Der Myokardinfarkt ist ein akutes und lebensbedrohliches Ereignis infolge einer Erkrankung des Herzens. Eine in der Humanmedizin gebräuchliche Abkürzung ist AMI. Es handelt sich um ein Absterben von Teilen des Herzmuskels auf Grund einer...

Woran liegt das?

Frauen, die einen Herzinfarkt erleiden, sind durch den Hormonschutz meist 10 bis 15 Jahre älter. Durch das höhere Alter können dementsprechend auch andere gesundheitliche Beeinträchtigungen eine große Rolle spielen.

Im Alter leben sehr viele Frauen alleine. Bei einem Infarkt sind sie ganz auf sich gestellt. Wird der Notarzt zu spät verständigt, kann es unter Umständen zu spät sein, denn jede Minute ist lebensrettend. Das Blutgerinnsel muss innerhalb von 3 Stunden durch eine lebensrettende Thrombolyse aufgelöst werden.

Eine eventuell nötige operative Aufdehnung eines Blutgefäßes darf ebenfalls nicht zu spät eingeleitet werden. Wenn man die Zeit des Transportes und der Diagnosestellung betrachtet, wird das schnelle Handeln deutlich. Jede dritte Infarkt-Patientin über 65 Jahre, schafft es nicht in die Klinik.

Wie macht sich ein Herzinfarkt bei Frauen bemerkbar?

Ein Herzinfarkt kann sich schon einige Zeit vorher bemerkbar machen. Schmerzen hinter dem Brustbein, während oder nach körperlicher Anstrengung. Druckgefühl im Brustkorb und Atemnot, häufig verbunden mit Schlafstörungen können Vorboten sein. Rücken- und Nackenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind weitere Warnsignale. Solche Beschwerden werden meist als Magenverstimmung gedeutet, insbesondere, wenn vorher keinerlei Probleme mit dem Herz-Kreislauf bestanden.

Zögern Sie nicht den Notarzt zu rufen, wenn die Beschwerden länger als 10 Minuten anhalten. Schnell erkannt und mit Medikamenten behandelt, kann ein Infarkt verhindert werden.

Häufig fehlen bei Frauen die typischen Beschwerden eines Infarktes, wie sie Männer schildern. Frauen geben eher folgende Symptome an:

  • Atemnot
  • Schmerzen oder Brennen im Brustkorb, die in beide Arme, Bauch, Schultern, Nacken oder Unterkiefer ausstrahlen können
  • Schmerzen im Oberaubauch oder Hals,
  • extreme Schwäche und Müdigkeit
  • kalter Gesichtsschweiß
  • kalte, feuchte Hände
  • Übelkeit und Erbrechen
  • gelegentlich Bewusstlosigkeit

Treten Luftnot, Übelkeit und Schmerzen im Oberbauch auf, kann der Notarzt unter Umständen auf dem EKG noch gar keine Veränderungen sehen. Schildern Sie Ihre Beschwerden ganz genau, damit der Arzt sich ein Bild machen kann. Denn wie bereits angedeutet, treten diese Beschwerden auch bei Magenerkrankungen auf.

Wenn Sie alleine Leben und unter einer Herzerkrankung leiden, weisen Sie Nachbarn und Ihre Angehörigen in die Symptome eines Herzinfarktes bei einer Frau ein.

Wie kann man einem Herzinfarkt vorbeugen?

Gehen Sie regelmäßig zu Ihrem Hausarzt. Dieser wird bei Ihnen alle Untersucherunge für eine Früherkennungsuntersuchung durchführen.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Vermeiden Sie fette und schwer verdauliche Speisen. Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse. Anstatt Weißbrot sollten Sie lieber Vollkornprodukte zu sich nehmen. Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden. Und es versteht sich von selbst, dass Zigaretten nicht der Gesundheit zuträglich sind.

Das A und O für ein kräftiges Herz

Treiben Sie regelmäßig Sport. Dabei werden von Ihnen keine Höchstleistungen oder extreme Sportarten erwartet. Ein täglicher Spaziergang kann schon viel zur Herzgesundheit beitragen. Wenn Sie sich fit fühlen, gehen Sie ruhig ein wenig zügiger. Des Weiteren eignen sich folgende Sportarten ganz ausgezeichnet:

  • Radfahren
  • Schwimmen,
  • Nordic Walking, oder Walken

Liegen bei Ihnen bereits Herzerkrankungen vor, schließen Sie sich doch einer Herzsportgruppe an. Über 6000 Herzsportgruppen gibt es in Deutschland, die sich einmal wöchentlich treffen und unter speziell ausgebildeten Übungsleitern und eines kardiologisch erfahrenen Arztes trainieren. Fragen Sie Ihren Arzt, der wird Ihnen sicherlich Adressen in der Nähe Ihres Wohnortes nennen können.

Leben Sie gesund, Ihr Herz wird es Ihnen danken!

Bildquellenangabe:
Rettungswagen Thomas Siepmann/pixelio.de
Frau mit Schmerzen Stephanie Holzschlaeger/pixelio.de

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