Lust auf Wellness in den eigenen vier Wänden?

Sie kommen an einem trüben Wintertag von der Arbeit nach Hause in die spärlich beheizte Wohnung - da heißt es erst einmal, sich warm anziehen oder falls Motivation da sein sollte: ein paar Runden um den Block joggen – vergessen Sie das, dazu raffen Sie sich sowieso nur in den seltensten Fällen auf! Also lieber die nächstgelegene öffentliche Sauna aufsuchen? Auch schön, nur wäre es noch schöner, die wohlige Wärme bei sich zu Hause erleben zu können, wann immer Sie Zeit und Lust haben. Also los - steigen Sie in Ihre eigene Infrarotkabine und lassen Sie sich verwöhnen!

Was erwarten Sie von Ihrer Wärmekabine?

Damit Ihr Wellness-Ausflug zu einem Highlight wird, sollten Sie einiges beachten. Machen Sie sich vorab über den Einsatzzweck der Infrarotkabine Gedanken.

Geht es Ihnen um pure Entspannung oder auch bzw. in erster Linie um einen therapeutischen Einsatz? Je nachdem wo bei Ihnen der Schwerpunkt liegt, gibt es ganz unterschiedliche Geräte und Möglichkeiten.

Für pure Wellness:

  • Wenn Sie eine Kabine suchen, um den Alltag hinter sich zu lassen und pure Wellness zu genießen, sollten Sie nach Infrarot-Wärmekabinen oder Infrarot-Saunen Ausschau halten. Das sind nämlich die richtigen Fachbegriffe dafür - ein kleine aber feine sprachliche Nuance, die oft nicht genug beachtet wird. Sie verwenden als Infrarot-Strahlung nur Infrarot B und C. Die Strahlung dringt kaum ein, da das in den oberen Hautschichten vorhandene Wasser für sie eine undurchdringliche Barriere bildet. Es entsteht Wärme, die vergleichbar mit dem Effekt ist, den sie erreichen, wenn Sie ein schönes heißes Bad nehmen oder in die Sauna gehen. Sie stimulieren das Immunsystem, steigern die Durchblutung, beugen grippalen Infekten vor und lindern auch Hautprobleme.

Für medizinische Zwecke:

  • Wenn Sie allerdings eine Kabine suchen, die darüber hinaus durch die Tiefenwärme auch medizinische Zwecke erfüllt (z.B. bei Rheuma, Fibromyalgie, Muskelschmerzen, tiefe Rückenschmerzen etc.), sollten Sie nach Infrarotkabinen mit Vollspektrumstrahlern suchen. Diese Vollspektrumstrahler (z.B. Vitae-Strahler von Philips) emittieren außer Infrarot B und C noch kurzwellige Infrarot A-Strahlung, die bis in tieferliegende Gewebsschichten vordringen kann. Reine Infrarot-A-Infrarotkabinen gibt es nicht, da dies zu einer Körperüberhitzung führen könnte. Deshalb wird meist eine Mischung aus A, B und C eingesetzt. Aber der prozentuale Anteil von ca. 20 % IR-A bewirkt schon eine Einstrahlung in die Gewebetiefe und dortige Wärmeweiterleitung.

Es ist also durchaus sinnvoll, sich die Strahler, d.h. die Reflektoren, die für die Streuung der Strahlung zuständig sind, näher anzuschauen, denn es ist essentiell, wie die Strahlung auf den Körper trifft. Es gibt Keramik-Strahler (Strahlungsspektrum Infrarot C), Magnesiumoxid-Strahler (Strahlungsspektrum Infrarot C), Flächenstrahler und Vitae-Strahler (Philips), das sind sogenannte Vollspektrumstrahler mit A-, B- und C-Infrarot, die tiefer ins Gewebe eindringen. Hierbei spricht man von Tiefenwärme.

 

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Was ist Infrarot?

Eine Infrarotkabine wärmt den Körper nicht durch die heisse Raumluft, wie das bei der klassischen Sauna der Fall ist, sondern mit Infrarotstrahlung. Es gibt 3 Arten von Infrarot.

Infrarot A 760 – 1400 nm

Infrarot B 1400 – 3000 nm

Infrarot C 3000 nm – 1 mm

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Da das Wärmeempfinden jedes Einzelnen unterschiedlich ist, sollten Sie darauf achten, dass die Infrarotkabine über eine individuelle Leistungsregelung verfügt.
  • Achten Sie auf die Strahlerart (siehe oben)
  • Meiden Sie Kabinen aus Fernost (dünne Wände oder auch schadstoffbelastetes Material durch Holzlacke etc.)
  • Achten Sie auf den Ruf des Herstellers, die Qualität der Teile und die Gewährleistung, denn die Infrarotkabine ist eine Investition, die Ihnen lange Freude machen soll

Wie sollten Sie die Infrarotkabine nutzen?

  • Die Wellnessoasen können das ganze Jahr über genutzt werden
  • Eine regelmäßige Verwendung ist sinnvoll
  • Auch zur Verletzungsprävention kann vor dem Sport kann über Infrarot aufgewärmt werden
  • Beim Aufstellen muss generell darauf geachtet werden, dass ca. 10 cm Abstand zur Wand eingehalten werden
  • Der Untergrund sollte trocken, fest und eben sein, z.B. Fliesenboden
  • Meist genügt zum Anschluss eine normale Steckdose von 230 V

Trotzdem ist Vorsicht geboten

Von der Behandlung mit Infrarot A-Strahlung wird abgeraten bei:

Implantaten, z.B. Herzschrittmachern, künstliche Hüften oder Metallschrauben

 Es gibt übrigens auch Infrarotkabinen mit integriertem (zuschaltbarem) Solarium - auch eine Alternative, allerdings noch etwas rar auf dem Markt.

Wie bei jedem Investitionsgut gilt auch bei der Infrarotkabine - erst informieren, dann kaufen (oder selber bauen) und richtig genießen!

Autor seit 5 Jahren
103 Seiten
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