sollte man mit seinem Hund spazierengehen?

Viele Hundebesitzer, besonders "Hundeanfänger", fragen sich: Wie oft und wie lange muss ein Hund eigentlich "Gassi gehen"?

Bei dieser Frage kann man berücksichtigen, dass Hunde von den 24 Stunden eines Tages durchschnittlich nur etwa vier bis fünf Stunden richtig wach sind. Etwa 20 Stunden verbringen die Tiere mit schlafen oder dösen.

Hunde müssen mindestens dreimal am Tag, morgens, mittags und abends, ausgeführt werden. Für einen durchschnittlichen Spaziergang genügen 20 bis 40 Minuten. Die Tiere brauchen Zeit, um ihr "Geschäft" zu machen sowie Witterungen aufzunehmen und zu prüfen. Die Pausen zwischen zwei Spaziergängen sollte nicht länger als vier Stunden betragen.

Vielen Hunden ist es sehr wichtig, anderen Hunden zu begegnen und Freundschaften zu schließen, zu spielen und rumzutoben. Daher sollte man zumindest einen längeren Spaziergang (mindestens eine Stunde) mit dem Hund machen, wo er nach Möglichkeit andere Hunde treffen kann. Insgesamt sollten Hunde täglich mindestens zwei Stunden Auslauf bekommen. Nachts müssen sie meist nicht mehr raus (ausser das Tier hat Durchfall).

Unser Hund schläft meist etwa 12 Stunden durch und hat es nicht eilig mit dem Morgenspaziergang. Im Sommer mag er am liebsten früh am Morgen, oder am Abend länger Spazieren gehen, da es ihm tagsüber zu heiss ist. In der kühlen Jahreszeit geht er tagsüber gerne länger.

Ich verdanke meinem Hund viele schöne Morgen- und Abendstimmungen sowie Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, die ich sonst nicht gesehen hätte.

Alle Hunde sind fotogen (Bild: eileenploh auf Pixabay)

Nicht nur junge Hunde, auch ältere Tiere sind durchaus noch lernfähig

Es gibt viele Vorurteile, das Hunde nur in jungen Jahren lernbereit sind und man nur jungen Hunden, am besten noch als Welpen, etwas beibringen kann. Das stimmt nicht, denn Hunde können in jedem Lebensalter noch viel Lernen. Bei allen Hunden ist es notwendig, lebenslang an ihrer "Erziehung" bzw. Hund-Mensch-Kommunikation zu arbeiten. Denn Hunde vergessen auch mal, oder nehmen etwas, was ihnen ihr Mensch beigebracht hat, nicht mehr wichtig.

Heimtiere, Nutztiere, Wildtiere - Vier Pfoten engagiert sich für alle!

"Demokratie funktioniert nicht mit Hunden, nur Hierarchie!" Diesen Rat gab uns eine Tierpflegerin vom Münchener Tierheim. Natürlich bedeutet das nicht, dass Hundebesitzer mit ihren Tieren ständig herumbrüllen müssen. Und Schläge gehören jedenfalls auch nicht zur Hundeausbildung!

Man sollte dem Hund gegenüber wie ein freundlicher "Chef" auftreten. Entspannte Souveränität und Konsequenz sind die richtigen Verhaltensweisen für Hundebesitzer -welche ich ehrlich gesagt erst allmählich gelernt habe. Denn oftmals meint man, den "armen Tierheim-Hunden" etwas Gutes zu tun, wenn man ihnen möglichst viel erlaubt. Für Hunde ist es wichtig, dass sie sich an ihren Menschen orientieren können. Wenn ihnen ihr Mensch klare Grenzen setzt, fällt den anpassungsfähigen Tieren die Orientierung viel leichter.

Pauli auf seinem Wohnzimmer-Liegeplatz (Bild: Eigenes Bild)

Pauli brauchte besonders in den ersten drei Jahren sehr viel Auslauf

Zuerst bekamen wir im Büro die Papiere für Pauli ausgehändigt, mit einem Tierschutzausweis, indem auch alle Impfungen eingetragen waren. Im Hundebereich vom Tierheim wurden wir bereits erwartet. Unser neuer Mitbewohner war von seinen Pflegerinnen schon auf seine Abreise vorbereitet worden. Und offensichtlich war der schöne Schwarze sehr aufgeregt - wir waren es auch! Die Tierpflegerinnen verabschiedeten sich von Pauli. Er hat alle zum Abschied nochmal angesprungen.

Pauli begleitete sein neues Frauchen und Herrchen bereitwillig, aber er war auch sehr aufgeregt und unaufmerksam. Er hat auf alles Mögliche geachtet, nur nicht auf sein neues Herrchen, das ihn an der Leine zu führen versucht hat. Schließlich erreichten wir das Auto, meine Frau ging zu Pauli auf die Rückbank und hielt den vierbeinigen Fahrgast, da wir noch keinen Hundesicherheitsgurt hatten. Ein Liegekissen sowie ein Bett und Futter hatten wir für unseren Vierbeiner bereits vorher gekauft.

