Weihnachten - Geschenke, Schlemmereien und Feiern im engsten Kreis - Ein religiöses Fest, das der Familie gehört

Frohe Weihnachten und guten RutschWeihnachten ist ein religiöses Fest, an dem die Geburt Christi gefeiert wird. Der eigentliche Festtag in der christlichen Religion ist der 25. Dezember, aber im Prinzip freut sich die ganze Familie am meisten auf Heiligabend, wenn die Kerzen am Christbaum leuchten und die Bescherung mit schön verpackten Geschenken bevor steht. In vielen Haushalten wird der Heiligabend traditionell zelebriert. Dazu gehört ein schön geschmückter Weihnachtsbaum, ein spezielles Heilig-Abend-Essen - wie Würstchen mit Kartoffelsalat - das Singen von Weihnachtsliedern, die Bescherung mit den Geschenken und ein gemeinsamer Besuch der Christmette.

Die beiden Weihnachtsfeiertage sind in der Regel ausgeschmückt mit üppigen Mahlzeiten. Die Restaurants haben Hochkonjunktur, denn ein gemeinsames Essen mit den Generationen einer Familie in einem festlichen Rahmen ist zumindest an einem der beiden Weihnachtsfeiertage angesagt. Am Tag vorher oder auch am Tag danach steht die fleißige Köchin in der Küche - in manchen Familien ist es auch der fleißige Koch - kreiert Beilagen, Vorspeise und Dessert, während die Weihnachtsgans oder ein leckerer Braten im Ofen brutzelt. Nach den Weihnachtsfeiertagen kommt die Zeit "zwischen den Jahren". Flugs ist dann schon Silvester, wo schon wieder gefeiert werden darf. Freunde, Bekannte und Kollegen, die man möglicherweise weder am Weihnachtsfest, noch vor dem Jahreswechsel trifft, wünscht man schon vor den Weihnachtsfeiertagen "Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr".

Warum rutscht man ins neue Jahr?

SilvesterfeuerwerkSeit Ende des 19. Jahrhunderts ist es in Deutschland üblich, sich einen "Guten Rutsch!" oder "Einen guten Rutsch ins neue Jahr!" zu wünschen. In der Schweiz sagt man: "Rutsch guet übere." Silvester folgt Neujahr, der 1. Januar, der deutschlandweit ein Feiertag ist. Da wünscht man sich allgemein "ein gutes neues Jahr".

Es wird davon ausgegangen, dass der Begriff "Rutschen" aus dem Jiddischen kommt und sich über das Rotwelsche eingebürgert hat. Der Ansatz bezieht sich auf "Rosch ha schana tov", was in der wörtlichen Übersetzung "einen guten Kopf (Anfang) des Jahres" heißt. Es kann aber auch sein, dass es sich beim Verb "rutschen" um ein Synonym für "reisen" handelt, was in deutschen Wörterbüchern ab 1850 nachzulesen ist. "Einen Rutsch machen" ist sogar heute noch die mundartliche Bezeichnung für eine kurze Reise in Thüringen, Sachsen oder Berlin.

Der letzte Tag des Jahres im Gregorianischen Kalender hat seinen Namen durch Papst Silvester I. erhalten. Silvester ist vom lateinischen Wort "silva" (Wald) abgeleitet, was "Waldmensch" heißt. Im Gegensatz zu Weihnachten ist Silvester aber ein mehr weltliches als ein kirchliches Fest. Selbst die alten Römer feierten den Jahreswechsel mit Saus und Braus.

Die heidnischen Bräuche haben sich bis in die Gegenwart durchgesetzt. Ein Beispiel ist das Silvesterfeuerwerk. In früheren Jahren waren es Trommeln, Schellen, Böller und lärmende Umzüge, um die bösen Geister des alten Jahres zu vertreiben. Zu den Tradtionen gehört zum Beispiel das  Bleigießen, um zu ergründen, was das neue Jahr bringen wird. Glücksbringer wie vierblättriger Klee (Oxalis), Glücksschweinchen oder Schornsteinfeger-Figuren werden überreicht, um dem Pech im just angebrochenen Jahr keine Chance zu geben.

Das neue Jahr wird nicht nur mit einem Feuerwerk eingeläutet, sondern auch mit knallenden Sektkorken. Das Gläschen Sekt gehört unweigerlich dazu, um miteinander anzustoßen und sich ein glückliches und gesundes neues Jahr zu wünschen.

Silvester feiern auf verschiedene Weise - The same procedure as every year

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man den Silvesterabend verbringt. Es kann ganz gemütlich ablaufen, wenn man den Jahreswechsel im kleinen Kreis zuhause feiert oder sich mit Freunden verabredet hat, um gemeinsam ins neue Jahr zu rutschen.

Eine andere Möglichkeit ist der Besuch einer Silvestergala, die in größeren Orten mit großem Brimborium zelebriert werden und in elegantem Rahmen mit Mitternachtsbüffet und Kulturprogramm stattfinden. Oft spielt auch eine Band beschwingte Musik, zu der man das Tanzbein schwingen kann.

Es gibt auch kleine Kabarettbühnen, die an Silvester ein besonderes Programm für ihre Gäste gestalten. Das erinnert an vergangene Jahre, als die Kabarettsendung "Schimpf vor Zwölf" mit der Münchner Lach- und Schießgesellschaft fest mit dem Silvesterprogramm im deutschen Fernsehen verknüpft war.

Heute schaut man sich – wenn man nicht bei Freunden eingeladen ist oder zu einer Silvestergala geht – zum x-ten Mal den Sketch "Der 90.Geburtstag" aus dem Jahr 1963 an und pflegt "The same procedure as every year".

"Dinner for one" uff hessisch
Krimifreundin, am 23.11.2011
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Bildquelle:
Heimo Cörlin (Frohes Fest: Texte für Weihnachtskarten)

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