Der Hass

Hass ist der Gegenpol zu der Liebe. Eine Emotion, die eine starke Abneigung beinhaltet. Oft resultiert Hass aus einer tiefen Verletzung. Hass könnte man mit einer Antihaltung vergleichen, wobei bei einer solchen extremen Emotion der Schritt zum Gegenteil auch möglich bleibt.

Verwendung

Ich hasse Dich! Dieser Satz wird oft aus gekränktem Stolz gesagt. Man ist verletzt worden und will sich mit diesem Satz rächen. Auch Kinder sagen schnell mal zu ihren Eltern: "Ich hasse Dich", dass dieses oft gar nicht so gemeint ist, versteht sich eigentlich von selbst.
(Natürlich gibt es auch Ausnahmen)
Hassen ist ein Begriff aus der Ornithologie. Man versteht darunter, die Scheinangriffe und Alarmrufe einiger Vögel um andere zu verscheuchen oder sich vor Angriffen zu schützen. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, die den Widersacher direkt angreifen.

Wenn aus Liebe Hass wird

Wer die besondere Zuneigung für einen Menschen empfindet, kann schon ahnen, dass er den Menschen, den man liebt, auch hassen kann. Wenn man zu tiefst verletzt wird, kann aus Liebe Hass werden. Dieser Hass kann besonders gefährlich sein, denn er macht unberechenbar. Man spricht von blindem Hass oder blinder Wut.

Das Unberechenbare daran ist, dass man dem Menschen der einem enttäuscht, verletzt oder auch benutzt hat leiden lassen möchte. Er soll genau die Schmerzen verspüren, die man selber gefühlt hat. Er soll so leiden und verletzt werden, wie man selbst verletzt wurde.

Nicht unlängst wurden Menschen die jemanden geliebt haben auch zu dessen Mörder.

Woran erkennt man Hass?

Sicherlich wäre es interessant, eine Antwort auf die Frage zu bekommen. Diese negative Emotion steigt langsam in dem "Hasser" auf. Es kann sich durch Wut und Ekel bemerkbar machen. Man kann Hass sicherlich gut bei sich selber erkennen. Doch man kann dem Hass auch in die Augen blicken.

Ich habe dem Hass ganz tief in die Augen geblickt

Beängstigend ist das Gefühl, wenn man dem unberechenbaren Hass ins Auge blickt. Augen die kalt, wie das ewige Eis sind. Augen so hart wie Stein und so unendlich leer. Man spürt den starren Wahnsinn, in einer Stille und kann den Blick nicht von den Augen voll Hass lassen. Die Kehle, die sich langsam zuschnürt im Rausch der Abneigung. Tiefe, unerbittliche und kaum beschreibbare Abneigung.

Man siehst den Hass und ahnt nicht, was passieren wird, man weiß jedoch, dass etwas passieren wird. Wer einmal in solche Augen geblickt hat, wird es nie wieder vergessen. Wenn die folgende Situation dann den ganz "normalen" Wahnsinn übersteigt, wird man mit diesem Blick immer wieder einen Schauer verbinden.

 

Der Blick des Hasses liegt wie ein Schatten auf der Seele, ein vergessen wird es nicht geben. Ahnte man vorher nicht zu welchen Untaten Menschen die hassen fähig sind, um so erschütterter ist man in dem Momenten wo man die Taten aus Hass sieht, mitbekommt oder mit dem Ergebnis leben muss.

 

Hass - die Waffe

Der Hass ist nicht das Instrument der Taten, der Hass ist der Auslöser. Man könnte es so sagen, die rechte Hand des Präsidenten die den roten Knopf drückt. Hass ist nur die Emotion, aber nicht die ausführende Kraft. Doch aus Hass werden grausame Verbrechen Realität. Der Hass hinter lässt Spuren der Verwüstung.

Aus Hass verstümmelt

Immer wieder vernimmt man Geschichten in denen Menschen entstellt wurden, von dem Menschen der Einem doch einst so Nahe war. So gibt es Frauen, die von Säure übergossen wurden, der schauerliche Anblick in die Augen der Betrachter eingebrannt. Doch wie muss es erst dem Opfer gehen in seiner Verzweiflung, in seiner Wut und in seinem Hass?

Es gibt Opfer, die mit Waffen attackiert wurden, damit sie keinen anderen Menschen mehr finden der sie liebt. Es scheint so, als würde mancher Täter nicht nur den gekränkten Stolz rächen, sondern auch Besitzansprüche stellen. Und alles nur aus einem Grund: HASS.

Aus Hass ermordet

Wenn man aus Hass zum Mörder wird. Eine der schändlichsten Formen von Hass ist es, wenn man den Wunsch umsetzt einen anderem Menschen zu vernichten. Sei es aus Rage oder als kühle,bewußte Handlung, man raubt nicht nur einem Menschen das Leben, man zerstört dadurch auch die Leben der Familien und sein eigenes. Wie tief muss so ein Hass sitzen?

Sich selber hassen

Sich selber zu hassen ist das Gift für den eigenen Geist und die eigene Seele. Man empfindet Hass gegenüber sich selber aus den unterschiedlichsten Gründen. So kann es sein, das man mit seinem Aussehen einfach nicht zufrieden ist und sich deshalb nicht wohlfühlt, ja, sich sogar als hässlich bezeichnen würde.

Es kann jedoch auch sein, das man unschöne Angewohnheiten an sich hasst, diese Form des Hasses kann durchaus vertretbar sein, wenn sie dazu führt, dass man diesen Angewohnheiten einstellt oder zumindest es versucht.

Aus dem Hass gegen sich selber kann auch die Selbstzerstörung resultieren und diese ist nicht nur der Feind eines gesunden Körpers, sondern auch der Feind einer kranken Seele.

 

 

Autor seit 5 Jahren
110 Seiten
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