Meine Überlegungen zum Thema "Sport"

Wie fit bleiben oder werden? Welche Körperpartien brauchen überhaupt mehr Muskeln? Wo sind die eigenen Schwachstellen? Was sind die gängigen Sportarten?

Joggen mag nicht jeder und ich auch nicht. Reiten ist am schönsten, aber es fehlt ein Pferd oder eine geeignete Reitmöglichkeit in der Nähe.

Offensichtlich besuchen viele Mitmenschen mehr oder weniger regelmäßig Fitnesscenter. Für mich ist das leider nichts, denn erstens sind alle weiter weg und zweitens kann ich "regelmäßig" in meinem Alltag nicht sehen.

Fahrrad fahren wäre sicherlich nicht schlecht. Nur, auf unserer Straße fahren so einige Autofahrer, die Radfahrer nicht als gleichwertige Verkehrsteilnehmer betrachten. Das Fahrrad ins Auto laden, um damit gechillt durch den nahe gelegenen Naturpark Ria Formosa zu radeln, käme mir wie Verrat an unserem Galgo Buddy vor. Der sitzt dann zu Hause und Frauchen radelt durch die Natur. Und die Variante "Hund neben Rad" geht bei uns nicht, denn der Hund ist ein Findlingshund und etwas kompliziert.

Aber es gibt bestimmt irgendwo Kurse für Rückenschule. Das wäre toll, wenn ich da nicht pünktlich auf der Matte stehen müsste und vielleicht muss dann gerade zu dieser Zeit eine Katze zum Tierarzt oder irgendein anderer Termin rutscht dazwischen. Das kann man schließlich nie wissen. Ganz zu schweigen von dem inneren Schweinehund, der garantiert 20 mögliche Ausreden findet, um genau diesen Termin nicht einhalten zu können, wie z.B.: "Schmerzt nicht der Hals? Das könnte eine beginnende Halsentzündung sein und das kann eine ausgewachsene Erkältung werden, ist es da ratsam das Haus zu verlassen?"

Es bleibt eigentlich nur noch die Fitness im eigenen Haus. Doch welche? Freunde und Bekannte zu interviewen bringt zumindest einige Ideen zutage: manche schwören auf Joga und sind nach jahrelangem Üben schon sehr weit damit, mit der Betonung auf "jahrelangem Üben". Und da gibt es doch noch "Entspannen mit Feldenkrais". Das mochte ich früher sehr, doch Hand aufs Herz, macht all das alleine zuhause Spaß? Eine boshafte innere Stimme flüstert mir zu: "wenn Du genügend Selbstdisziplin hättest und Deine Motivation hoch genug wäre, dann schon." Ich beschließe das zu überhören und denke weiter nach.

Wie wäre es mit einem Trimm Dich Rad? Das steht dann real und analog da und ist eigentlich nur schwer zu übersehen.

Für was sind Trimm Dich Fahrräder eigentlich gut?

Bei regelmäßiger Benutzung wird auf alle Fälle die Ausdauer trainiert im Sinne eines Herz-Kreislauf-oder Kardio-Trainings und das ist sicherlich sinnvoll im Hinblick "gesund und fit alt werden".

Als Faustregel gilt: wird ein höherer Trittwiderstand eingestellt und muss deshalb mit etwas mehr Anstrengung geradelt werden, hilft das Training eher für die Verbesserung der Muskeln von Beinen, Po, Oberschenkel, Armen und sogar etwas der Bauch- und Rückenmuskulatur. Das Gleiche gilt natürlich für den netten Nebeneffekt des Kalorienverbrennens. Je anstrengender und intensiver geradelt wird, umso mehr Kalorien werden verbraucht.

Ein Kardiotraining (Herz- Kreislauftraining) ist dagegen mehr ein Ausdauertraining mit einem nicht zu hoch eingestellten Widerstand, das längere Zeit ohne größere Anstrengung durchgeführt werden kann.

