Alltagstaugliche Tipps bei Kniearthrose

  • Bewegung ist das A und O bei Arthrose. Bewegung fördert die Durchblutung der Gelenke und verhindert, dass sie steif werden. Erst richtige Bewegung der Gelenke führt zur Bildung von Gelenkflüssigkeit. Empfohlen werden Sportarten, die die Gelenke bewegen, aber nicht belasten wie beispielsweise Schwimmen und Radfahren. Mit weniger Aufwand verbunden, aber trotzdem sehr effektiv ist "Beine baumeln lassen": sich mit geradem Rücken auf eine erhöhte Unterlage setzen und die Beine frei schwingen lassen, soweit, solange und so gut es geht.
  • Äußerlich angewendet sind Kältegel, Arnikasalbe und Pferdebalsam ebenfalls durchblutungsfördernd - was Pferden hilft, ist auch gut für den Menschen. Apropos Pferde, als meine Pferde Anzeichen einer beginnenden Arthrose zeigten, habe ich sie über Bodenstangen gehen lassen. Sie wurden so trainiert ihre Beine etwas mehr zu heben und das hat ihnen sehr gut getan. Auch Menschen mit leichter Kniearthrose sollten darauf achten, nicht in einen Schlurfgang zu verfallen, um die Gelenke zu schonen, sondern im Gegenteil, wann immer möglich, die Beine beim Gehen bewusst etwas höher heben.
  • Wenn die Knorpelschicht in den Kniegelenken zu dünn ist, wirkt sie nicht mehr optimal als Stoßdämpfer. Deshalb wird das Tragen von Schuhen mit Sohlen empfohlen, die Stöße abfangen können. Viele Outdoor-Schuhe und Sandalen erfüllen diese Anforderung.
  • Morgens auf nüchternen Magen ein Glas möglichst warmes Wasser trinken, das kurbelt den Darm an und entschlackt.
  • Falls vorhanden, Übergewicht versuchen zu reduzieren, um die Gelenke zu entlasten. Außerdem führt eine Fettreduzierung vermutlich zu einem Rückgang der Entzündungsstoffe im Körper.

Was ist zu beachten bei einer arthrosefreundlichen Ernährung?

Bei schweren Fällen von Arthrose und wenn eine Übersäuerung des Körpers als Ursache herausgefunden wurde, wird eine rigorose Ernährungsumstellung empfohlen. In den ersten Wochen ist das eine basische, vegane und glutenfreie Ernährung, die später erst wieder etwas aufgelockert werden sollte. Eine geeignete Ernährung kann den Abbauprozess des Knorpels auf alle Fälle bei einer ruhenden oder leichteren Arthrose verlangsamen.
Wichtig ist es, den Körper zu entgiften und zu entschlacken. Dazu viel Kräutertee und stilles Wasser über den Tag hinweg verteilt trinken, um die Nieren anzuregen und Schlacken auszuschwemmen. Weitere Giftstoffe sollen natürlich nicht aufgenommen werden, von daher Alkohol, Kaffee, schwarzen Tee und Zucker meiden!
Gute Lebensmittel bei Arthrose sind:
Hirse und Quinoa. Hirse liefert viel Silicium, das für den Aufbau von Knorpelmasse gut ist.
Amaranth. Es beinhaltet viel Magnesium, Calcium und Eisen.
Bei Arthrose muss unbedingt die Aufnahme von Antioxidantien verbessert werden. Antioxidantien schützen die Gelenke, indem sie freie Radikale neutralisieren, die andernfalls den Knorpel schädigen können. Viele Vitamine (vor allem Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C) und manche Spurenelemente (Selen und Kupfer) liefern Antioxidantien. Die meisten Antioxidantien haben jedoch sekundäre Pflanzenstoffe, die in Salaten, Früchten und Gemüsen zu finden sind und deshalb täglich auf den Speiseplan gehören.
Weißmehl soweit wie möglich meiden, Vollkornbrot anstelle von Weißbrot essen und dann optimalerweise mit pflanzlichen Brotaufstrichen. Auf Platz 1 der Positivliste steht ein möglichst weizenfreies Vollkornbrot aus Dinkel oder Roggen oder noch besser auch noch ein glutenfreies Brot aus Hirse oder Buchweizen.
Zucker sollte soweit wie möglich vom Speiseplan gestrichen werden. Bei Heißhunger auf Süßes auf Trockenfrüchten zurückgreifen oder auf einen zuckerfreien Energieriegel. Als Süßmittel eignen sich Steviaprodukte oder Xylit.
Weitere "gute" Lebensmittel bei Arthrose sind Kartoffeln, Dinkel, Naturreis und einige Fische (u.a. wegen der Omega 3 Fette) Forelle, Kabeljau, Heilbutt, Makrele und Sardinen mitsamt den Gräten. Zum Kochen am besten kaltgepresste Öle verwenden: Olivenöl, Sesamöl, Distelöl oder Walnussöl.
Kaffee und Schwarztee sollten ebenfalls vom Speiseplan verschwinden und können durch Getreide- oder Lupinenkaffee und grünen Tee ersetzt werden. Richtig fit macht übrigens ein Tee aus Rosmarinnadeln.

