Miau - Die Familie der Katzen - Felidae

Schon vor Jahrmillionen gab es Katzen auf der Erde, allerdings wäre deren Größe für den Menschen heute furchterregend. Die ältesten fossilen Funde sind etwa 35 Millionen Jahre alt. Die Kleinkatzen, wo unsere geliebte Hauskatze dazugehört, sind stammesgeschichtlich älter (5 Millionen Jahre) als die heutigen Großkatzen (2 Millionen Jahre).

Die Hauskatze Felis sylvestris f. catus gehört zur Familie der Katzen (Felidae) mit 18 Gattungen und 36 Arten. Zu dieser Familie der Ordnung Raubtiere (Carnivora) gehören so prächtige Großkatzen, wie Tiger, Löwe, Leopard, aber auch eher unbekannte Arten, wie die Goldkatze aus Afrika oder die Marmorkatze. Gefährdet, wenn nicht sogar schon vom Aussterben bedroht sind heimische Arten, wie der Luchs oder die Wildkatze.

Domestiziert wurde die Hauskatze vor etwa 6.000 Jahren. Funde aus der Antike auf Zypern zeugen davon. Und weil sie in unseren Haushalten so zahlreich Einzug gehalten hat, gibt es sogar einen Internationalen Tag der Katze.

 

Und weshalb Katzen Baldrian so lieben, wollen Sie bestimmt auch wissen.

 

Mitglieder der Familie der Katzen

Jawohl, diese süßen oder imposanten pelzigen Vierbeiner gehören eindeutig zur Familie Felidae und nennen sich "Eigentliche Katzen". Unterteilt werden sie in Großkatzen, wie Tiger, Löwe, Leopard oder Nebelparder (Neofelis nebulosa) - wobei die Linie Panthera in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika verbreitet ist. Bis auf den Löwen sind sie Einzelgänger.

Kleinkatzen werden unterteilt in amerikanische wie Puma, Ozelot; afrikanische, wie Gepard, Falbkatze oder Karakal. Die Falbkatze ist dabei die Urmutter unserer geliebten Hauskatze. Europäische und asiatische Kleinkatzen, wie eurasischer Luchs (Lynx lynx), Illustration aus der kleine Luchs kehrt heim

Iberischer Luchs/Pardelluchs (Lynx pardinus), Wildkatze (Felis sylvestris) und die beiden mit Schwimmhäuten versehenen asiatischen Katzen: Bengalkatze (Prionailurus bengalensis) und Fischkatze (Prionailurus viverrinus) gehören dazu.

 

 

Schnurren oder Brüllen - das ist hier die Frage

Besser gesagt, es ist eine Frage des Zungenbeins. Der kleine feine anatomische Unterschied beim Zungenbein entscheidet darüber, ob Kätzchen schnurren (beim Ein- und Ausatmen) - wie die Kleinkatzen, oder brüllen - wie Tiger und Löwe, die Großkatzen. Ausnahme: der Schneeleopard, der ebenfalls schnurren kann, aber nicht brüllen. Illustration Papa ist der Beste

"Verknöchert" ist in diesem Zusammenhang kein Schimpfwort; denn es hat sich herausgestellt, dass alle Katzen, die schnurren können, ein verknöchertes Zungenbein haben. Wenn die Tiere atmen, dann reibt die Luft an diesem Knochen vorbei - die Katze schnurrt.

 

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Die Schleichkatzen (Viverridae) und die Kaffeebohne

Nahe verwandt und doch daneben: die Schleichkatzen.

Sie sind eine eigene Familie unter den Katzenartigen (Feloidea), gehören allerdings nicht zu den eigentlichen Katzen (Felidae). Nahe verwandt sind sie ebenfalls mit Mangusten und Hyänen.

Zu ihren Vertretern gehören:

  • die Zibetkatzen (Viverrinae),
  • Palmenroller (Paradoxurinae) und
  • Bänder- und Otterzivetten (Hemigalinae).

 

 

Delikat? Schleichkatzenkaffee Kopi Luwak

Prost, Mahlzeit. Das Neueste und Teuerste auf dem Kaffeemarkt. Die von der Schleichkatze, dem sog. Luwak gefressene und wieder ausgeschiedene Rohkaffeebohne ist die Rarität auf dem Kaffeemarkt.

Katzenschiss in der Tasse - nicht so das Meine!

Ich muss, wie schon öfter gesagt, nicht unbedingt alles ausprobieren.

Einfach zum Nachdenken!

Muss es, nur um besonders exotisch zu sein, unbedingt auch mit Tierleid verbunden sein? Denn das muss man sich schon vergewärtigen: Die Zibetkatzen extra in Käfigen zu halten, nicht gerade die artgerechtesten Behausungen, wie man sieht; nur um dann die "ausgeschissenen anverdauten" Kaffeebohnen zu ernten, rösten und zu vermahlen?

Es soll bereits eine Alternative durch künstlich zugeführte Enzyme geben. Tierquälerei muss nicht unterstützt werden.

 

Um sich gleich einmal abzugrenzen - mit der Katzenfamilie haben die weiteren tierischen Vertreter hier wenig, bis gar nichts zu tun.

Meerkatze gegen Meerkat - wer gewinnt den kätzischen Bewerb?

Meerkatzen contra Meerkat - Who is who? Ist eine Meerkatze eine Katze?

Die eine Meerkatze - Gattung Cercopithecus - gehört zu den Primaten, die andere "Meerkat", vulgo das Erdmännchen, zu den Mangusten. Da soll sich noch einer auskennen.