Bei Arthrose sollte folgendes beachtet werden: eine schnellere Trittfolge mit nur mäßigem Kraftaufwand ist besser, weil so die Gelenke und Muskeln nicht überbelastet werden. Dazu wird ein geringerer Widerstand eingestellt und geradelt werden sollte nur in schmerzfreien Phasen. Fahrradfahren ist gut geeignet bei Arthrose, weil es gelenkschonend ist, denn das Körpergewicht wird größtenteils vom Fahrradsattel unterstützt und die Kniegelenke sind weniger belastet als bei anderen Trainingsarten, wie beispielsweise Joggen.

Ich kenne das Argument, dass dieses Training langweilig ist und das Trimm Dich Fahrrad in vielen Fällen kaum benutzt wird. Das sollte wohl jeder selbst herausfinden. Am besten probiert man es vorher aus, um sicher zu gehen, dass man das richtige Trainingsgerät und dann das richtige Modell kauft und sich mit beidem wohlfühlt. Ausprobieren ist sicherlich möglich bei Freunden, die schon eins haben, oder bei einer Schnupperstunde in einem Fitnesscenter oder einfach direkt im Laden.

Die Qual der Wahl

Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Modellen von Trimm Dich Rädern, von einfach und preiswert bis technisch gut ausgerüstet und weniger preiswert. Die einfachere Ausführung heißt "Heimtrainer" oder "Hometrainer" und wird empfohlen, um Kondition zu halten oder aufzubauen. Die technisch besser ausgestatteten Modelle sind die "Ergometer". Dann gibt es noch "Fitness Indoor Fahrräder" oder "Sitzergometer", die das Fahrradfahren auf der Straße simulieren, für leidenschaftliche Fahrradfahrer, die nicht das Training unterbrechen wollen, wenn das Wetter draußen zu schlecht ist. Eine Alternative zu diesen "Sitzergometern" sind "Rollentrainer", die aus dem eigenen Straßenfahrrad ein Trimmrad machen, dabei werden die Räder in einem Gestell eingespannt und fahren sozusagen auf der Stelle. Auch hier werden unterschiedliche Ausführungen angeboten.

Was ist ein Heimtrainer und was ist ein Ergometer?

Ein Heimtrainer ist einfach ausgerüstet mit Grundfunktionen und der Trainingsfortschritt kann nur anhand von Schätzwerten abgelesen werden, meistens hinsichtlich Trainingszeit, Distanz, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch. Auch die Einstellung der Widerstandsstufen, mit denen man tritt, muss manuell durchgeführt werden.

Ein Ergometer dagegen ist mit einem Stromkabel verbunden und wird computer- und motorgesteuert, der gewünschte Widerstand kann in Wattzahlen genau vorher eingegeben werden. Und natürlich hat man hier wesentlich mehr verschiedene Einstellungen zur Auswahl. Manche verfügen nicht nur über einen Trainingscomputer, sondern können auch mit dem eigenen Tablet verbunden werden. Neben besserer Anzeige und besseren Analysen kann man sich so das Training kurzweiliger gestalten mit seinem persönlichen Unterhaltungsprogramm.

Obwohl beide Geräte im Grunde genommen die Herz- und Kreislauffunktion unterstützen, ist ein Ergometer besser dafür geeignet, wenn man den Schwerpunkt des Trainings darauf ausrichtet. Sowohl Heimtrainer- als auch Ergometertraining ist ein Ausdauersport.

Bei beiden Geräten gilt jedoch: es muss erst einmal eine Zeit lang regelmäßig trainiert werden, bevor sich erste Erfolge einstellen, wie eine bessere Kondition, die sich auch darin äußert weniger aus der Puste zu geraten nach körperlichen Anstrengungen und ein verbesserter Pulsschlag im Ruhezustand. Es wird empfohlen 30 bis 45 Minuten zwei- bis dreimal pro Woche zu radeln, dann können erste körperliche Verbesserungen nach vier Wochen festgestellt werden.

Autor seit 8 Jahren
101 Seiten
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