Charakteristika einer Gaming-Maus

Eine Grundeigenschaft einer jeden Gaming-Maus stellt deren Konfigurationsmöglichkeit dar: Je nach Spieler und je nach Spiel beziehungsweise je nach Spielsituation soll eine Gaming-Maus eine optimale Steuerung bieten und sich in ihren vielen Eingabefunktionen beliebig anpassen lassen. Während manch standardmäßige Mäuse zum Beispiel lediglich die Veränderung der Scrollgeschwindigkeit erlauben, können bei den Gaming-Mäusen viele weitere Einstellungen variiert werden. So lassen sich etwa die verschiedenen Druckintensitäten der Tasten anpassen, zugleich aber auch weitaus feinere, sprich stufenreichere, Scrollgeschwindigkeiten einstellen. Einhergehend mit den vielen verschiedenen Möglichkeiten zwecks Tastenkonfiguration haben allerdings auch die Tasten selbst einen regelrechten Aufschwung mit dem Aufleben der Gaming-Mäuse erfahren: Bis zu 20 Zusatztasten, die meistens bestimmte Shortcuts aufweisen, zugleich aber auch stets mit benutzertypischen Anwendungen belegt werden können, können auf manch einer Gaming-Maus platziert sein. Eine gute Gaming-Maus zeichnet sich jedoch nicht nur durch eine möglichst hohe Anzahl an Tasten, sondern vielmehr durch eine geschickte Positionierung ebendieser aus: Es gilt, einen Mittelweg bei der Menge an Knöpfen und Zusatzbuttons zu finden und diese dann möglichst geschickt, also gut erreichbar, auf der Gaming-Maus zu platzieren – ohne dabei die Handlichkeit der Gaming-Maus zu beeinträchtigen! Denn die Form dieses Eingabemediums macht einen weiteren grundlegenden Faktor aus: Die Gaming-Maus soll so handlich und so angenehm wie nur irgendwie möglich ausfallen, um dem Besitzer beziehungsweise Spieler eine möglichst lange Nutzung, sprich besonders lange Spielsitzungen, wie sie zum Beispiel häufig auf Turnieren stattfinden, zu ermöglichen. Hierfür haben sich die Hersteller übrigens die unterschiedlichsten Techniken und kuriosesten Designs einfallen lassen, sodass aktuelle Gaming-Mäuse zumindest optisch gesehen mitunter nur noch wenig mit der klassischen PC Maus gemeinsam haben.
Zu guter Letzt stellt noch die Verbindungsfunktion beziehungsweise die Übertragungstechnik der Signale zwischen PC und Maus eine allgemeine Besonderheit dar. Denn bei einer Gaming-Maus stehen dem Nutzer meist mehrere Übertragungswege zur Auswahl offen: Bluetooth, WLAN und ein klassischer, frei justierbarer, Frequenzweg aber auch eine klassische PS2-Schnittstelle weisen heutzutage viele Gaming-Mäuse als mögliche Übertragungswege auf.

R.A.T 9
R.A.T 9

R.A.T 9 (Bild: www.Amazon.com)

Beispielmodelle

Um nur zwei aktuelle Beispiele für Gaming-Mäuse aufzuzeigen, seien abschließend noch die Razer Naga und die Catz R.A.T. 9 vorgestellt. Letztere kostet mit einem Preis von rund 110 Euro etwas mehr als die Razer Naga (ca. 90 Euro), bietet dafür jedoch noch die Möglichkeit, ihre Form und sogar ihr Gewicht verändern zu können: Über zahlreiche Schrauben und Winden dürfen Tiefe, Breite und Höhe – geringfügig – erhöht beziehungsweise verringert werden. Hinzu kommt, dass die Maus mit Gewichten bestückt ist, welche beliebig entfernt, verschoben und ausgetauscht werden können. So schmiegt sich die Tastatur nicht nur sehr gut in die Hand, sondern weist auch die Option, in ihrem Gewicht und somit auch in dem Widerstand verändert werden zu können an. Die Razer Naga hingegen kann sich insbesondere auf softwaretechnischer Ebene behaupten, denn mit Razer Synapse 2.0 und dem Grid Assist Display-Overlay sind dem Besitzer dieser Gaming-Maus gleich zwei Programme an beziehungsweise in die Hand gelegt, mit denen sich vor allem die Tastenbelegung konfigurieren lässt. Außerdem weist die Razer Naga einen umfangreichen Nummernblock an ihrer linken Seite auf. Dieses ist mit einer grünen Hintergrundbeleuchtung versehen. Über die Nummern (1 bis 12) können dann zum Beispiel ganz bestimmte Spieloptionen sowohl bei Tageslicht als auch zu später Stunde problemlos genutzt werden. Razer hat die Naga übrigens bereits an ein paar Multiplayer-Games wie zum Beispiel an das beliebte MMORPG World of Warcraft angepasst. Doch auch für Ego-Shooter & Co. bietet diese Maus genügend Konfigurationsoptionen.

Razer Naga
Razer Naga

Razer Naga (Bild: www.Amazon.com)

Zusatzfunktionen und Besonderheiten

Je nach Gaming-Maus können sich die Besitzer einer solchen an regelrechten Highlights erfreuen. Um eine optimale Anpassung an die Hand zu gewährleisten, bieten einige Gaming-Mäuse zum Beispiel verstellbare Handpartien auf: Über Schrauben, Klappen und Schächten können manche Mäuse in Länge, Breite und Höhe angepasst werden. Des Weiteren können viele Gaming-Mäuse mit optischen Spielereien wie Leuchteffekten und besonderen Themes dienen. Eine weitaus größere beziehungsweise nützlichere Funktion verleihen die Hersteller ihren Gaming-Mäusen allerdings in softwaretechnischer Hinsicht: Mittels eines Programms, welches meist über einen USB-Stick, der auch als Empfänger beziehungsweise Sender fungiert, auf den PC gelangt, lassen sich die Konfigurationsmöglichkeiten der vielen Tasten deutlich ausbauen. So können zum Beispiel Transparent-Modi erstellt werden, die das Umgestalten der Mausbelegung während des eigentlichen Spielens ermöglichen. Das Konfigurationsmenü wird in diesem Fall über das Betätigen einer speziellen Tastenkombination auf den Bildschirm gerufen. So kann die Maus in Sachen Spezialbelegung und Berührungsempfindlichkeit individualisiert werden, ohne dabei das Spiel zu verlassen.

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