Schnell merkten wir, dass unser Hund einen sehr starken Bewegungsdrang hat. Er war zum Zeitpunkt der Übergabe aus dem Tierheim etwa 7 Jahre alt und hatte in letzter Zeit (vielleicht sogar die letzten Jahre) wohl zu wenig Auslauf. Als beste Lösung stellte sich heraus, das ich mit ihm Fahrrad gefahren bin (Herrchen machte dabei einige Bruchlandungen und Stürze in diverse Gebüsche, wenn Pauli an der Leine lief). Aber meistens ging es gut, und Hund und Herrchen hatten ihren Spaß. Auch Fahrradfahren mit Hund lässt sich üben.

Überlegungen vor der Anschaffung eines Hundes - Bevor Sie einen Hund anschaffen, stellen Sie sich ein paar Fragen

Soll der Hund kinderlieb und an Kinder gewöhnt sein?

Ist ein Hund von Ihren Vermietern oder der Eigentümergemeinschaft erlaubt? Ich brauchte für das Münchener Tierheim eine schriftliche Erlaubnis von der damaligen Vermieterin.

Ist der Hund auch für Hundeanfänger geeignet, oder muss man den Umgang mit dem Hund noch üben? Eventuell mit Hilfe von Hundetrainern?

Wollen Sie mit Ihrem Hund joggen gehen, oder soll er neben dem Fahrrad laufen können?

 

Kleiner Border-Collie (Bild: Ermeton auf Pixabay)

Hier einige wichtige Hinweise, die Hundebesitzer unbedingt beachten sollten!

In der warmen Jahreszeit leiden Hunde besonders. Hundebesitzer sollten besonders in der Mittagshitze nur kurz mit ihren Tieren rausgehen.

Auf keinen Fall dürfen Hunde bei Hitze im Auto allein gelassen werden. Selbst bei geöffneten Fenstern kann es in Fahrzeugen im Sommer viel zu heiss werden. Wenn Sie mit Ihrem Hund bei warmem Wetter unterwegs sind, sollten Sie Wasser dabei haben. Oder gehen Sie da spazieren, wo der Hund sich im Wasser abkühlen kann (und seine Menschen natürlich auch), zum Beispiel in einem Bach.

Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Hund draussen nichts frisst. Es gibt Hundehasser, die Giftköder auslegen oder Rasierklingen o.ä. in Wurststücken verstecken.

Bitte lassen Sie Ihren Hund kein Katzenfutter fressen. Es ist nicht gut für Hunde, da es zuviel Protein enthält und zu einer Überversorgung des Hundes führen würde. Leber und Nieren könnten beeinträchtigt werden, und die Harnstoffwerte könnten steigen. Leider lieben Hunde Katzenfutter!

Nicht nur Hunde aus dem Tierheim, jeder Hund kann einen Jagdtrieb haben...

Hunde können einen mehr oder weniger starken Jagdtrieb haben, daher sollten Sie Ihren Vierbeiner in der Natur lieber anleinen. Da es Jäger gibt, die meinen, auf "wildernde" Hunde und Katzen schießen zu dürfen, sollte man das Risiko, nicht eingehen, dass der Hund einem Reh oder Hasen hinterher läuft und sich zu weit von seinen Menschen entfernt. Vielen Hunden geht es dabei nicht um das Erbeuten von Tieren, sondern um das Hinterherlaufen. Eine Fünf-Meter-Schleppleine, oder eine mehrere Meter verlängerbare Flexileine, bieten für den Hund ausreichend Freiraum für Erkundungen. Viele Hundetrainer raten allerdings von einer Flexileine ab, da man sich damit verletzen kann. Kinder sollten einen Hund nicht ohne Aufsicht Erwachsener an einer Flexileine ausführen. Ich selbst musste den Umgang mit einer Fünf-Meter-Flexileine erst etwas üben.

Bitte auch beim Stöckchen werfen aufpassen!

Unser Pauli spielt gerne mit "Stöckchen". Am liebsten versucht er seinem Frauchen und Herrchen das Stöckchen vom Boden wegzuschnappen, bevor man es ihm aufheben und werfen kann. Wenn er es "erbeutet" hat, zerlegt er es in aller Ruhe.

