Die Ausrüstung für den Fang von Heringen

Wie ausführlich die Angelausrüstung zum Fang von Fischen ist, ist von Angler zu Angler unterschiedlich. Die einen geben mehr Geld für mehr Zubehör aus und die anderen weniger. Aber weniger heißt nicht gleich, dass es schlechter ist. Ganz im Gegenteil, es ist genauso gut wie eine noch so detaillierte Ausrüstung. Für den Fang von Heringen ist folgendes für die Ausrüstung parat zu haben:

  • Angelschnur – Heringe haben ein weiches Gebiss und neigen dazu von den Haken abzureißen, deswegen ist eine monofile Angelschnur genau das Richtige. Die monofile Angelschnur, am besten mit einer Dicke von 0,40mm, ist sehr dehnbar. Wenn sich Heringsfische anbeißen und hoch geholt werden, gibt die Schnur ein wenig nach, sodass sich das Gewicht des Fisches gut verteilt ist. Mit einer geflochtenen Angelschnur wäre der Erfolg von fünf angebissenen Fischen nur zwei zu erhalten.
  • Angelrute – Dadurch, dass ich vom Ufer aus angle und die Fische eine weite Distanz zu mir haben, eignet sich eine Feederrute am besten. Mit einer länge von 3,80 und zusätzlichen Steckspitzen in hellen Farben ist man gut vorbereitet
  • Wurfgewicht – Das Wurfgewicht sollte schon schwerer sein und bei um 90-120g liegen, da die Entfernung schon weiter ist, als wenn man vom Boot aus angelt.
  • Köder – Als Köder habe ich immer die beliebten Heringshappen. Ob diese Art von Köder nun besser, als echte Köder ist kann ich nicht beurteilen, denn der eine hat mehr Erfolg mit echten Ködern und der andere mit künstlichen.

Das Gute an diesem "Heringsangeln-Set" ist, dass sie zum Angeln für Dorsche auch gut geeignet ist. Das heißt ich schlage zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Weiteres Zubehör kann individuell noch dazu gekauft werden, wenn man möchte. Für mich kamen noch ein Angelstuhl, eine Kühlbox und ein Halter für die Angelrute dazu.

Der Angel Tag an der Flensburger Förde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Der Campingplatz von GoogleMaps aus an der Flensburger Förde in Bockholmwik)

Die Flensburger Förde, auch Flensborg Fjord (Dänemark) genannt, grenzt zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. In den kalten Jahreszeiten, Oktober bis April, schwärmen hier die meisten Heringe durch. Für mich und mein Hobby war März also noch ein gut erhaltener Monat mit viel Hoffnung. Die Wetterlage zu dem Zeitpunkt war sehr gut, denn der Wind und das Wasser waren ruhig, die Temperaturen kühl, aber noch auszuhalten. Ab und zu kam auch mal die Sonne heraus, was nicht nur mich, sondern auch alle anderen Urlauber erfreute. Für einen guten Fischfang sind diese Voraussetzungen zu beachten:

  • Jahreszeit: Wie schon erwähnt ist die perfekte Zeit für den Heringsfang, die kalte Jahreszeit. Von Oktober bis April schwärmen die meisten Heringe am Förde, bevor sie zum Lärchen weiter schwimmen.
  • Wetterverhältnisse: Natürlich ist es von Vorteil, wenn die Wasserlage sehr ruhig ist. Dann werden keine zusätzlichen Bleie benötigt. Sollten jedoch Wellengänge auftreten, benötigt der Angler spezielle (Herings-)bleie, um auch dann einen Erfolg zu haben
  • Tageszeit: Besonders am frühen Morgen und zur Dämmerung sollten sich die Angler auf dem Weg zum Angeln von Heringen machen.

Die Technik des Wurfes

Nach dem mein Angelplatz aufgebaut wurde ging es an den Wurf. Bei dem Wurf denkt man zunächst, dass man viel Kraft benötigt, um weit auswerfen zu können. Das ist aber ein Irrtum. Als Beispiel nehmen wir die Bundesjugendspiele zur Schulzeit. Neben Sprinten, Langlauf und Springen, war auch Werfen eine der Disziplinen. Und schon zur Schulzeit versuchten die Sportlehrer uns einige Techniken beizubringen. Denn nur mit der richtigen Technik gelingt ein sauberes und weites Werfen. Genauso ist es auch beim Angeln.

Mit dem einfachen "Überkopf "-Angelwurf haben es sogar die Anfänger leicht. So wie der Name es schon sagt, wird die Rute über den Kopf hinweg geschwungen und erreicht somit ein Zielgenauen Wurf. Dabei wird der Körper nicht bewegt, denn nur die Arme leisten hier die Arbeit. Einziges Manko dabei ist, dass die Weite nicht immer ausreicht, um vom Ufer aus an die Heringe zu kommen.

Deswegen eignet sich der Seiten-Angelwurf am besten. Wie bei dem Überkopf-Angelwurf hält die linke Hand das Ende der Angelrute und die rechte Hand in Höhe der Angelrolle. Seitlich stehend mit dem Blick zum Wasser, befindet sich die Rute hinter dem Körper. Die rechte Hand wird seitlich geschwungen nach vorne geschwungen bis die Rute vor dem Körper ist. Hört sich einfach an, braucht aber dennoch seine Übung. Ich habe auch etwas lange gebraucht bis ich die Technik wieder konnte.

Es gibt noch viele weitere Wurftechniken, die auch individuell weiter entwickelt werden. Meine Favoriten sind und bleiben der Seitenwurf und der Überkopfwurf, da beide Techniken die gängigsten Varianten sind.

 

Das Ergebnis vom Angeln

Anbetracht der Jahreszeit, wir hatten ende März, war ich mit dem Fang zufrieden. Natürlich hatte ich mit zwei Fischen pro Stunde gerechnet. Die meisten Fische waren schon weiter geschwommen oder wurden schon von anderen Anglern gefangen. Für mich hat es sich trotzdem gelohnt die Angelausrüstung auszuprobieren, meine Techniken zu verfeinern und auch das Wetter zu genießen. Für jeden Angler ist jeder Tag am See mit einem kleinen Erfolg gekrönt, ob mit oder ohne Fische. Zum Mittag wurden die Fische dann transportbereit Verarbeitet und im Lager des Hauses gekühlt.

Geheimtipp Dänemark:

Wer schon mal an der Flensburger Förde war, der weiß genau, dass sogar ein Tagestrip nach Dänemark möglich ist. Und das ist das Gute an der Gegend. Mit einer halben Stündigen Autofahrt fuhren wir in das kleine Städtchen Krusa in Dänemark. Große Spaziergänge, einen leckeren Aufenthalt im Restaurant und einen tollen Blick auf die Förde haben sich für den Tagesausflug gelohnt.

Autor seit 2 Jahren
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