Was aber ist dran an dieser Überlieferung? Handelte es sich nur um eine Abschreckung, um zu verhindern, dass wir am Morgen zu müde waren? In dem Moment, in dem das Kind gespannt auf den weiteren Verlauf ist, dürfte ihm das so ziemlich egal sein. Vertieft in die Unendliche Geschichte, Harry Potter oder andere Bücher, interessiert nur noch die Handlung im Buch.

Gründe für Kurzsichtigkeit

Inzwischen hat man festgestellt, dass Kurzsichtigkeit in Städten häufiger vorkommt, als auf dem Land. Das wird darauf zurückgeführt, dass Menschen auf dem Land sich mehr im Tageslicht aufhalten, statt oft künstlichem Licht ausgesetzt zu sein. Zudem bedeutet es für das Auge eine besondere Anstrengung, etwas sehr nahe zu sehen. Durch die hierbei hervorgerufenen Anstrengungen wächst das Auge. Es entsteht Kurzsichtigkeit. Diese Erkenntnisse beziehen sich aber nicht nur auf das Lesen im Bett. Sie beziehen sich auf alle Tätigkeiten, die im Kunstlicht und nahe vor den Augen ausgeführt werden. Eine genaue Analyse bei Menschen ist aber nicht möglich, da das Sehvermögen auch genetisch veranlagt ist.

So hat Professor Doktor Schaeffel Experimente an Tieren durchgeführt. Es wurden ihnen Brillen verpasst, die bewirkten, dass sie alles näher sahen. Nach einiger Zeit stellte er fest, dass die Tiere kurzsichtig geworden waren.

Brille für Kluge

Auf die Sehkraft von Kindern übertragen bedeutet dies, dass sie sich möglichst lange und oft draußen im Tageslicht aufhalten sollten. Außerdem ist es gleichgültig, an welchem Ort gelesen wird. Auf die Entfernung des Buches vor den Augen kommt es an. In der Frankfurter Rundschau erschien zu diesem Thema der Artikel: »Brille: der Preis der Klugheit«, der so manchem Landbewohner leicht sauer aufgestoßen ist. Tatsache ist jedoch, dass gerade sehr belesene Personen meist eine Brille oder Kontaktlinsen tragen.

Von welchem Medium das Lesen stattfindet, spielt für die Augen eine untergeordnete Rolle. Es kommt viel darauf an, wie sehr sie sich anstrengen müssen. Die Wirkung von Buch, E-Book oder Tablet auf die Augen ist relativ gleich. Natürlich sollte man seinen Kindern das Lesen nun nicht verbieten. Sorgen Sie jedoch dafür, dass die Lichtverhältnisse gut sind und regelmäßig eine Entspannungspause für die Augen eingelegt wird. Zwischendurch ein Blick in die Ferne ist wohltuend für die Augen. Da bei einem starren Blick auf einen bestimmten Gegenstand weniger geblinzelt wird, also die Augen nicht gleichmäßig mit Tränenflüssigkeit befeuchtet werden, trocknen sie leicht aus. Sie fangen an zu brennen und es kann schnell eine Bindehautentzündung entstehen.

Quellen:

Neues aus der Myopieforschung – Earl Smith III und Prof. Dr. Schaeffel

Ärzteblatt:
https://www.aerzteblatt.de/pdf/94/17/a1121_8.pdf

Frankfurter Rundschau:
http://www.fr-online.de/wissenschaft/brille-der-preis-der-klugheit,1472788,15360842.html

http://pagewizz.com/ist-das-lesen-im-dammerlicht-schadlich-fur-die-augen-31853/ 

http://ajerrar.de

Ajerrar, am 28.09.2014
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