Wirken sich Gelatine, Sülze und Gummibärchen positiv aus auf Gelenke und Knochen?

Die Antwort lautet "ja". Gelatine besteht fast nur aus Eiweiß tierischen Ursprungs und etwas Wasser. Die Aminosäurenzusammensetzung von Gelatine ist der des Gelenkknorpels sehr ähnlich. Ist noch eine Knorpelschicht vorhanden, kann regelmäßiges Essen von Gelatineprodukten einen weiteren Abbau verhindern und den Knorpel sogar regenerieren helfen. Tipp: 10 g Gelatine täglich. Da Zucker aber wiederum schädlich ist, darf Gelatine nicht in Zusammenhang mit zu viel Zucker und Kalorien gegessen werden. Wer sich Wackelpeter aus dem Päckchen anrühren möchte, sollte ein Light-Produkt anrühren, das mit Süßstoff gesüßt ist oder ein Fertigpulver wählen, in dem noch kein Zucker zugesetzt ist. Besser ist es sicherlich einen Wackelpudding selbst herzustellen aus ungesüßtem Fruchtsaft und aufgelöster Blattgelatine. Praktisch und schnell ist es, Blattgelatine in kaltem Wasser einzuweichen, danach unter ständigem Rühren zu erwärmen, in Fruchtsaft einzurühren und zu trinken.

 

Hilfen aus der Natur bei Arthrose

Es ist wichtig, den Körper zu entschlacken und die Gelenke zu unterstützen.
Das grünlippige Muschelschalenextrakt hat sich u.a. bewährt. Die Grünlipp-Muschel liefert Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und außerdem auch viele Glucosamine, die zur Bildung und Nährstoffversorgung von Gelenkschmiere beitragen. Die Gleitfähigkeit der Gelenke bleibt dadurch erhalten.
Algen beinhalten sehr viele Mineralien und Spurenelemente.
Was wirkt entzündungshemmend?
Brennnesseln hemmen die Bildung von Entzündungen, verringern dadurch Schmerzen und verbessern die Beweglichkeit der Gelenke. Und sie haben mit ihren vielen Mineralien und Vitaminen eine entsäuernde Wirkung. Brennnesseln als Tee zubereiten: 2 Teelöffel getrocknete Brennnessel mit ½ l kochendem Wasser aufgießen und 5 Minuten lang ziehen lassen. Diesen Tee über den Tag hinweg tassenweise trinken. Frische Brennnesseln können auch als Gemüse zubereitet oder frisch gegessen werden, bis zu 50 g frische Brennnessel täglich werden empfohlen.
Entzündungshemmend bei einem akuten Athroseschub wirken auch die Teufelskralle mit ihren vielen Mineral- und Bitterstoffen und die Weidenrinde. Wer einen Weidenrindentee selbst machen möchte, nimmt dazu einen Teelöffel Weidenrinde, gießt mit 250 ml Wasser auf und lässt alles 10 Minuten lang köcheln.
Grüner Tee wirkt entzündungshemmend.
Entzündungshemmende Kräuter und Gewürze sind: Kurkuma, Ingwer, Chili, Zimt, Petersilie, Fenchel, Kreuzkümmel, Minze, Kerbel, Oregano, Dill, Anis, Rosmarin, Thymian, Koriander und Majoran. Sie sollten möglichst oft und gern auch in Kombination untereinander in der Küche zum Einsatz kommen. Manche davon als Teezubereitungen und andere um das Essen zu würzen. Lecker schmeckt beispielsweise eine warme Sojamilch, gewürzt mit Kurkuma, Zimt, einer Prise Chili und mit Honig gesüßt. Kreativität angepasst an den eigenen Geschmack ist hier gefragt.

Arnika wird äußerlich angewendet bei Arthrose als Salbe, Öl oder Tinktur.

Was wirkt durchblutend und wärmend?
Rosmarin wird als Stärkungsmittel bei Gelenkerkrankungen eingesetzt und ersetzt Kaffee! Morgens und mittags getrunken macht er richtig munter (1 Teelöffel Rosmarin mit 500ml heißem Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen.)

Ein Massageöl aus Olivenöl, Rosmarin und Wacholder wärmt die Gelenke und verringert Schmerzen. Dazu 3 EL Wacholderbeeren zerquetschen, mit 2 TL Rosmarinnadeln mischen und mit 250 ml Olivenöl aufgießen. Alles vier Wochen lang an einem hellen Ort stehen lassen, dabei täglich umrühren oder umschütteln. Danach absieben und die betroffenen Gelenke täglich damit massieren oder das Öl mit in warmes Badewasser zugeben.
Weitere nützliche Kräuter gegen Arthrose:
Ackerschachtelhalm und Zinnkraut als Teezubereitung.

Hilfreiches bei Knie-Arthrose
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