Bionik beinhaltet Technologien, die sich an der Natur orientieren - in der Natur gibt es keine Verschwendung

Bionik zurück zur NaturDie Bionik setzt sich im Großen und Ganzen aus fünf Modellorganismen zusammen. Hierzu zählen Pilze, Bakterien, Algen, Pflanzen und Tiere. Wissenschaftler erforschen, wie sie die Intelligenz der Natur nutzen können, um für die Menschheit bessere Lebensbedingungen zu schaffen.

In der Bionik geht es darum, dass in der Natur keine Ressourcen sinnlos verschwendet werden. Es geht darum, dass sich alles in der Natur ergänzt und alles einen Sinn hat und Verwertung findet.

Die Bäume des Waldes brauchen genügend Wasser in Form von Regen, damit ihr Wachstum gesichert ist. Mit Hilfe des Sonnenlichts findet die Photosynthese statt.

Die Bäume erzeugen Sauerstoff, in dem sie Kohlendioxid verarbeiten. Mit Ihrem Laub spenden Sie Schatten und versorgen die Tiere mit Nüssen und Beeren. Die Tiere fressen neben den Früchten der Bäume auch noch andere Pflanzen, die sie später wieder ausscheiden.

Insekten, Bakterien und andere Mikroorganismen ernähren sich von diesen Abfällen und erzeugen Dünger für die Bäume... Es findet also ein ständiger Kreislauf statt. Nichts ist umsonst, alles wird dem Kreislauf in irgend einer nützlichen Form wieder zugeführt.  

 

Der Mensch hingegen lebt als ob es kein Morgen gibt

Bionik, Biomimicry, BiomimetikIn der Bionik geht es nicht allein um das Wohl der Menschheit. Es geht darum Mensch und Natur wieder in Einklang zu bringen - so wie es viele Millionen Jahre vorher war.

Am Anfang waren die Urvölker. Sie lebten mit der Natur in Einklang. Die Menschen der Urvölker haben gelernt mit und von der Natur zu leben. Alles was sie fanden, sammelten und jagten wurde verwendet. Nichts wurde achtlos weggeworfen. Die Menschen damals hatten Respekt vor der Natur und vor den Tieren. Es ging nicht um Macht, Gier und Reichtum. Es ging einfach nur darum glücklich und zufrieden zu leben.

Als der Mensch den Zusammenhang zwischen Samenkorn und Frucht erkannte, wurde er sesshaft. Mit jeder neuen Erkenntnis entfernte sich der Mensch weiter vom Ursprung - von der Natur, von den Tieren. Heute werden kostbare Regenwälder gerodet für ein kleines Stück Ackerland. Es werden Haie geschlachtet, nur wegen ihrer Flossen. Danach werden sie achtlos ins Meer zurück geworfen, wo sie elendig krepieren. Elefanten werden gejagt wegen ihrer Stoßzähne, Robben wegen ihres Fells...

Ist die Bionik ein erster Schritt aus dieser Misere? Werden wir mit Hilfe der Biomimicry zurück finden in ein Leben mit mehr Achtung und Respekt vor der Natur und allen anderen Lebewesen?

 

Neue Technologien und Produkte in der Bionik

In der Bionik werden die natürlichen Zusammenhänge erforscht. Erstaunliche Produkte sind bereits entwickelt worden und einige davon sind auch sehr gut bekannt:

 

1. Die Bionik und der Lotus Effekt

Lotus Effekt aus der BionikDer Lotus Effekt ist wohl die bekannteste Erfindung in der Bionik. Zumindest wird der Lotus Effekt sofort in einen gewissen Zusammenhang gebracht, wenn es um ein Produkt geht, dass aus der Natur nachempfunden und entwickelt wurde. 

Der Lotus Effekt ist der Lotus Blume nachempfunden, deren Blätter über eine besondere Oberfläche verfügen auf der alles abperlt. In diesem Zusammenhang wurden Produkte entwickelt, die insbesondere an Häuserfassaden und Dächern ihren Einsatz finden. 

Aber auch Textilien, auf denen Ketchup, Kaffee und was einem sonst noch alles auf Hemd und Hose kleckern kann, verfügen bereits über den Lotus Effekt. Wer mehr über den Lotus Effekt erfahren möchte, kann hier weiterlesen.

 

2. Die Bionik und der Klettverschluss

Der Klettverschluss ist ebenfalls ein Produkt, was aus der Natur nachgeahmt wurde. Das natürliche Vorbild ist nur unschwer zu erraten - es ist die Klette. Seit 1941 tüftelte der Erfinder George de Mestral darüber nach, wie er die Eigenschaften der Klette anders nutzen konnte. Wer mehr dazu wissen will kann hier die ganze Geschichte zum Klettverschluss lesen.

 

3. Die Bionik und die Wassergewinnung

Wassergewinnung mit BionikEinem kleinen unscheinbaren Käfer haben wir eine neue Technologie zu verdanken, die es uns ermöglicht Wasser zu gewinnen, wo es gar kein Wasser gibt - nämlich in so genannten Trockengebieten.

Durch die Veranlagung des Stenocara-Käfers ist es Forschern gelungen eine Tierart ausfindig zu machen, die über ein cleveres natürliches System der Wasserversorgung verfügt. Nach diesem Vorbild der Natur finden hier neue Entwicklungen statt. Wer über diesen interessanten Krabbelkäfer mehr erfahren möchte, findet hier die ganze Geschichte.

 

 4. Die Bionik und die Klimaanlage

In der Bionik beschäftigen sich Forscher zunehmend mit dem Thema Energieverschwendung bzw. Einsparung von Energie. So entstand auf dem afrikanischen Kontinent ein riesiges Bürohaus mit großem Einkaufszentrum.

Das Besondere ist, dass dieser große Komplex über ein sehr angenehmes Klima verfügt, dass sich von allein regelt - also ohne Klimaanlage. Das Vorbild für diese beeindruckende Leistung waren die Termiten. Die Bauweise der Termitenhügel wurde mit dem Eastgate Centre nachempfunden. 

 

5. Die Bionik und das Auto

Mercedes hat ein Auto entwickelt, das einem Kofferfisch nachempfunden wurde. Als Grundlage für diese Entwicklung diente die A-Klasse von Daimler. Das Auto ist ein Viertürer mit 140 PS und bringt es auf 190 km/h mit einem Kraftstoffverbrauch von 4,3 Liter Diesel. Um den Schadstoffausstoß zu reduzieren, arbeitet Daimler mit Harnstoff. Es ist wahrscheinlich noch nicht das Nonplusultra - aber es ist ein Anfang. Bilder vom "Kofferfischauto" können Sie hier anschauen. 


Bionik eine gute AlternativeFazit: Ich denke, dass die Bionik, Biomimetik oder Biomimicry noch viele Überraschungen für uns bereit hält. Ich persönlich bin sehr gespannt wie es mit diesen Technologien weiter geht - auch wenn ein einzelner Artikel nicht alle Neuheiten auf diesem Gebiet abhandeln kann.

Es gibt mit Sicherheit noch sehr viele andere Erfindungen, die hier noch nicht erwähnt wurden. Ich wünsche allen viel Spaß bei der fantastischen Entdeckung dieser neuen atemberaubenden Technologien und Erfindungen.


 

 

Autor seit 5 Jahren
25 Seiten
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