Warum wird der Internationale Katzentag gefeiert?

Seit 2002 wird der von der International Fund for Animal Welfare (IFAW) ins Leben gerufene Ehrentag für Katzen abgehalten. Dieser spezielle Tag soll vor allem die Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Katzen lenken,

  • die in Tierheimen auf ein Zuhause warten.
  • Streuner-Katzen, die menschliche Hilfe bräuchten, weil sie von Hunger und Krankheiten geplagt sind.
  • Die wunderschönen Groß- und Kleinkatzen (Felidae), deren Lebensräume von der Unvernunft der Menschen bedroht sind, deren Überleben gefährdet ist, deren Arten von Ausrottung und Aussterben bedroht sind.

Tipp des Tages:

Lieben Sie Ihre Katze, verwöhnen Sie ihren Schmusetiger mit viel Liebe und Aufmerksamkeit. Unterstützen Sie die örtlichen Tierschutzorganisationen, die den Streunerkatzen zu helfen versuchen. So helfen Sie Katzenelend zu verringern. Schnurr!

Und wenn Sie ihrer eigenen Katze zu diesem Anlass ein Baldikissen schenken, bitte diese hilfreichen Tipps beachten.

Katzen als Haustiere - eine 9.500 Jahre alte Geschichte

Das Zusammenleben von Katze und Mensch hat wahrlich eine alte Tradition.

Die Genforschung brachte auch in die kätzischen Abstammungslinien mehr Klarheit. Man unterschied früher in Katzen, die brüllen, aber nicht schnurren und Katzen, die schnurren, aber nicht brüllen können. Heute stellt sich dieser Stammbaum der Katzen dar:

  • Panthera-Linie (Löwe, Tiger,...)
  • Borneokatzen-Linie
  • Karakal-Linie
  • Ozelot-Linie
  • Luchs-Linie
  • Puma-Linie
  • Bengalkatzen-Linie
  • Hauskatzen-Linie (Hauskatze, Wildkatze, Falbkatze,...)

Der jüngste entwicklungsgeschichtliche Zweig, die Ahnen unserer heutigen Hauskatze, kommen auf jeden Fall aus Afrika. Eine Genstudie von 2007 belegt die Falbkatze als Ahnin der Hauskatze.

Der älteste Hauskatzenfund kommt aus einem Menschengrab auf Zypern, Datierung: 9.500 vor Chr. Da es auf Zypern nie Wildkatzen gab, handelte es sich mit größter Sicherheit um ein domestiziertes Tier - die erste historisch belegte Hauskatze.

Hahn im Korb? Nein, Katze im Korb!

Brotkorb (Bild: adele sansone)

Wo gab es nie Katzen?

Die Katzentiere verbreiteten sich weltweit, bis auf die Antarktis und Australasien (Australien, Neuseeland, Neuguinea und die umliegenden Inselgruppen). Da sich diese Gebiete erdgschichtlich schon lange vor dem Auftauchen der ersten Katzen abgespaltet haben, fehlen sie hier.

Die Katzen in diesen Regionen sind als Neozoon (Tierart, die in ein Gebiet, wo sie nicht schon immer vorkam, eingeführt oder unabsichtlich eingeschleppt wurde) eine Bedrohung für die empfindliche endemische Fauna. Eine drastische Dezimierung der Hauskatzen, besonders der verwilderten, wenn nicht gar eine Ausrottung steht zur Debatte.

Katzen in allen Lebenslagen

bequem? (Bild: adele sansone)

Katze und Frau - das ideale Paar?

Um den Beziehungsstrukturen zwischen Hauskatze und Mensch auf den Grund zu kommen, beobachtete ein Forschungsteam um Kurt Kotrschal 40 Besitzer und Besitzerinnen und ihre kätzischen Lieblinge. Es handelte sich in allen Fällen um reine Zweierbeziehungen, sogenannte Dyaden und Wohnungskatzen.

Es waren wechselseitige und längerfristige Paarbeziehungen mit einen gewissen Wert für beide, Katze und Mensch. Bei besagter Paar-Beziehung zwischen Frau und Katze erhält die Katze Nahrung und Pflege und gibt dafür dem Frauchen Zuwendung. "Das ist wirklich ein Gegengeschäft", so Kotrschal.

Was wurde dabei beobachtet?

Die Verhaltensbeobachtungen reichten von Lautäußerungen zwischen Mensch und Katze, Füttern bis zum Spielen. Video-Analysen dieses Materials ließen interessante Aufschlüsse zu. "Damit sind Verhaltensrituale zwischen Mensch und Katze gemeint", erklärt Kotrschal. "Wenn diese Verhaltensweisen immer gepaart auftreten, sprechen wir von einem Zeitmuster. Also eine Folge von Verhaltensweisen, die immer wieder auftreten: Der Besitzer greift zur Katzenfutterdose, die Katze stürmt in die Küche, umstreicht seine Beine und maunzt auf bestimmte Weise."

Shopping-Katze?

Katze und Frau - das passt!

Abgesehen von unterschiedlichen Verhaltensweisen, dem Alter der Kätzchen entsprechend, zeigte sich ein eindeutiges Bild. In den Katze-Frau-Beziehungen wurden auffällig mehr Verhaltensmuster gefunden als bei männlichen Besitzern. Frauen agierten also mehr und intensiver mit ihren Tieren.

Vereinfacht ausgedrückt: Frau spielt, schmust, redet mit Katze, bekommt Zuwendung, Zärtlichkeit, Schmusen, ja sogar Trost zurück; Mann (Ausnahmen gibt es auch hier) geriert sich als der einfache Dosenöffner. Ganz ehrlich; Wir (Frauen) haben das immer schon gewusst!

Anmerkung: Kurt Kotrschal leitet die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle für Ethologie in Grünau. An der Universität Wien ist er stellvertretender Leiter des Departments für Verhaltensbiologie.

Studie: "Factors influencing the temporal patterns of dyadic behaviours and interactions between domestic cats and their owners" von M. Wedl et al.

Adele_Sansone, am 06.08.2013
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Bildquelle:
adele sansone (Wo steckt eine echte Katze dahinter? Meerkatz, Bärenkatze & Co)
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Woher kommt das Wort Katze?)
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Hast du eine Meise? Von Kohl-, Blau-, Hauben oder Tannenmeisen)

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