Feuerschale oder Feuerkorb?

Grundsätzlich müssen Sie sich beim Kauf zuerst überlegen, welche Funktionen Ihre Feuerstelle erfüllen soll. Es ist wichtig vorher abzuklären, ob Sie einfach nur eine hübsche Dekoration haben möchten, eine richtig starke Wärmequelle, eine Grill- oder auch Kochmöglichkeit?

Eine Feuerschale ist rundherum geschlossen, daher kann keine Asche herausfallen, was der Hauptgrund ist, warum sie dem Feuerkorb oft vorgezogen wird, wenn die Feuerstelle auf einer Terrasse ihren Platz finden soll. Achten sollten Sie darauf, dass die Feuerschale auf rubosten Füßen steht. Allerdings ist die Feuerschale in der Regel breiter, weshalb sie eher mehr Platz benötigt, als der schmale Feuerkorb. Beim Feuerkorb sollte man immer auf eine gute Feuerkorbunterlage achten. Da er rundherum offen ist, sorgt er für ein sehr schönes, dekoratives Licht. Ein feuerkorb produziert in der Regel mehr Wärme, denn die Feuerschale muss schon einen relativ großen Durchmesser haben, um als starke Wärmequelle genützt zu werden. 

Feuerkörbe können in der Regel immer zum Grillen verwendet werden, während sich nicht alle Feuerschalen dafür eignen. Die speziellen Grillfeuerschalen bestehen aus Edelstahl und sind relativ flach. Dies hat den Vorteil, dass das Grillgut sehr schnell durch ist, allerdings sind sie als Wärmequelle dafür eher unbrauchbar. Möchte man Wärmequelle und Grillfunktion, so sind Feuerkörbe daher auf jeden Fall vorzuziehen. Hinzu kommt, dass Feuerschalen recht niedrig sind, was das Grillen etwas mühsam machen kann, außer, man stellt sie zusätzlich auf einen Tisch. Als Kochmöglichkeit mit einem Topf eignen sich viele Feuerkörbe, Feuerschalen jedoch nicht.

Welches Material ist am besten?

Auf der Suche nach Feuerschalen oder Feuerkörben werden Sie auf unterschiedliche Materialien stoßen: Ton, Keramik, Terrakotta, Eisen, Stahl, Edelstahl oder Gußeisen sind die gängigsten Materialien.

Nun, am Dekorativsten sind in der Regel sie hübschen Feuerstellen aus Keramik, Ton oder Terrakotta, allerdings bringen diese auch einige Nachteile mit sich, denn diese Materialien sind bei weitem nicht so hitzebeständig wie die Modelle aus Metall. Sie können daher wirklich nur mit Brennholz verwendet werden, nicht aber mit Kohle. Hinzu kommt, dass sie offenporig sind und daher sehr witterungsanfällig. Wasser kann in die Poren eindringen und wenn sich das Material dann erhitzt dehnt sich das Wasser aus und sorgt für Sprünge und Risse.

Die Feuerstellen aus Metall sind wesentlich robuster, aber auch teurer in der Anschaffung. Dafür sind sie absolut witterungsbeständig und können auch im Winter draußen bleiben und verwendet werden, mit beliebigen Brennstoff. Manche metalle können allerdings rosten, was dem Feuerplatz aber auch eine besonders originelle und natürliche Optik geben kann. Wer den Rost vermeiden möchte, entscheidet sich für ein Modell aus rostfreien Edelstahl. 

Fazit:

Edelstahlmodelle sind daher am empfehlenswerten, kaum zerstörbar, langlebig und robust und noch dazu vielseitig einsetzbar, auch, wenn sie in der Anschaffung etwas teurer sind. 

Kochen und Grillen auf der Feuerstelle

Gibt es eine Grillfunktion, so können Sie auf ihrer Feuerstelle grillen wie auf einem normalen Grill. Beachten müssen Sie nur, dass das Grillgut meist schneller fertig wird, als wenn herkömmliche Grillkohle zum Einsatz kommt. Mit Aufsätzen für Töpfe haben Sie die Möglichkeit, tolle Topfgerichte wie Gulasch oder Chili Con Carne, alle Arten von Eintöpfen zu kochen. 

Doch auch ohne Zusatzfunktionen kann die Feuerstelle kulinarisch genützt werden. besorgen Sie Grillspieße oder organisieren Sie normale Stöcke. Dann können Sie Würstchen aufspießen und grillen. Auch Marshmallows sind toll. Diese können Sie auch selbst machen, wie Sie in meinem Artikel Marshmallows selbst machen und weitere Rezepte und Ideen nachlesen können. Eine tolle Möglichkeit, die vor allem bei Kindern gut ankommt ist das "bread on a stick", auch genannt Stockerlbrot.

Stockerlbrot Rezept für etwa 12 Stück:

Meine Kids in Sambia lieben Stockerlbrot (Bild: Barbara Lechner-Chileshe)

Mischen Sie 2 Tassen Mehl, 2 Teelöffel Backpulver, 5 Esslöffel Zucker, 1 Teelöffel Salz, 2/3 Tassen Wasser und 1/4 Tasse Öl zu einem geschmeidigen Teig.Teilen Sie diesen in 12 Teile auf. Am besten formen Sie zuerst Kugeln und dann Würste daraus, denn diese Würste können Sie dann perfekt um die Grillspieße oder Stöcke wickeln. Über das Feuer gehalten und ab und zu gedreht, damit es regelmäßig durch wird, sollte das Brot nicht länger als fünf Minuten brauchen.

Es schmeckt so schon lecker, aber toll ist es auch, wenn man es vom Stock zieht und in das entstandenen Loch Marmelade oder Nutella einfüllt, bevor man es genießt!

Autor seit 4 Jahren
406 Seiten
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