Doch bevor Sie das bessere Hören mit einem dieser kleinen Hilfsgeräte genießen können, steht Ihnen ein langer Weg bevor, und das nicht nur bei einem großen Hörgeräte-Akustiker-Kette, auch kleinere Fachgeschäfte benötigen unter Umständen viel Zeit, ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Gerät zu finden und entsprechend einzustellen. Der erste Schritt zu einem Hörgerät wird über einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt führen. Dieser wird zur Verordnung eines Hörgerätes einige Untersuchungen durchführen, denn nicht immer ist das schlechte Hören auf den Alterungsprozess zurückzuführen, auch behandelbare Krankheiten können eine Hörminderung zur Folge haben.

Gesetzlich Versicherte haben einen Anspruch auf ein zuzahlungsfreies Hörgerät

Nachdem der Arztbesuch erfolgte, beginnt die Suche nach einem serviceorientiertem Akustiker. Dieser wird gemeinsam mit Ihnen ein geeignetes Hörgerät aus der Fülle des Angebotes herausfiltern. Aussehen und Leistung unterscheiden sich genauso, wie die Preisspannen. Als gesetzlich versicherter Patient haben Sie zum aktuellen Zeitpunkt alle sechs Jahre Anspruch auf eine zuzahlungsfreie Hörhilfe. Akustiker führen neben zuzahlungsfreien Geräten, auch eine Fülle von höherpreisigen Hörgeräten.

Endlich wieder alles Verstehen - Hörgeräte helfen (Bild: PublicDomainPictures/Pixabay.com)

Die Testsieger im Akustikervergleich

Sechs Hörgeräteakustikerketten wurden von der Verbraucherorganisation Stiftung Warentest verdeckt einem Test unterzogen. Hierzu wurden Ketten ausgewählt, die zum Testzeitpunkt in mindestens 2 Bundesländern 45 Filialen unterhielten. Diese Kriterien erfüllten die Ketten Amplifon, Fielmann, Geers, Iffland, Kind und Seifert. Jeweils in 3 Filialen mussten Berater, ohne es zu ahnen, ihr Können unter Beweis stellen Die Hörgeräteauswahl und das Hörgeräteergebnis bei Fielmann konnte die Tester in dieser Untersuchungsreihe am besten überzeugen, so dass die glatte Durchschnittsnote "gut” (2,0) vergeben wurde, gefolgt von Geers "befriedend" (2,8) und Kind ebenfalls mit der Note "befriedend" (2,8). Immer noch werden Hörgeräte nicht so schnell angenommen, wie eine Unterstützung durch eine Brille beim Sehen. Viele Menschen wissen zwar, dass sie Probleme mit dem Hören haben, lassen diesen Prozess allerdings langsam schleichend fortschreiten, ohne sich über die Möglichkeiten zu informieren, oder sich eine Hörhilfe verschreiben zu lassen. Dabei ist gutes Hören genauso wichtig, wie gutes Sehen. Liegt eine Verordnung eines Arztes vor, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Geräte bis zu einem Festbetrag. Wählt man ein Gerät über die zuzahlungsfreie Grenze hinaus, gehen die Kosten zulasten des Patienten. Nicht selten schrecken hohe Preise Schwerhörige von der Anschaffung ab. Mit einem "Kassenmodel" lässt sich diese Hürde nehmen.

Details zu diesem umfangreichen Test können auf der Internet-Seite von Stiftung Warentest gebührenpflichtig abgerufen werden.

Lassen Sie sich nicht nur teuere Hörgeräte zeigen!

Das Testinstitut warnt davor, dem Preisdruck, der von manchen Anbietern in der Branche ausgeübt wird, nicht nachzugeben, denn ein teueres Hörgerät muss nicht zwingend ein besseres Ergebnis liefern. Wie sehr ein schlechter Ruf dieser Branche anhaftet, wird auch in dem nachfolgenden Ausschnitt eines Fernsehbeitrages deutlich. Also Augen und Ohren auf, beim Hörgeräte-Kauf!

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 23.02.2014
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