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Definition

Erkältungskrankheiten erwischen uns mindestens vier bis fünfmal im Jahr (statistischer Mittelwert). Kinder sind noch stärker betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht optimal arbeitet. Erkältungkrankheiten sind nicht mit der echten Grippe zu verwechseln. Hierbei handelt es sich um eine ernsthafte Krankheit. Dagegen ist ein grippaler Infekt in der Regel eine harmlose Erscheinung. Schlechtes Allgemeinbefinden, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Husten und Schnupfen sind die Hauptsymptome. Übertragen wird dieses Krankheitsbild von Viren. Durch Tröpfcheninfektion (Anhusten/gegenseitiges Berühren) werden diese von Mensch zu Mensch weitergegeben. Die Inkubationszeit (Übertragszeit) beträgt in der Regel nur ein bis drei Tage.

Bevor es zum Ausbruch der Krankheit kommt, wird die körpereigene Abwehr in Gang gesetzt. So werden die Viren bereits im Ansatz vernichtet. Zum Ausbruch eines grippalen Infektes kommt es erst bei einer Abwehrschwäche des Immunsystems. Dafür gibt es viele Gründe. Kalte Füsse und naßkaltes Wetter führen zum Beispiel zu einer schlechten Durchblutung der  Schleimhäute. Trockene Heizungsluft und Zigarettenrauch trocknen die Schleimhäute aus. Antibiotika können die Aktivität des Immunsystems unterdrücken.

Rhinitis

Eine  Rhinitis (Schnupfen) ist  lästige Krankheit.  Unterschieden werden vier verschiedene Arten von Rhinitis (akute-, chronische-, allergische und vasomotorische Rhinitis). Im Rahmen eines grippalen Infektes wird hier von einer aktuten Rhinitis gesprochen. Unter diesem Krankheitsbild versteht man einen  Katarrh der Nasenschleimhaut mit Niesreiz und Brennen. Das Sekret ist anfangs wäßrig, später mit dem Abklingen der Symptomatik wechselt die Farbe zu gelbgrün. Die Nasenatmung ist behindert, Symptome wie Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen treten häufig auf. Im 'Normalfall verschwindet eine akute Rhinitis innerhalb von einer Woche. Komplikationen wie ein Verschleppen der Symptomatik auf andere Organe sind selten.  

Husten und Bronchitis

Husten, der medizinisch auch Tussis genannt wird, ist eine unangenehme Begleiterscheinung im Rahmen eines grippalen Infekts. Am Anfang steht der trockene Reizhusten. Später kommt es zum verschleimten Husten (produktiver Husten). Beim Abhusten wird der Schleim teilweise gelöst und kann somit auf andere Personen übertragen werden.

Ein Reizhusten sollte maximal eine Woche, ein produktiver Husten höchstens zwei Wochen andauern. Ansonsten ist unbedingt ein Arztbesuch anzuraten. Festsitzender Schleim stellt einen Nährboden für Bakterien dar. Daraus kann sich zum Beispiel eine Nebenhöhlenentzündung entwickeln. Ein gelblich verfärbter Auswurf kann auf eine solche Entwicklung hindeuten.

Unter einer Bronchitis versteht man eine Entzündung der Bronchien. Diese tritt schwerpunktmäßig in den Herbst- und Wintermonaten auf. Es handelt sich in der Regel um eine Erkältung, die sich nach unten ausweitet.  Schlechtes Allgemeinbefinden, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und manchmal auch Brustschmerzen können Indikatoren für eine Bronchitis sein.

Nasennebenhöhlenentzündung

Die Nasennebenhöhlenentzündung, medizinisch Sinusitis genannt, ist eine bakterielle Entzündung der Nebenhöhlenschleimhäute. Diese kann die Folge eines verschleppten grippalen Infektes sein. Unterschieden wird  eine akute und chronische Form. Die akute Sinusitis zeigt eine unterschiedliche Symptomatik. Ist zum Beispiel die Stirnhöhle betroffen, führt dieses zu Schmerzen in der Augenregion, ist die Kiefernhöhle entzündet, können Schmerzen in der Schläfenregion auftreten. In Deutschland sind jährlich rund sechs Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Eine Sinusitis kann unbehandelt chronisch werden. Der Körper wird geschwächt, es können gefährliche Komplikationen wie eine Hirnhautentzündung entstehen.

Eukalyptus

Darstellung der wichtigsten Heilpflanzen

Der Arznei-Efeu Hedera helix gehört heutzutage  zu den besten pflanzlichen Mitteln bei Atemwegserkrankungen. Die Heilwirkung der Pflanze war schon vor 2500 Jahren (Hippokrates) bekannt, ab dem 16. Jahrhundert fand diese bei Entzündungen der Atemwege Verwendung.  Der Hauptwirkstoff im Efeu sind die Saponine. Dieser Wirkstoff setzt die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten herab. Saponine lösen den zähen Schleim in den Bronchien und verflüssigen ihn. So kann das Sekret besser abgehustet werden. Im weiteren wird das Flimmerepithel in den Bronchien angeregt. Der Arznei-Efeu wird in der Regel als Fertigpräparat verabreicht.

