Von der Gesundheit.........

Jung, dynamisch und schön, mit durch-trainiertem Körper. Wer von uns möchte nicht so aussehen. Die Werbung versucht zusätzlich, uns dies zu vermitteln. Sieht man mal - eher selten - ältere Menschen in ihr, so erscheinen diese auch noch meist sehr potent, oder falls mal nicht, lässt sich der Zustand durch ein entsprechendes (Hilfs) Mittel doch angeblich schnell verbessern, so dass man wieder vorzeigbar und damit "gesund" erscheint.

Gesund sein bedeutet für mich Einklang von Geist, Körper und Seele. Alles gehört zusammen und sollte (Idealzustand) miteinander harmonieren. Dazu gehört natürlich auch das entsprechende Geld, um den Körper zu erhalten (um Lebensmittel zu kaufen und Kleidung) und auch ein gesunder Geist und die entsprechende Seele.

Wer sich also jeden Tag bei der Arbeit durchsetzten (durchboxen) muß und / oder gemobbt wird, wird in dieser Hinsicht also wohl kaum völlig gesund sein. Man sieht hier schon, dass das Ganze in Arbeit, auch an sich selber ausartet.

Heilpraktiker, Gesundheits, - und Ernährungsberater und / oder auch Ärzte raten zu vollwertiger Ernährung mit entsprechenden Getreidesorten und Gemüsen und / oder zu Zusatzstoffen in Pillenform, die einem alles geben sollen, was ein gesunder, leistungsfähiger Körper braucht.

Fakt ist auch, dass es bei uns - noch - reichlich zu essen gibt, trotzdem lässt der Ernährungszustand vieler Menschen, gerade in unserer zivilisierten Welt - sehr zu wünschen übrig. Wir werden immer dicker, bewegungsunfähiger (oder genau das Gegenteil, durch Sportfreaks, die alles im Übermaß  betreiben und damit ihre Gelenke ruinieren können) und durch häufig krasse Dogmen " Ich ess nur dass, was gesund ist" oder " Ich ess nur dass, weil es kein Körnerfutter ist" geistig immer unbeweglicher.

Wie sollte gesunde Ernährung aussehen und / oder was braucht unser Körper zum Leben?

Kohlenhydrate, sollten den größten Anteil in unserer Ernährung darstellen, das bedeutet, sie sollten einen Teil von 55 bis 60 Prozent einnehmen.

Drunter fallen viele Getreide, wie Reis, Dinkel, Roggen, Weizen, Mais, Hirse, also auch Brot, Kuchen usw. Aber auch Kartoffeln, Rüben und Nudeln.

Der Fett Anteil in der Ernährung sollte 25 - 30 Prozent betragen. Meist ist er bei uns jedoch sehr viel höher, zum Teil durch die versteckten Fette in Wurst, Fritten usw.

Wir unterscheiden die gesättigten Fett Säuren aus tierischen Fetten, die einen Anstieg des Blut Fett Spiegels bewirken können.

Hier sollte auf die einfach und mehrfach ungesättigten Fett Säuren, die zum Beispiel in Pflanzenölen enthalten sind, geachtet werden. Sie haben die Möglichkeit, eine Senkung des Blut Fett Spiegels zu bewirken und so einigen Erkrankungen entgegen zu wirken.

Zu guter Letzt benötigt der menschliche Körper die essentiellen, mehrfach ungesättigten Fett Säuren. Diese Fette müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und sind lebenswichtig für den Körper, da sie für die Herstellung Hormon ähnlicher Substanzen benötigt werden.

Eiweiße sind sogenannte Aufbaustoffe. Sie setzten sich aus zwanzig Aminosäuren zusammen, von denen acht essentiell, also lebenswichtig sind. Der Eiweiß Anteil in der Ernährung sollte 10 - 15 Prozent betragen.

Eigene Erfahrungen........................!

Auf dem Land aufgewachsen, mit eigenem Garten und einer doch recht pflanzen-kundigen Mutter war meine eigene Ernährung, denke ich jedenfalls zurückblickend, ganz gut. Geboren wurde ich 1960.

Süßigkeiten liebte ich von frühester Kindheit an, bekam auch reichlich von meiner Oma, die ihr Enkelkind ja verwöhnen wollte.

Mit "gesunder Ernährung" im Sinne von Bio Kochbüchern und Lebensweisheiten der unterschiedlichsten Vertreter biologischer Denkweisen dieser Zeit begann ich mich auseinander zu setzen, als ich 1984 zum ersten mal schwanger wurde.

Mein Kind sollte biologisch und dynamisch ernährt werden - kein Frage. Ich stellte um, kochte und bruzelte. Eine Getreidemühle musste her - die hab ich übrigens noch bis heute und sie ist immer noch voll Funktions fähig! Es folgte mein zweites Kind und weitere Energien und zeitaufwendigen Kochereien.

Als mein erstes Kind laufen konnte, ging es häufiger nach dem Essen bei mir zur Oma hinauf, um dort "Ess Technisch" nachzuschaufeln. Mein Mann war auch wenig von meiner Küche beglückt.

Ich begann nachzudenken und die Seile ein wenig lockerer zu lassen. Einiges schmeckte mir auch nicht wirklich und der "Genuss" - die Seele will ja auch leben.

Es folgte also eine Querbeet Zeit - gemischtes - mal gesund, mal weniger.

Als meine älteste Tochter 14 Jahre alt wurde, wurde im Schulunterricht "Tierhaltung" durch genommen, mit der Mitteilung: " Ich ess jetzt kein Fleisch mehr". Die kleine Tochter folgte geistig selbstverständlich der Großen und unsere Ernährung stellte sich für die nächsten fünf Jahre auf völlig "Fleischlos" ein.

Hier sind gute Getreidekombinationen von Nöten, da Vitamin B12 - Lebenswichtig! - hautsächlich in Fleisch enthalten ist.

Irgendwann begann eine "Gier" bei uns nach Fleisch. Das erschütterte mich ganz besonders bei mir, da ich eigentlich nie ein großer Fleischesser war. Aber offensichtlich fehlte meinem Körper etwas, da er danach lechzte.

Die Kinder zogen nach und nach aus, sind inzwischen erwachsen und eigenständig und wir essen teils Bio Fleisch, teils gar kein Fleisch.

Meine Kinder haben aus meiner doch recht freien Erziehung eine Menge mitgenommen und ernähren sich auch ausgewogen mit Kräutern und Bioprodukten, allerdings ohne Zwänge.

Jedem steht morgen frei, sich anders zu ernähren, wenn Ihnen danach sein sollte und für meine Begriffe sollte das auch genauso sein.

Auch bei meinen Kräuterführungen versuche ich den Teilnehmern immer zu vermitteln, dass sie sich langsam und ohne Druck auf eine neue "Zusatz" Ernährung mit wilden und ursprünglichen Pflanzen einlassen sollen. Es geht hier nicht darum, von heut auf morgen alles auf Wildpflanzen umzustellen und sich nur noch davon zu ernähren. Damit kommt ein an reine Zivilisationskost gewöhnter Körper überhaupt nicht klar, er sollte sich erst mal ganz langsam auf eine solche Veränderung einstellen können.

Für mich ist jeder Zwang und / oder jedes dogmatische Handeln einfach nicht richtig und damit (fast immer) problematisch.

Vennhexe, am 30.03.2013
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