Bäume und Hecken schneiden

Eigentlich beginnt die Gartensaison sofort mit dem neuen Jahr. Im Januar ist die richtige Zeit, um Hecken und Bäume zu schneiden. Im Winter ruhen Bäume und Hecken. Das heißt, in den Zweigen ist am wenigsten "Saft". Daher belasten Schnitte zu dieser Zeit die Pflanzen am wenigsten. Geschnitten werden darf aber nur bei Temperaturen über -5°C, da die Äste sonst brechen können und Bäume oder Hecken zu stark beschädigt werden. Auch große Nässe kann zu späteren Problemen führen, da sich Schädlinge leicht in den Schnittwunden einnisten können. Winter- oder Frühjahrsschnitte werden daher bei Temperaturen knapp über 0°C durchgeführt, wenn es nicht regnet. So haben Bäume und Hecken ausreichend Zeit, sich bis zum Austreiben im Frühjahr zu erholen.

Obstbäume sollten etwa alle 3 Jahre zurückgeschnitten werden. Tote und abgestorbene Äste oder Zweige werden mit einer Astschere entfernt. Für dickere Äste sollte man eine Säge benutzen.

Bis Ende Februar müssen alle größeren Baum- und Heckenschnitte erfolgt sein. Danach gilt die Schonfrist für Vögel. So sollen brütende Tiere und ihre Nester geschützt werden. Leichte Heckenschnitte oder Baumarbeiten, die lediglich das Pflanzenwachstum begrenzen sind allerdings erlaubt.

Stellen Bäume ein Hindernis oder eine Gefährdung dar, dürfen diese mit behördlicher Genehmigung das ganze Jahr über geschnitten oder sogar gefällt werden.

Rasen kalken, vertikutieren, düngen und mähen

Auch der Rasen freut sich über eine Frühjahrskur. Beginnen die Halme stetig zu wachsen, sollte der Rasen zunächst einmal gemäht werden. So werden trockenes Laub vom Vorjahr und lose, abgestorbene Halme entfernt. Mithilfe eines Vertikutierers werden Moos und Kleefelder aus dem Rasen entfernt. Außerdem wird der Boden belüftet. Überprüfen sollte man den ph-Wert des Bodens. Ein saurer Boden ist ideal für Moos und Klee. Wenn nötig, wird nach dem Vertikutieren gekalkt, um den pH-Wert zu neutralisieren. Nach etwa 4 Wochen wird dann ordentlich gedüngt. Die ersten regelmäßigen Rasenschnitte sollten frühestens ab einer Halmlänge von 5 bis 6 cm erfolgen. Gemäht wird zunächst etwas länger, in den folgenden Schnitten dann kürzer. Bedenken sollte man, je kürzer der Rasen, desto weniger haben die Halme der Sommersonne entgegenzusetzen. Ein sehr kurz geschnittener Rasen verbrennt leicht und wirkt dann fleckig. Bei großer Hitze und Trockenheit ist weniger schneiden mehr für den Rasen. Breiten sich Kleefelder übermäßig stark aus, ist das Zeichen für einen nährstoffarmen Boden. In diesem Fall benötigt der Rasen mehr Dünger.

Im Frühjahr dürfen auch die Gartenmöbel wieder auf die Terrasse. Nach deren Winterruhe in Keller, Garage oder Schuppen haben sie möglicherweise etwas Pflege nötig. Stühle, Tische und Bänke aus Tropenholz können abgebürstet und abgewaschen werden. Mit etwas Pflegeöl bestrichen oder besprüht, sind einsatzbereit für den Sommer.

Möbel mit Lasur sollten abgeschliffen und frisch lasiert werden. Die Lasur kann mit einem Pinsel oder mit einem Sprühgerät aufgetragen werden. Bei lackierten Gartenmöbeln wird im Frühjahr die Lackierung überprüfen. Sieht diese noch gut aus, werden die Möbelstücke lediglich mit Wasser gereinigt. Beschädigte Lackierungen sollten abgeschliffen und neue Farbe aufgetragen werden.

Wie die Gartenmöbel verträgt vielleicht auch der Gartenzaun einen frischen Anstrich. Je nach Zaun kann das eine neue Holzlasur oder ein neuer Farbanstrich sein. Vielleicht reicht aber auch etwas Wasser und eine weiche Bürste, um den Zaun wieder ansehnlich werden zu lassen.

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