Thymian Thymus vulgaris

Der Thymian ist in erster Linie als aromatische Gewürzpflanze bekannt. Thymus vulgaris ist allerdings auch eine wichtige Arzneipflanze. Bewährt hat sich diese Pflanze vor allem bei Husten und sonstigen Atemwegserkrankungen. Aus den Blättern und Blüten werden die beiden Wirkstoffe Thymol und Carvacrol gewonnen. Hierbei handelt es sich um ein ätherisches Öl. Thymianöl löst den Schleim in den Atemwegen, wirkt entkrampfend auf die Bronchien und hemmt im weiteren das Wachstum von Bakterien. Zusätzlich werden die Flimmerhärchen angeregt. Thymian kann auch äußerlich (Einreiben auf der Hautoberfläche) angewendet werden. Erwerben lassen sich thymianhaltige Produkte als Fertigpräparat und als Tee.

Isländisch Moos Cetraria isladica

Isländisch Moos ist eigentlich kein Moos, sondern eine schleimhaltige Flechte. Der Ursprung der Pflanze stammt aus Island, daher der Name Isländisch Moos. An relevanten Inhaltsstoffen enthält die Pflanze in erster Linie wasserlösliche Schleimstoffe. Diese legen sich beim Einnehmen der Medikation als natürlicher Schutz auf die Schleimhäute von Hals und Rachen. So werden diese Flächen gegen trockene und schadstoffhaltige Atemluft geschützt. Besonders gut wirkt Cetraria isladica gegen trockenen Reizhusten. Fertigpräparate gibt es in Form von Pastillen. Auch Kinder vertragen diese Medikation hervorragend.

Eukalytus Eucalyptus globulus

Der Eucalyptus ist bei Erkältungskranheiten eine hervorragende Heilpflanze. Insbesondere die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle wirken auswurffördernd und sekretlösend. Der Wirkstoff Cineol wirkt zusätzlich entzündungshemmend und stellt eine Waffe gegen Bakterien und Viren dar. Eucalyptus globulus kann auch ausschließlich als ätherisches Öl angewendet werden. Wird dieses Öl äußerlich angewendet, wirkt es auf die Haut leicht durchblutungsfördernd. Eucalyptusöl darf allerdings nicht bei Babys und Kleinkindern angewendet werden. Hier besteht die Möglichkeit einer allergischen Reaktion. Überwiegend wird Eucalyptus als Fertigpräparat in den Handel gebracht.

Spitzwegerich Plantago lanceolata

Der Spitzwegerich enthält an Wirkstoffen in erster Linie Schleimstoffe. Auch diese Pflanze hat reizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Spitzwegerichprodukte lassen sich als Frischpflanzenpresssaft und als speziellen Hustensaft erwerben. Diese Präparate sind hervorragend für Kinder (ab drei Jahren) geeignet.

Königskerze Verbascum densiflorum

Die Königskerze hat ihren Namen auf Grund ihres gelben Fruchtstandes. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zwei Metern. An relevanten Inhaltsstoffen enthält Verbascum Saponine und Schleimstoffe. Somit hat auch diese Pflanze sekret- und auswurffördernde Eigenschaften.. Sie kann sowohl bei trockenen und produktiven Husten eingesetzt werden. Auch diese Heilpflanze ist für Kinder geeignet. Erwerben kann man diese Pflanze als Fertigpräparat oder als Tee.

Indianischer Wasserdost Eupatorium perfoliatum

Der Indianische Wasserdost hat seinen Ursprung in der indianischen Volksmedizin. Die Pflanze hat ein hohes "antiinfektives" Wirkspektrum. Die Inhaltsstoffe (ätherische Öle, Saponine) wirken fast gleichzeitig gegen alle Symptome wie Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Das Arzneimittel wird gut vertragen und kann ebenfalls bei Kindern eingesetzt werden.

Melisse Melissa officinalis

Die Heilkraft von Melissa officinalis ist schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt. An Wirkstoffen hat die Melisse in erster Linie ätherische Öle. Diese befinden sich in den Blättern der Pflanze. Die speziell für die Phytotherapie entwickelte Kloster-Melisse hat einen noch höheren Anteil an diesen Ölen. Hierbei handelt es sich um Terpene. Diese haben beruhigende und entkrampfende Eigenschaften. Im weiteren sorgt die Kloster-Melisse für einen erholsamen Schlaf.  Für Kinder ist der Einsatz dieser Pflanze nicht  empfehlenswert. Einige Präparate können Alkohol enthalten.      

Melisse

Ashlie, am 02.07.2011
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Autor seit 5 Jahren
211 Seiten
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