Wenn die Heizung nicht warm wird - Oft ist zu wenig Wasser im Heizsystem - Entlüften hilft

Bereits Ende September kann es empfindlich kalt werden, besonders in den Nächten. Das magische Datum für den Start in die Heizsaison ist der 1. Oktober. Für Leute, die kein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzen oft ein Grund zum Ärgern, wenn der Vermieter mit Wärme geizt und dieses Zeitfenster für die Heizperiode akribisch einhält. 

Luft im Heizkörper ist die häufigste Ursache, wenn es in der Wohnung nicht warm wird.

Es ist ärgerlich, wenn dann die Heizung nicht richtig funktioniert und es lange dauert, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Doch muss es nicht unbedingt am Heizsystem liegen, dass es nicht richtig warm wird. Wenn der Heizkörper gluckernde Geräusche abgibt, nachdem das Ventil aufgedreht wurde und der obere Teil der Heizung kalt bleibt, dann deutet alles darauf hin, dass sich statt Wasser Luft im Heizkörper befindet. Um dies abzustellen, muss nicht gleich ein Heizungsinstallateur gerufen werden. Es genügt meist, die Heizung zu entlüften, damit sie wieder warm wird und Energiekosten gespart werden. Wenn sich nämlich zu viel Luft im Heizkreislauf befindet, verbrauchen die Heizkörper deutlich mehr Energie. Ganz davon abgesehen, dass es nicht schön ist, wenn es im Winter knackig kalt wird und die Heizung nicht funktioniert.

In 4 Schritten erklärt: Die Entlüftung der Heizkörper

EntlüftungsschlüsselWer Heizkörper mit modernen Entlüftungsventilen besitzt, der muss nicht handwerklich begabt sein, um die Heizung zu entlüften. Es werden nicht einmal Werkzeuge benötigt. Für andere Heizkörperventile muss man eine Rohrpumpenzange oder Entlüftungsschlüssel besitzen.

Aber auch das ist kein Hexenwerk, wann man weiß, wie die Werkzeuge eingesetzt werden müssen, um die Heizung zu entlüften.

Weil beim Entlüften der Heizkörper Wasser austritt, das meistens sehr heiß ist, sollte man zusätzlich zu den Werkzeugen einen kleinen Eimer bereitstellen und ein Handtuch dazu legen. Mit dem Eimer wird das Wasser aufgefangen, und das Handtuch dient zum Schutz, damit man sich nicht verbrüht

  • Schritt 1: Heizung einschalten, Umwälzpumpe ausschalten
    Zunächst muss die Heizung eingeschaltet sein und das Ventil muss aufgedreht werden. Erst dann sollte das Entlüftungsventil gedreht werden. Bei modernen Heizkörpern geschieht dies manuell. Bei älteren Modellen wird ein Entlüftungsschlüssel benutzt. Wer eine Umwälzpumpe im Heizsystem hat, muss diese vor dem Entlüften der Heizung ausschalten, damit es nicht zu extremen Verwirbelungen kommt. Wie bei allen handwerklichen Tätigkeiten gilt, beim Entlüften der Heizung mit Bedacht und Sorgfalt vorzugehen.
  • Schritt 2: Schüssel oder Eimer und Lappen zum Schutz
    Bevor das Entlüftungsventil geöffnet wird, sollte eine Schüssel oder ein kleiner Eimer darunter gestellt werden, um austretendes Wasser aufzufangen. Am besten wickelt man sich ein Handtuch oder einen Lappen um die Arbeitshand, damit man sich nicht verbrühen kann.
  • Schritt 3: Das Öffnen des Entlüftungsventils
    Egal, ob man ein Werkzeug benutzt oder bei modernen Heizkörpern per Hand das Ventil öffnet, es muss vorsichtig und behutsam geschehen. Sobald Wasser aus dem Heizkörperventil tropft, ist der Entlüftungsvorgang abgeschlossen.  
  • Schritt 4: Das Schließen des Entlüftungsventils
    Wenn die Luft aus dem Heizkörper entwichen ist und Wasser aus der Ableitung kommt, muss das Entlüftungsventil wieder sorgfältig geschlossen werden.
Videoanleitung: So wird die Heizung entlüftet - Schritt für Schritt erklärt

Vorsorgen mit rechtzeitiger Entlüftung der Heizkörper

Wer künftig nicht Blitz auf Schlag mit der Tatsache konfrontiert sein will, dass er beim ersten kalten Tag im Herbst mit klammen Extremitäten in der Wohnung sitzt, muss vorsorgen. Dazu gehört, rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode alle Heizkörper eines Systems zu entlüften. Sollte es aber wider Erwarten durch das Entlüften der Heizung nicht richtig warm werden, kommt man nicht umhin, einen Wasser- und Heizungsinstallateur zu beauftragen und einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage vornehmen lassen. Hierbei wird auch die Leistung des Heizsystems optimiert, so dass der Energieverbrauch um fünf bis 25 Prozent gedrosselt werden kann. Um weniger Öl oder Gas zu verbrauchen, empfiehlt es sich zusätzlich, veraltete Thermostate auszutauschen, um eine konstante Temperatur zu erreichen. Wer dann zusätzlich noch die Raumtemperatur nur um ein Grad zurückstellt, spart allein mit dieser Maßnahme sechs Prozent der Energiekosten ein. In 4 Schritten die Heizung entlüften hilft aber in der Regel, um es mollig warm zu haben und weniger Energie zu verbrauchen.

Krimifreundin, am 28.10.2011
11 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Laden ...
Fehler!