Leider ist auch schon mal ein relativ schwerer Unfall passiert, der eine Notoperation zur Folge hatte. Ich warf ihm ein Stück Holz, das in der weichen Erde stecken blieb. Pauli war in jungen Jahren so wild, und sprang so schnell hinter dem Stöckchen her, das er sich das Holz zwischen Zunge und Gaumen rammte. Er hatte also eine schwere blutende Mundverletzung, konnte nicht Fressen und nicht mal Trinken. Die Tierärztin, die Notdienst hatte und ihn noch am gleichen Tag (es war ein Samstag) operiert hatte, meinte, dass sie schon mehrere Unfälle dieser Art operieren musste. Manche Stöckchen hatten sich die Hunde in den Leib gerammt. Es sind leider schon tödliche Unfälle beim Stöckchen spielen vorgekommen, klärte sie mich auf.

Aber wenn man das Stöckchen weit genug wirft und es bereits am Boden liegt, bevor der Hund es erreicht, kann in der Regel nichts passieren.

Doberman-Hunde (Bild: PublicDomainPictures auf Pixabay)

Was Sie mit Hunden nicht machen sollten - Schokolade, Tennisbälle, Kühlwasser aus dem Auto ...

Schokolade beinhaltet Stoffe, die für Hunde giftig sind! Bitte füttern Sie Ihren Hund keinesfalls mit Schokolade! Auch nicht mit Tomaten, sie werden von den Tieren nicht vertragen! Besser auch nicht mit Weintrauben! (Äpfel dagegen sind meist unbedenklich, viele Hunde spielen mit Ihnen und beißen auch gerne hinein. Von leicht fauligen Äpfeln kann ein Hund allerdings leicht Durchfall bekommen!)

(Quelle:http://www.hunde-info.de/schokolade-ist-giftig-fur-hunde-symptome-behandlung-1809.html)

Falls Kühlwasser aus dem Motorraum eines Autos ausläuft - achten Sie darauf, das Ihr Hund nichts davon trinkt, denn es ist giftig für Hunde!

Viele Hundebesitzer lassen ihre Hunde mit Tennisbällen spielen. Hundeexperten raten aus zwei Gründen davon ab: Wenn der Hund längere Zeit auf dem Tennisball herumkaut, kann das Innenmaterial aufplatzen und der Hund verschluckt es. Dies könnte unter anderem einen schweren Darmverschluss zur Folge haben. (Außerdem ist die Oberflächen-Filzbelag eher schlecht für Hundezähne.)

 

Auch die Streunerhilfe e.V. braucht Ihre Unterstützung!

Den Hund an Straßen besser an der Leine führen

Natürlich geht noch besonders vom Straßenverkehr eine große Gefahr für Hunde aus. Es kann schnell passieren, dass ein Hund im unpassenden Moment auf die Straße läuft, zum Beispiel, wenn er einen weiteren Hund auf der anderen Straßenseite sieht. Daher an befahrenen Straßen das Tier bitte immer anleinen!

Bitte erst Spazierengehen, dann Füttern!

Und bitte erst Spazierengehen, dann den Hund Füttern, um eine Magendrehung (besonders bei größeren Hunden) zu vermeiden! Falls Sie den Eindruck haben, dass bei Ihrem Hund eine Magendrehung auftreten sollte, bringen Sie das Tier schnellstmöglich zum Tierarzt!

(Quellen: http://www.hundeseite.de/hundewissen/hundewissen-gesundheit/magendrehung-symptome-ursachen-vorbeugen.html, http://www.planethund.com/erste-hilfe-hund/magendrehung-hunde-2303.html

(Bild: pc2 / Pixabay)

Es gibt sehr viel zu beachten bei Hunden...

Vielleicht konnte ich mit meinem Artikel beitragen, noch mehr Leserinnen und Leser für Hunde aus dem Tierheim zu interessieren!

Vielleicht finden auch Sie einmal Zeit, sich in einem Tierheim umzusehen!

Vielleicht finden Sie dort den passenden Hund - wie Pauli's Frauchen und Herrchen - und sind auch bald der Meinung: Ein Hund aus dem Tierheim - eine gute Idee!

 

Du denkst, Hunde kommen nicht in den Himmel?
Ich sage dir, sie sind lange vor uns dort!
(Robert Louis Stevenson)

Noch eine aktuelle Warnung für Hundefreunde - Vorsicht bei Reisen nach Dänemark!!!

Ohne Sachkenntnis und total willkürlich werden "gefährlich aussehende Hunde" in Dänemark per Gesetz aus dem Jahr 2010 getötet!

Polizisten brauchen dort nicht mal Kenntnis über Hunde zu haben, um einen Hund zu "beschlagnahmen"!!!

Falls Sie einen Urlaub mit Hund in Dänemark gebucht haben, können Sie sicher problemlos stornieren, da alle Reiseveranstalter dafür Verständnis haben!

Dänische Reiseveranstalter haben mannigfache Einbußen hinzunehmen, da sehr viele Urlaubsaufenthalte in Dänemark storniert und abgesagt wurden!

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