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Einführung

Gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle im Rahmen der Krebstherapie. Sie stärkt das Immunsystem  und die Selbstheilungskräfte im Körper. Im weiteren werden auf diesem Weg Mangelerscheinungen vermieden.

Im Rahmen einer ausgewogenen Krebsernährung werden gute und schlechte Nahrungsmittel unterschieden. Fetthaltige Lebensmittel, der Genuß von viel "rotem Fleisch" und große Mengen alkoholischer Getränke sind hierbei als kritisch einzustufen. So können gesättigte Fettsäuren wie sie oft in tierischen Fetten (Fleisch und Wurstwaren) vorkommen zu Übergewicht und Diabetes führen. Der damit verbundene erhöhte Insulinspiegel kann hierbei auch als Wachstumshormon fungieren und die Entstehung von Krebs fördern. Der übertriebene Genuß von alkoholischen Getränken kann insbesondere die Entstehung von Darmkrebs begünstigen.

Die folgenden Abschnitte sollen einen Überblick über die Bestandteile wichtiger Nahrungsmittel geben. Hierbei werden krebsspezifische Gesichtspunkte besonders berücksichtigt.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind für eine funktionierende Verdauung von großer Bedeutung. Sie sind für einen weichen Stuhlgang verantwortlich und werden unverdaut wieder ausgeschieden. So wird die Zeit der Darmpassage verkürzt. Toxische Stoffe haben somit weniger Möglichkeiten  mit der Darmwand und dem Blutkreislauf in Kontakt zu treten. So wird das Darmkrebsrisiko minimiert. Auch Fettstoffwechselstörungen und Gallensteinleiden treten unter dem Genuß ballaststoffreicher Ernährung seltener auf. Ballaststoffe sind in erster Linie in Getreideprodukten (Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis), Gemüse, Obst und Kartoffeln vorhanden. Die Mindestmenge an Ballaststoffen sollte täglich mindestens 30 Gramm betragen.

Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe

Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe liefern einen hohen Beitrag im Rahmen einer Krebstherapie, im weiteren lassen sich diese Inhaltsstoffe auch präventiv einsetzen. So stellen Vitamin A haltige Nahrungsmittel einen wichtigen Schutz der Schleimhäute dar. Bevorzugen sollte man hier pflanzliche Nahrungsmittel wie Möhren oder Paprika. Diese beinhalten die Vorstufe Beta-Carotin. Aus Beta-Carotin stellt der menschliche Organismus Vitamin A her. Vitamin C ist für ein funktionierendes Immunsystem von hoher Bedeutung. Dieses Vitamin findet sich in erster Linie in Apfelsinen, Kiwis oder Sanddorn.

Sekundäre Pflanzenstoffe sind in der Lage aggressive Sauerstoffmoleküle, sogenannte freie Radikale, unschädlich zu machen. Diese gelten als Auslöser von Krebserkrankungen, da diese Moleküle in der Lage sind, die DNA im Zellorganismus umzuprogrammieren. Als bekannte sekundäre Pflanzenstoffe gelten zum Beispiel das herzschützende Lycopin in Tomaten oder das kreislaufschützende Capsaicin in der Paprika.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Mineralstoffhaltige Nahrungsmittel sind eine weitere wichtige Säule im Rahmen der Krebstherapie. Als Beispiel wäre hier der Mineralstoff Kalzium zu nennen.  Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß die regelmäßige Einnahme von Kalzium Krebserkrankungen lindern kann. Kalzium ist in erster Linie in Milch und Milchprodukten wie Käse und Quark vorhanden. Das Spurenelement Selen bietet ebenfalls einen natürlichen Krebsschutz. Selen ist unter anderem in der Lage freie Radikale abzufangen und zu vernichten. Das Spurenelement Zink kann Wundheilungsstörungen verringern. Auf diesem Weg wird der Neuaufbau von Zellen gefördert. Selen und Zink sind zum Beispiel in Produkten wie Getreide, Gemüse und Fisch vorhanden.

Proteine

Proteine stellen wichtige Bausteine für körpereigene Substanzen dar. Mangelt es an Eiweißen kann unter anderem das Immunsystem geschwächt werden. Außerdem werden bestimmte Antikörper nicht mehr gebildet. Schadstoffe und Krankheitserreger finden auf diesem Weg leichter Zugang in den menschlichen Organismus. Somit steigt auf diesem Weg das Risiko krebsrelevanter Erkrankungen. Sinnvoll ist es, tierische Proteine auf ein Minimum zu begrenzen. Pflanzliche Eiweiße in einer sinnvollen Kombination sollten bevorzugt aufgenommen werden. Beispiele hierfür sind Kartoffeln mit Quark oder der Genuß von Hülsenfrüchten mit Getreideprodukten.

Krebsdiäten

Vorweg gesagt - eine Krebsdiät gibt es nicht. Es existiert keine Ernährungsform, mit der sich Krebserkrankungen heilen lassen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben dieses bestätigt. Krebsdiäten sind in erster Linie "Geschäftemacherei" und haben mit dem Begriff "Heilwirkung" wenig zu tun. Viel sinnvoller ist es, eine vollwertige Kost auf überwiegend vegetarischer Basis zu bevorzugen. Dazu gehören kohlenhydratreiche Nahrungsmittel mit entsprechend viel Gemüse. Ungesättigte Fettsäuren, Milchprodukte und Obst sind ebenfalls wichtige Bestandteile.

Ashlie, am 21.10.2011
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