Smoothies
Smoothies allerorten

Smoothies allerorten (Bild: shutterstock)

Nichts geht mehr ohne Smothies

Kleine Geschichte der Smoothies

"Smoothies sind nachgerade zu einer Ernährungsmodemasche weltweit geworden, von Kindern bis zu erwachsenen Gesundheitsfanatikern", das schrieb die Euroweeklynews im Juni. Dem ist nichts hinzuzufügen, vielleicht allenfalls die Geschichte dieser Art Cocktails, die so jung gar nicht sind.

Ein Laden für gesunde Lebensmittel an der Westküste der Vereinigten Staaten begann in den späten 30er Jahren des 20. Jahrhunderts pürierte Früchte zu verkaufen. Dies wurde schnell zu einem Trend, nach Hinzufügen von mehr Flüssigkeit nahm man diese auch mit nach Hause. Rezepte dazu wurden in den Kochbüchern immer mehr verbreitet. Der populärste Drink dieser Art wurde der mit Bananen und Ananas.

Ab in den Mixer

In den 60er Jahren trat der Mixer seinen Siegeszug an, und in den 70ern wurde Eis hinzugefügt, was dem Smoothie zu seinem typisch matschigen Aussehen verhalf. Seit den 90er Jahren wurden vor allem in Kalifornien Smoothies überall von Cafés bis Supermärkten angeboten.

Bei uns nahmen sich die Eisdielen dieser erfrischenden Getränkeart an, doch heute sind entsprechende Safttheken, ja Smoothieläden mit fast unendlichen Kombinationsmöglichkeiten aus dem Boden geschossen. Wobei besonders grüne Smoothies aus Gemüsearten oder aus Gemüse mit Obst "in" geworden sind. Gerne wird auch Sojamilch oder Joghurt beigemischt.

Der Rezepte- und Kombinationsvielfalt sind wie gesagt keine Grenzen gesetzt. Wer viel

  • Vitamin C tanken will, der verwendet Stachelbeeren, Himbeeren oder Blaubeeren, gerne auch mit grünem Tee im Inhalt.
  • Wer auf Proteine Wert legt, mixt mit Mandeln, Walnüssen, Cashewkernen.
  • Wenn es schnelle Hirnnahrung sei soll, dann gilt Kokosnussmilch als idealer Energiespender, außerdem mit wenig Kalorien behaftet.

Darüber findet man hier auf Pagewizz auch gute Artikel von KollegInnen.

Wichtig: Zubereitete Smoothies sollten innerhalb weniger Stunden getrunken werden. Je länger man sie aufhebt, umso weniger effektiv sind sie.

 

Weitere gesunde Drinks

Apropos Kokos: Als neuer Trend zur Erfrischung und Entgiftung wird zur Zeit Kokoswasser gefeiert. Vor allem nach einem Sonnenbad soll es helfen, Toxine abzubauen für die strapazierte Haut, von innen her Feuchtigkeit zu spenden und ausgeschwitzte Elektrolyte zurück zu geben. Gut sortierte Supermärkte führen es inzwischen.

Die sogenannten Bionaden sind auf dem Siegeszug!

Bionade ist ein alkoholfreies Getränk mit Obst aus biologischem Anbau. "Erfunden" hat es wohl der Radeberger Konzern, der es mit Malz herstellt. Es gibt sie in den Geschmackssorten Holunder, Kräuter Orange, Himbeer etcetera. Die Autorin liebt vor allem den Holundergeschmack, verdünnt aber diese Art Limonade zusätzlich im Verhältnis 1:1 mit Mineralwasser, weil es sonst doch zu süß ist.

Doch lieber warmen Tee?

Gesundheitsexperten beten uns seit geraumer Zeit vor, dass man nicht so sehr zum Eiswüfel greifen solle beim Sommergetränk, sondern lieber zimmerwarme oder überhaupt warme Flüssigkeiten zu sich nehmen solle. Der Körper habe dann nicht so viel Arbeit, dies seiner Körpertemperatur anzupassen.

Grüner Tee wird allgemein empfohlen, hier das wunderbare Rezept meines Bruders:

Zum Grünen Tee füge man noch bei:

  • ein paar Blätter Stevia,
  • eine getrocknete Feige,
  • eine Dattel,
  • 2-3 dünne Ingwerscheiben oder Ingwer in Tropfen,
  • einen kleinen Schnitz von der Zimtstange
  • nach Geschmack Kardomom oder/und Aniskörner.

Ziehen lassen und dann über ein Sieb abgießen, oder man hat vorher bereits alles in einen Teefilter gegeben. Nun damit eine ganze Kanne füllen, so hat man den ganzen Tag dieses wunderbare gesunde Getränk zur Verfügung. Schmeckt auch lauwarm oder kalt geworden!

 

Wein-Schorles international

Rebujito - d a s Feriagetränk Andalusiens (Bild: Gabriele Hefele)

Darf's auch ein bisschen Wein sein?

Nein, hier wird nicht der Sangria das Wort geredet, diesem Getränk, das in Mallorca vor allem von Touristen aus Eimern gesüffelt wird. Es basiert auf dem Tinto de Verano, der anschließend beschrieben wird, aber es wird süßes Obst wie Mango, Orangen, Zitronen und anderes Obst zugeführt, das sich vollsaugt und eher eine Bowle ergibt, am nächsten Tag jedoch für einen schweren Kopf sorgt.

Tinto de veranoBei Einheimnischen jedoch gibt es keinen Sommer ohne Tinto de verano. Bei Tinto de verano (Bild links) gehört für Puristen die weiße Gaseosa rein, das Glas allenfalls verziert am Rand mit einer Zitronenscheibe. Und viel Eis darin (was den Alkohol dankenswerterweise verdünnt). Ich selbst traue oft dem Fertigeis nicht, sondern mische die Zutaten gleich zu je Dritteln mit Mineralwasser. Denn wie oben im vorhergehenden Kapitel beschrieben, soll man ja nicht so eiskalte Getränke den Verdauungsorganen als Schock zuführen.

Bei den Ferias zählt der so genannte Rebujito zu den Selbstverständlichkeiten. Rebujito heißt übersetzt aus dem Spanischen einfach nur Mischung, Durcheinandergerührtes. Das geht normalerweise so vonstatten: Ein größeres Glas füllt man
• knapp zur Hälfte mit dem trockenen Sherry,
• gießt dann mit weißer, nicht zu süßer Limonade auf,
(falls nicht vorhanden, wird auch gerne Sprite genommen).
• Eiswürfel, gerne auch Minzeblätter dazu fügen und einen Zitronenschnitz am Glasrand befestigen.

Will man bei großer Hitze nicht auf sein Viertel Wein verzichten, so wird nun zum gespritzten Wein, also verdünnt mit Mineralwasser geraten. Dazu eignen sich am besten trockene Weißweine und Rosés, die letzteren kommen immer mehr in Mode.

Arlequina, am 23.08.2015
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Bildquelle:
Love Valencia (Die Geschichte des Gin Tonic)

Autor seit 5 Jahren
212 Seiten
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