Herzrhythmusstörungen, Herzstolpern

Das Herz benötigt ständig Befehle, damit es arbeiten kann. Verantwortlich dafür ist der Sinusknoten. Etwa 70 mal in der Minute sendet er Impulse in genau festgelegten Abständen und löst damit eine Pumpbewegung aus. Funktioniert dieses komplizierte System nicht einwandfrei kommt es zu Rhythmusstörungen.

Eine häufig auftretende Form der Rhythmusstörungen sind die Extrasystolen, in der Bevölkerung bekannt als Herzstolpern. Dabei entsteht das Gefühl eines zusätzlichen Herzschlages oder das scheinbare Ausfallen eines Herzschlages. Die Pause kommt dadurch zustande, dass zuerst ein Schlag zu früh kommt und das Herz dann eine Pause einlegt, um die durchschnittliche Pulszahl konstant zu halten.

Es gibt zwei Formen von Extrasystolen:

1. Vorhofextrasystolen oder sypraventikuläre Extrasystolen

Sie treten auf

- bei völlig gesunden Menschen
- bei Nervosität
- bei Alkohol- und Kaffeekonsum
- bei unbehandelter Herzschwäche
- während oder nach Herzentzündungen

- bei Schilddrüsenüberfunktion

2. Kammer-Extrasystolen oder ventrikuläre Extrasystolen

Sie treten auf

- bei völlig gesunden Menschen
- bei Menschen mit koronaren Herzkrankheiten
- bei Herzschwäche
- bei zu hoher Dosierung von Digitalis

- während oder nach Herzentzündungen

 

Laut Statistiken macht der Großteil der Menschen in seinem Leben die Erfahrung, dass ihr Herz hin und wieder aus dem Takt gerät. In den meisten Fällen ist es harmlos und erfordert keine Behandlung.

Was aber, wenn das Herz über Jahre aus dem Takt gerät, wenn jeder 2.- 3. Herzschlag eine Extrasystole ist?

Meine persönlichen Erfahrungen

Mein Herz hatte bereits in jungen Jahren beschlossen, Extrasystolen zu produzieren. Als Kind und Jugendlicher versetzte mich das jedesmal in Panik. Andeutungen gegenüber Eltern und Ärzten brachten nichts, niemand erkannte meine Not. In mir verfestigte sich der Gedanke, dass ich eines Tages einfach tot umfallen würde.

Auf dem Weg zum Erwachsenwerden verschärfte sich diese Problematik. Mein Herz war ständig aus dem Takt. Dazu kamen oft Schwindel und Benommenheit. Im Alter von 30 Jahren besuchte mich zum erstenmal der Notarzt und mit ihm landete ich im Krankenhaus. Die überraschende Diagnose: Das Herz ist völlig gesund.

Die häufigen Extrasystolen schob man auf die Psyche. Ja, ich war zu diesem Zeitpunkt nervlich am Ende, aber ist das nicht auch normal, wenn das Herz über Jahre macht was es will? Als Konsequenz empfahl man mir einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Vier Monate verbrachte ich dort, lernte viele nette Menschen kennen, konnte mich ausprobieren... nur die Symptomatik, die blieb.

Die folgenden acht Jahre waren geprägt von Psychotherapien, stationären Klinikaufenthalten, Besuche bei verschiedenen Kardiologen, Sportversuchen (die alles verschlimmerten), stundenlangen Recherchen im Internet, Schriftverkehr mit Ärzten auf Internetplattformen... Keine Anhaltspunkte. Kräftemäßig war ich am Ende. Auch wenn diese Extrasystolen ungefährlich waren, sie raubten mir jede Form von Energie. Dazu kamen eine ständige Benommenheit, Druck in den Ohren, im Oberbauch... einfach eine große Unsicherheit. Ich reduzierte meine wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden, ich dachte über Selbstmord nach.

Zum x-ten mal wechselte ich den Arzt, zögerte lange, hatte Angst vor irgendwelchem bla bla.

Aber es geschah das Unglaubliche, innerhalb von wenigen Minuten waren meine Symptome verschwunden.

                                       

Probleme mit dem Rücken

WIE?

Durch das Einrenken von Wirbeln.

Ich möchte anmerken, dass ich selber oft den Gedanken hatte, es könne am Rücken liegen. Aber immer wurde diese Idee belächelt, selbst von Orthopäden.

 Ich denke an die vielen Menschen, die in Foren verzweifelt von diesem Problem berichteten und die nur vertröstet wurden. 

Vielleicht gelingt es mir, mit diesem Artikel zu helfen.

Autor seit 5 Jahren
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