Welches Haustier für mein Kind?

Eltern, die weder die Möglichkeit noch die Zeit haben, ihren Kindern einen Hund oder eine Katze zu kaufen, machen sich natürlich erst einmal schlau, welche Tiere für welches Alter geeignet sind. Es gibt genügend Ratgeber, die einem helfen wollen, zum Teil aber die Wahl nur noch schwerer machen.

Fische

Fische sind schön anzusehen, aber für Kinder nicht unbedingt als "Haustiere" geeignet, weil man sie nicht in die Hand nehmen und streicheln kann. Nur füttern können auch kleinere Kinder diese Tiere.

 

Schön anzusehen

Vögel

Vögel sind schon etwas besser, aber sie haben ihren eigenen Willen und wollen nicht unbedingt festgehalten werden. Und der spitze Schnabel ist auch nicht ohne! Für Kinder unter 10 Jahren sind Vögel schön zum Ansehen, aber sie brauchen schon eine gute Anleitung, um mit den Vögeln richtig umzugehen.

Hübsche Wellensittiche

Goldhamster

Goldhamster sind possierliche, zutrauliche Tierchen, die sich gut für Kinder ab etwa 6 Jahren eignen. Allerdings haben sie eine Lebensdauer von ungefähr 2 Jahren – und dann ist der Kummer groß!

Besonders empfohlen wird der Erwerb eines Pärchens, damit die Kinder das Aufwachsen der Hamsterbabies erleben können. Allerdings braucht man dann bald Abnehmer für die jungen Tiere, denn Hamster vermehren sich laufend – auch mit den eigenen Kindern!

Aber sie werden sehr zahm und können richtig gefüttert werden.

Ein süßer Kerl!

Wüstenrennmaus (Gerbil)

Wüstenrennmaus

Ein schlaues Buch empfiehlt Wüstenrennmäuse, "Gerbils" – und zwar auch ein Pärchen. Bei diesen Mäusen soll der Fortpflanzungstrieb vom Instinkt gelenkt werden, und zwar so, dass sie sich nicht mehr fortpflanzen, wenn der Käfig zu klein wird. Sie haben eine Lebenserwartung von 5 bis 6 Jahren, das klingt annehmbar. Mit ihren langen Schwänzen sind diese "Gerbils" allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Aber die Erläuterungen des Autors überzeugten meine Nichte beschloss, ihren Kindern, 6 und 8 Jahre alt, ein Gerbilpärchen zu kaufen. Sie fuhr extra in eine große Zoohandlung in München, um die Tiere und einen geeigneten Käfig zu kaufen.

Ein heller Gerbil

Hurra, wir haben Haustiere!

 Hansi und Susi, das Gerbilpärchen lebt jetzt seit 2 Jahren im Haus meiner Nichte. Die beiden sind nach einigen Wochen relativ zahm geworden, so dass man sie in die Hand nehmen kann.

Nach einem Monat kam der erste Wurf zur Welt, das war ein Ereignis! Vier winzige nackte und blinde Wesen lagen im Nestchen und wurden von den Eltern aufopfernd versorgt. Nach 2 ½ Wochen öffneten sie die Augen und fingen an im ganzen Käfig herumzutapsen. Das war für die Kinder die schönste Zeit.

Ein dunklerer Gerbil

Eigentlich wäre der Käfig jetzt voll gewesen. Aber 2 Monat später kamen wieder 5 Junge zur Welt! Die Versuche der Kinder, den ersten Nachwuchs zu verschenken, scheiterten bis auf 1 Tierchen.

Was war nun mit dem Instinkt?! Warum vermehrten sich die Gerbils ungehemmt weiter – die Jungen wie die Alten?! Diese Tiere wurden nicht mehr zahm, sie fielen übereinander her. Zum Käfigputzen musste man dicke Lederhandschuhe anziehen, weil die Mäuse bissen.

Endlich meldete sich jemand bei meiner Nichte, der Mäuse suchte. Sie gab ihm alle mit, weil man nicht mehr entscheiden konnte, welche Mäuse Susi und Hansi waren.

Die Kinder waren nicht einmal übermäßig traurig, weil man mit den Tierchen nicht mehr hatte spielen können. Allerdings wollten sie nun unbedingt entweder einen Goldhamster oder ein Meerschweinchen haben.

 Erst viel später erfuhr meine Nichte, dass der Abnehmer Schlangen hatte.

Welches Haustier haben euere Kinder ?
DiesUndDas, am 29.02.2012
5 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Bildquelle:
Fotolia.com Datei: #14658901 | Urheber: (Kleine Vogelkunde - heimische Wintervögel erkennen)

Laden ...
Fehler!