Beispiele für die Weggestaltung

Gartenweg Natursteinplatten (Bild: edgeplot / Flickr)

Gartenwege anlegen – so legen Sie den Unterbau an

Auf den verdichteten Untergrund wird anschließend eine ca. 20 cm starke Schotterschicht aufgetragen. Alternativ eignet sich ein Mineralgemisch, das zu diesem Zweck im Handel angeboten wird. Man bekommt es im Fachhandel für Baustoffe. Das Mineralgemisch ist für mittelmäßige Belastungen wie das Begehen durch Personen völlig ausreichend. Der Vorteil von Mineralgemisch ist, dass es sich aufgrund der fein körnigen Anteile leichter verdichten lässt, als Schotter. Auf die verdichtete Tragschicht wird anschließend eine ca. 3 cm starke Schicht aus Pflastersand oder feinem Split aufgetragen. Dadurch werden geringfügige Unebenheiten im Unterbau ausgeglichen. Die Splitschicht dient dann auch gleichzeitig als Pflasterbett.

Gartenwege pflastern

Ob man größere oder kleinere Pflastersteine, Betonsteine oder Natursteine für den Gartenweg verwendet, ist schließlich Geschmacksfrage. Auch Klinkerbeläge sind möglich. Bei Betonsteinen wird zum Schließen der Fugen normalerweise ein Gemisch aus Füllsand und Wasser eingeschlämmt. Für Klinkerbeläge und Natursteinbeläge eignet sich sogenannter Brechsand als Füllmaterial. Mittlerweile ist im Fachhandel jedoch auch spezieller, hochwertiger Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis erhältlich. Dieser dichtet die Fläche nicht nur wasserdicht ab, sondern verhindert auch den Unkrautwuchs. Das Pflastern von Gartenwegen mit Pflasterfugenmörtel  ist sicher die einfachste und auch beste Lösung. Für breite, gepflasterte Gartenwege empfiehlt sich ein Rundabschluss, der nicht nur für ein optisch schönes Bild sorgt, sondern den Weg auch seitlich stützt und stabil hält. Für den Rundabschluss werden geeignete Pflastersteine oder auch Kantensteine in einem Bett aus Beton verlegt.

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Gartenwege anlegen mit Kies oder Splitt

Gartenwege können natürlich auch mit einem Belag aus Kieselsteinen oder Split angelegt werden. Auch in diesem Fall empfiehlt sich der Einbau einer Tragschicht aus ca. 10-15 cm Mineralgemisch. Durch diese Tragschicht wird verhindert, dass sich der Wegbelag mit dem Boden vermischt. Auch das Ansiedeln von Unkraut wird durch die Tragschicht etwas eingedämmt. Der Oberflächenbelag aus Kies oder Split sollte ca. 5 cm stark sein. Die Körnung des Splits darf nicht zu grob gewählt werden, je feiner die Körnung ist, desto besser lässt sich der Weg später begehen. Splitwege sind normalerweise etwas haltbarer, als Kieswege. Die eckigen Steinchen des Splits verkannten sich und bilden mit der Zeit einen festen Wegbelag. Auch bei Kies- oder Splitwegen kann ein Rundabschluss aus größeren Pflastersteinen gelegt werden. Diese werden wie beim gepflasterten Gartenweg in Beton verlegt.

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Besonders einfach: Gartenwege anlegen mit Rindenmulch

Gartenwege aus Rindenmulch lassen sich ganz besonders einfach anlegen. Eine Tragschicht ist hier in der Regel nicht nötig. Für den Weg werden lediglich ca. 10 cm ausgehoben und etwas verdichtet. Auf lockerem Sandboden kann der Rindenmulch sofort ausgelegt werden. Nur bei schweren Lehmböden empfiehlt es sich, den Weg ca. 20 cm tief auszuheben und zur Hälfte mit Füllsand zu bedecken, bevor die eigentliche Schicht aus Rindenmulch aufgebracht wird. Durch die Sandschicht trocknet die Mulchauflage nach Regenfällen schneller ab. Als Begrenzung eignet sich z.B. eine Metall-Einfassung.

Angela Michel

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