Die äffischen Meerkatzen haben so nette Begrüßungsrituale, wie Nasenreiben oder freundlich hochgestellte Schwänze, ähnlich wie die Hauskatzen. Das Zähnezeigen allerdings bedeutet bei ihnen nicht Lächeln, sondern Furcht oder "tu mir nichts".

Die Bezeichnung "Meerkatzen" könnte so entstanden sein: Im 16. Jahrhundert wurden diese Affen "übers Meer" nach Europa gebracht, und das indische Wort für diese Äffchen ist "markata".

Die Meerkat, englmeerkat; (Suricata suricatta) allerdings, ist eine aus dem Afrikaans für Erdmännchen stammende Bezeichnung. Kommt es vom "Männchenmachen"? Vom "aufrecht Gehen"? Über diese Namensentstehung und Bedeutung gibt es ungefähr so viele Hypothesen, wie Erdmännchen in Zoos herumwuseln und die Zuschauer entzücken.

Den Wettstreit "Katzen" gewinnt das Erdmännchen, weil es immerhin als Gattung zu den Katzenartigen (Feloidea) zählt.

 

Meerkatzen - Affen (Bild: SaWi / Pixabay)

Der Katzenbär, der hat es schwer

Der Katzenbär/Bärenkatze (Ailurus fulgens) - Rote Panda, hat ebenfalls keinen leichten Stand. Nicht nur, dass er in den Zoos mit dem wesentlich berühmteren großen Bruder, dem großen Panda, an Bekanntheit konkurrieren muss, werden von leicht unwissenden Besuchern gerne die skurrilsten Theorien aufgestellt.
"Der kleine Panda, weißt du", erklärt der Papa mit stolzgeschwellter Brust seinem Nachwuchs, "der heißt so, weil er noch jung und klein ist. Wenn er groß ist, verfärbt er sich, wird schwarz-weiß und ist dann ein großer Panda." O-ton aus dem Zoo.

Na geh, da schau ich aber!

Der kleine oder rote Panda wird heute als eigene Familie: Ailuridae (Katzenbären) angesehen. Den Namen Katzenbär verdankt er sowohl seinem "Katzenkopf" als auch seiner Gewohnheit, sich beim Erwachen "kätzisch" mit den Vorderpfoten zu waschen.

Lesetipp: Der kleine Panda

Ob Katzenfisch oder Katzenhai, die sind nicht wasserscheu

Sie tragen so hübsche Namen, wie Katzenwels oder Katzenfisch. Die Katzenwelse sind eine Familie von nordamerikanischen Kleinwelsen. Ameiurus nebulosus ist ein nachtaktiver Raubfisch, der seine Beute auf dem Gewässerboden jagt.

Die Katzenhaie (Scyliorhinidae) wiederum sind die kleinsten Vertreter unter den Haien. Wie diese Tiere zu ihrem Namen gelangten? Ihren Namen verdanken sie den kleinen Flecken und den katzenartigen Augen. Na bitte.

Junge Katzenhaie (Bild: Markus Studer / Flickr)

Auch wenn Leopard im Namen steckt, drin ist ganz was anderes

Leopardendrückerfische, Leopardengeckos oder Leopardenfrösche haben nur eine Gemeinsamkeit: Flecken. Wie auch die Bengalkatze dank ihrer Fecken mancherorts als "Leopardkatze" bezeichnet wird.

 

Der berühmte Cameleopard

Fast hätte sich in diese Reihe auch ein extrem langbeiniger und langhalsiger Vertreter, nämlich die Giraffe, eingereiht. Aufgrund der Form und der Fellmusterung glaubte man nämlich bei seiner Entdeckung bereits in der Antike, dass die Giraffe (Giraffa cameleopardis) aus der Kreuzung einer Kamelstute mit einem Leopard hervorgegangen sei, und nannte sie darum "Cameleopard".

Wenn man das obigen Zoobesuchern erzählt - die glauben das prompt.

Lesetipp: Giraffe und Okapi

Die Nebelkatze - oh wie duster

Den Nebelparder (Neofelis nebulosa) gibt es wirklich. Und die Nebelkatze?

"Gut verborgen in den Nebeln des Vaestenfogg jagen die Nebelkatzen" - geheimnisvoll, aus dem Nebel zuschlagend, brandgefährlich. Ach ja und sie gehören eindeutig ins Rakshazarische Bestiarium, sprich ins Reich der Fantasie.

 

Katzenpfötchen und andere Putzigkeiten aus dem Pflanzenreich

Ihre Ähnlichkeit zu kätzischen merkmalen, wie Pfötchen, Schnurrhaaren oder Fell trugen zu ihrer Namensgebung bei. Aber das braucht eindeutig einen eigenen Artikel.

Bis bald!

 

Quellen: u.a.

  • Enzyklopädie der Säugetiere, National Geographic 2005;
  • Unbekannte Tierwelt, Weltbild, 1997 Augsburg
  • Säugetiere, International Knowlwdge; Contmedia, 2008 Burg
  • Tiere, Dorling Kindersley, 2006 Starnberg
Adele_Sansone, am 19.01.2014
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Bildquelle:
a.sansone (Weltkatzentag - ein Festtag für Katzen und Katzenfreunde)
NABU/P.Kühn (6 interessante Fakten über den Grünspecht)

Autor seit 5 Jahren
270 Seiten
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