Wer wie ich passionierter Kaffeetrinker ist, weiß einen guten, cremigen Milchschaum zu schätzen. Was wäre ein Cappuccino oder ein Latte Macchiato ohne die charakteristische Milchkrone? Mit vielen Kaffeevollautomaten und Nespresso-Kaffeemaschinen lässt sich die Milch bereits über das Gerät aufschäumen. Hat man diese Möglichkeit jedoch nicht bzw. möchte man einen noch feineren Milchschaum gewinnen, ist ein Milchaufschäumer unerlässlich. Meine Wahl fiel dabei auf den Induktions-Milchaufschäumer SM 9684 von Severin.

Intuitive Bedienung des Milchaufschäumers

Eines vorneweg: SM hat nichts mit "50 Shades Of Grey" zu schaffen, und wer fürchtet, das Gerät könnte sich als komplizierte Angelegenheit für Masochisten erweisen, irrt. Ganz im Gegenteil: Selbst ohne Studium der kurzen Betriebsanleitung ist man imstande, binnen kürzester Zeit leckeren Milchschaum zu erzeugen. Angesichts des für einen Milchaufschäumer hohen Preises muss man natürlich überlegen, ob sich die Anschaffung lohnt. Mir war und ist es den Preis wert.

Früher griff ich zu günstigen, batteriebetriebenen Geräten, die meist schon nach recht kurzer Zeit den Geist aufgaben. Zudem war das Schlagen größerer Milchmengen ein nerviges Geduldsspiel. Nicht zu vergessen der Batterieverbrauch. Das mag eine Macke von mir sein, aber ich hasse es, wenn Geräte mit Batterien betrieben werden. Mit der Zeit gehen die Batterien ins Geld, und besonders umweltfreundlich sind sie auch nicht. Deshalb habe ich vor einiger Zeit etwas mehr Kohle in die Hand genommen und diesen Milchaufschäumer erstanden.

Rasch zubereiteter Milchschaum

Hierzu muss ich anfügen, dass ich täglich Kaffee trinke, gerne mit Milchkrone. Wer nur ab und an Milchschaum benötigt, fährt mit einem batteriebetriebenen Milchaufschäumer für ein paar Euro selbst auf lange Sicht gesehen eindeutig besser. Für häufigeren Genuss kann ich jedoch dieses Gerät wärmstens empfehlen. Was mich als Design-Fetischisten sofort angesprochen hat, war das Design. Werbebilder lügen ja oft – nicht in diesem Fall: Der Induktions-Milchaufschäumer Severin SM 9684 sieht richtig schick aus und ist keines dieser Geräte, die man sofort wegräumen muss, damit die Küche nicht aussieht, als hätte ein Kind sein kunterbunt montiertes Lego-Monster auf der Arbeitsplatte vergessen.

Alle Teile des Geräts sind hochwertig gefertigt, als da wären: Die Basisstation, die Edelstahl-Kanne, ein Kunststoffdeckel, damit die Milch nicht spritzt, sowie zwei Rühreinsätze. Die Zubereitung ist einfach wie nur was: Einer der beiden Rühreinsätze – einer fürs Aufschäumen, einer nur zum Erwärmen der Milch – wird am Boden der Kanne eingesetzt, die Milch wird eingegossen, Deckel drauf, rein in die Basisstation, Startbutton gedrückt, das war's. Vollautomatisch wird die Milch aufgeschlagen oder erwärmt, und das Gerät schaltet sich ab, sobald es fertig ist. Man kann höchstens die Rühreinsätze verwechseln – der geriffelte ist fürs Aufschäumen, der glatte fürs Erhitzen -, ansonsten besteht keine Gefahr, irgendwas falsch zu machen.

Hier kommt auch der ganz große Vorteil der Induktionstechnik zum Tragen: Anbrennen ist unmöglich. Das ganze Gerät wirkt nicht nur durchdacht, es ist auch von A bis Z durchdacht. Zum einen lässt sich das Kabel am Bodeneinsatz aufwickeln, zum anderen bewahrt man die magnetischen Rühreinsätze in exakt abgestimmten Halterungen am Basisgerät auf. Rühreinsatz verlieren? Mission Impossible!

Kakao mit festem Milchschaum - ein ...

Kakao mit festem Milchschaum - ein Traum! (Bild: https://pixabay.com)

Günstigere Milchaufschäumer

Relativ teurer, aber hochwertiger Induktions-Milchaufschäumer

Besonders wichtig für überflüssige Arbeit scheuende Leute wie mich: Die Reinigung. Abgesehen von der Basisstation dürfen und sollen alle Teile des Induktions-Milchaufschäumers in den Geschirrspüler. Ich benutze das Gerät seit 2014 regelmäßig, und die Kanne, die Rühreinsätze und der Deckel wirken wie neu gekauft, obwohl sie bereits zig Besichtigungstouren im Geschirrspüler hinter sich haben.

Auch was den Milchschaum betrifft bin ich vollauf zufrieden. Der Schaum ist so, wie er sein sollte: Fluffig leicht und dennoch von fester Konsistenz, was wichtig ist, da ich den Milchschaum gerne mit etwas Kakaopulver bestreue.

Von manchen Gerätebesitzern wird die Lautstärke bemängelt. Meiner Meinung nach handelt es sich um einen höchst subjektiven Einwand, den ich nicht teilen kann: Selbstverständlich kann ein elektrischer Milchaufschäumer nicht völlig geräuschlos arbeiten. Übrigens bin ich hypersensibel, was Lärm anbelangt, und es wäre mir aufgefallen, wenn dieses Gerät ungewöhnlich laut wäre. Auch in diesem Punkt kann ich den Induktions-Milchaufschäumer nur empfehlen.

Einziges echtes Manko ist aus meiner Sicht wie schon eingangs erwähnt der recht hohe Preis. Hier muss man abwägen, was einem ein hervorragender Milchschaum wert ist. Für den gelegentlichen Gebrauch ist der Kaufpreis doch ziemlich happig. Bereitet man aber öfter Milchschaum zu – kleiner Tipp: Den Kakao für die lieben Kleinen oder Großen verfeinert man gleichfalls mit einer schönen Milchkrone! -, kann ich den Induktions-Milchaufschäumer Severin SM 9684 ans Herz legen. Geben Sie lieber ein paar Euro mehr aus für hervorragende Qualität, anstatt ein wenig zu sparen und sich über die dürftige Qualität des Milchschaums zu ärgern. Man sollte sich und seinen Lieben ja auch mal was gönnen.

Autor seit 6 Jahren
836 Seiten
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