Die Stilisierung von Tänzen hat eine Jahrhunderte alte Tradition, doch kaum ein anderer Tanz hat so viele Gesichter wie der Tango

Er ist ein echtes Chamäleon und fand seinen Weg ebenso mühelos in die moderne Kammermusik wie in den Jazz oder die elektronische Musik. 

Dies ist nur schlüssig, geht es doch bei dieser Musik in erster Linie immer um Leidenschaft und Unmittelbarkeit, um die Freiheit des Ausdrucks.

LiberTango - Das Konzert - Hommage an den Tango nuevo und seinen Begründer: Astor Piazzolla


So ist Tango weit mehr als die Folge bestimmter Tanzschritte 

oder die Summe musikalischer Stilmerkmale. 

Er besitzt seit jeher die Freiheit, sich fremde Stilmittel 

zu eigen zu machen und andere Genres zu "infiltrieren". 

Er ist ein ständiger Balanceakt zwischen Melancholie und Erotik, 

Hingabe und Aufbegehren, Sehnsucht und Resignation, 

Hoffnung und Erinnerung. 

Tango mit C. R. Hirschfeld bei iTunes

LiberTango - Das Album bei iTunes

C. R. Hirschfeld: Tangos Noten beim Hofmeister Musikverlag

Was geschieht, wenn die Sehnsucht sich erfüllt? 

Dabei sind die Grenzen zwischen 

Erhofftem und Erinnertem oft nicht mehr zu fassen. 

War das Erinnerte wirklich, oder ist es gefärbt 

von der Hoffnung auf Besseres? Ist die Hoffnung vielleicht 

nur eine Projektion von bereits Erlebtem? 


Die Spannung zwischen diesen Polen, gestaltet in sinnlicher Expressivität, 

lässt den Tango bei aller Unterschiedlichkeit der stilistischen Entwicklungen 

sein unverwechselbares Gesicht wahren.

 

© C. René Hirschfeld

 

ReneHirschfeld, am 13.04.2011
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Bildquelle:
Donnaya (Gothic, Mittelalter, Dark Metal - Musik außerhalb des Mainstreams)
Peter Hamann ("The Discords" rocken das Haus in Fiefbergen)

Autor seit 5 Jahren
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