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Definition und Symptome

Unter dem Herzinfarkt Myokard- (Muskel) -infarkt versteht man eine Nekrose (Absterben von Gewebe) infolge einer Ischämie (Mangeldurchblutung). Ursache ist der Verschluß einer oder mehrerer Koronaraterien (Herzkranzgefäße), oftmals ausgelöst durch einen Thrombus (Blutgerinsel). Das hinter dem Verschluß gelegene Gebiet wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und stirbt somit ab.

Die Folge eines Herzinfarktes sind unter anderem Herzrhythmusstörungen, diese können tödlich sein, eine Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche), ein kardiogener Schock oder die Beschädigung der Herzklappen.

Ein Myokardinfarkt kann je nach Lage des Verschlusses zu einem Vorder- oder Hinterwandinfarkt führen. Der Hinterwandinfarkt führt in den meisten Fällen zu größeren Problemen. Ein stummer Infarkt (betroffen hiervon sind etwa 20 % aller Infarkte) führt in der Regel zu keinen Schmerzen. Er tritt unter anderem bei Diabetikern oder älteren Menschen auf. Das Schmerzempfinden ist bei diesen Personen herabgesetzt.

Zu den Risikofaktoren zählen Hypertonie (Bluthochdruck), erhöhtes Cholesterin, Arteriosklerose, Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress.

Symtome

Viele Patienten haben langanhaltende und heftige Schmerzen hinter dem Brustbein, die meistens in Arme, Schulterblätter, Rücken oder Unterkiefer ausstrahlen. Unruhe, Todesangst, Übelkeit und Erbrechen sind weitere Indikatoren. Ein kardiogener Schock (Pumpversagen) kann zum Tod des Betroffenen führen.

Änderung des Lebensstils

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit nach dem Infarkt positiv zu gestalten. Dazu ein kleiner Überblick.

Ernährung

Eine gesunde und vollwertige Ernährung stellt eine vernünftige Basis dar. Es ist wichtig, den Fleisch- und Wurstkonsum auf ein Minimum zu beschränken. Diese Lebensmittel enthalten zum Teil gesättige Fettsäuren. Hierdurch wird unter anderem der Cholesterinspiegel in die Höhe getrieben. Ein erhöhter Fettspiegel kann sich widerum negativ auf die Blutgefäße auswirken. Er fördert die Arteriosklerose, somit kann sich erneut ein Gerinsel bilden. Fette sollten bevorzugt als einfach und mehrfach ungesättigt aufgenommen werden. Insbesondere die hier enthaltenen Omega-3-Fettsäuren schützen den Herzmuskel. Einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren finden sich in vielen Pflanzenölen (Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl).

Im weiteren sollte der Verzehr von Obst und Gemüse angehoben werden. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfielt täglich mindestens fünf Portionen. Diese sollten in die Mahlzeiten integriert werden. Obst und Gemüse enthalten große Mengen an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Insbesondere die zu letzt genannten sekundären Pflanzenstoffe können vor freien Radikalen schützen. Diese können im menschlichen Organismus großen Schaden (Zellen bösartig verändern) anrichten.

Eine vollwertige Ernährung muß ausgeglichen sein und sämtliche relevanten Nährstoffe beinhalten. Für weitere Informationen sei auf die Homepage der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) verwiesen.

Bewegung und Entspannung

Ein weiteres Standbein, um einem erneuten Infarkt vorzubeugen, ist die Integration von Bewegung und Entspannung in den Alltag.

Moderate Bewegung ist ein gutes Mittel, den Körper bis in das hohe Alter fit zu halten. Empfehlenswert sind Sportarten wie Nordic-Walking (hier werden durch den Einsatz der Stöcke selbst die Arme in Schwung gehalten), Joggen (da diese Sportart zu einer höheren Pulsfrequenz führt, sollte vor Trainingsbeginn ein Arzt gefragt werden), Radfahren (hier können auch größere Entfernungen zurückgelegt werden) und Schwimmen (eine Sportart, die fit hält und zudem noch Spaß macht).

Die oben genannten Sportarten führen zur Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormonen). Diese machen zufrieden und können sogar Depressionen entgegenwirken.

Entspannung ist in Sachen Infarktprophlaxe ebenfalls ein hervorragendes Instrument. So können Verfahren wie Yoga, Autogenes Training oder Thai Chi Stress abbauen (Stress ist oftmals Auslöser eines Herzinfarktes). Bei Interesse kann man sich zum Beispiel an die örtliche Volkshochschule wenden. Viele Krankenkassen geben bei einer Kursbelegung einen finanziellen Zuschuß.

Naturheilkunde

Die Naturheilkunde läßt sich ebenfalls gut in einen infarktfreundlichen Alltag integrieren. Erwähnenswert sind zum Beispiel Therapieverfahren nach Pfarrer Kneipp. So halten wechselwarme Duschbäder den Kreislauf in Schwung, auf- und absteigende Armbäder sorgen für eine bessere Durchblutung der oberen Körperteile. Vor Einsatz dieser Maßnahmen ist unbedingt eine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker erforderlich.

Aus dem Bereich der Phytotherapie sind Weißdornpräparate empfehlenswert. Diese haben einen positiven Einfluß auf die Herzdurchblutung und Herzleistung.

An homöopathischen Mitteln sind Ammonium carbonicum und Arsenicum album empfehlenswert.

berufliche Integration

Viele Patienten müssen nach einem Herzinfarkt und oftmals langer Rehabilationsphase kürzer treten, daß heißt, sie sind nicht mehr in der Lage im Berufsleben die volle Leistung zu erbringen.

Stress im Arbeitsleben ist nach einem Herzinfarkt kontraproduktiv und sollte vermieden werden.  Man sollte mit seinem Vorgesetzten und Arbeitskollegen über diese Thematik sprechen. Auch eine Selbsthilfegruppe kann hier behilflich sein. Notfalls ist an eine Umschulung zu denken.

weitere interessante Links zum Thema Gesundheit und Herzinfarkt

http://www.netdoktor.de/

Ashlie, am 01.08.2011
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Autor seit 5 Jahren
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