Bei Lesen dieses Titelvorschlages gingen mir doch einige Klischees durch den Kopf ...

Männer reagieren angeblich panisch auf das Geräusch eines Staubsaugers und Frauen befürchten, dass ihre Fingernägel abbrechen könnten.
Doch genug von Klischees und Vorurteilen...
Es soll sogar Menschen geben, die gerne putzen und sich daran erfreuen, wenn alles wieder sauber ist.

Wahrscheinlich verspüren nicht viele Lust auf einen Hausputz. Das wird spätestens zur Pflicht, wenn sich Besuch angemeldet hat.
Die Arbeit wird gerne aufgeschoben und oft bekommen die Bewohner eines Haushaltes weiche Knie und ähnliche Symptome, wenn die Putzarbeit ansteht. Das ist bei den meisten Menschen noch kein Indiz auf eine Schädigung, diese Zustände basieren eher auf einer großen Unlust. Dieser Umstand kann zu Streitigkeiten führen. Eine Verschärfung tritt zusätzlich auf, wenn es Nachbarn gibt, die das Einhalten der Hausordnung akribisch im Visier haben.

Nichtsdestotrotz, irgendwann steht der Hausputz an. Nicht jeder ist in der Lage, eine Haushaltsperle anzuheuern und gleichzeitig noch einen Arbeitsplatz für eine geringfügige Beschäftigung zu schaffen. Auch wenn es steuerlich absetzbar ist, eine Haushaltshilfe kostet zwischen 10 und 30 € die Stunde.

Hier finden sie gute Tipps für einen Hausputz, um effizienter agieren zu können.

Gesundheitsschäden durch Unfälle im Haushalt

Diese Zahlen beziehen sich auch auf Tätigkeiten in der Küche, nicht nur auf das Putzen.
Die klassischen Schäden werden durch Schnittverletzungen, Prellungen, Knochenbrüche sowie Stromschläge verursacht..

Die meisten Dinge geschehen, weil gehetzt oder unsachgemäß vorgegangen wird.
Viele von uns kennen Videos aus verschiedenen Fernsehsendungen, in denen Leute von Leitern fallen und sich verletzen. Im Grunde ist so etwas nicht lustig, es kann oft sehr schmerzhaft ausgehen. Den Stuhl auf einen Tisch zu stellen, weil das Entstauben einer Schrankoberfläche schnell gehen soll, ist auch oft ein Grund für spektakuläre Stürze. Eine weitere Gefährdung kann von elektrischen Geräten ausgehen. Oft sind die Stromkabel schadhaft und durch blanke Stellen kann man einen Stromschlag bekommen. Es ist in diesem Fall besser, das Kabel von einem Fachmann erneuern zu lassen.

Hand aufs Herz, wer hat nicht schon einmal ein Haushaltsgerät Zweck entfremdet. Also mit dem Messer einen Dosendeckel angehoben oder Kerzenwachs abgekratzt. Gefährlich, denn man kann sich dabei auch schneiden.
Falsches Schuhwerk beim Hausputz kann zu Verstauchungen und Zerrungen führen, es ist eine Arbeit die besser nicht in hochhackigen Schuhen durchgeführt werden sollte. Das funktioniert nur im Werbefernsehen...

Manche Besucher verursachen ein schlechtes Gewissen...

Die Reinigungsmittel sind mit Vorsicht zu genießen

Ich fühle mich oft erschlagen von dem reichhaltigen Angebot der Reinigungsmittel und deren Versprechungen.
Meiner Meinung reichen Neutral-oder Allzweckreiniger aus. Vieles kann mit herkömmlichem Spülmittel gereinigt werden. Für grobe Verschmutzungen sind eine Scheuermilch oder ein Pulver bestens geeignet. Kalk kann durch Essigessenz entfernt werden und zum Fensterputzen reicht ein wenig Brennspirtius im Putzwasser.
Wer einen Parkett-oder Laminatboden hat, ist gut beraten, ab und an einen Spezialreiniger zu verwenden. Darin sind auch Pflegemittel enthalten.
Auf jeden Fall sollten Reinigungsmittel für Kinder nicht zugänglich sein. Da ich einem kindersicherem Verschluß nicht getraut habe, hatte ich einen abschließbaren Schrank für meine Putzmittel.
Leider sind oft Zitrusfrüchte auf den Etiketten abgebildet und es gab auch schon Menschen, die Putzmittel versehentlich getrunken haben.

Oft wird ein Mittel überdosiert und das Abwasser belastet die Umwelt. Beispielsweise fördert Waschpulver das Wachstum von Algen. Diese Entziehen dem Wasser den Sauerstoff. Dadurch kann es zum Fischsterben kommen. Weniger ist also oft mehr. Es ist auf jeden Fall immer ratsam, den Härtegrad des Wassers beim zuständigen Wasseramt zu erfragen. Danach richtet sich unter anderem die Dosierung eines Waschmittels.

Kritisch kann dagegen eine Unterdosierung von Desinfektionsmitteln sein. Die Krankheitserreger werden nicht abgetötet und vermehren sich weiter. Desinfektionsmittel sollten auch nie mit Reinigungsmitteln gemischt werden. Die Wirkung wird sonst stark beeinträchtigt.
Mittel zum Desinfizieren sollten auch nur in notwendigen Situationen eingesetzt werden. Wenn jemand aus dem Haushalt eine ansteckende Krankheit hat, zum Beispiel eine Durchfallerkrankung, ist es ratsam, die sanitären Einrichtungen und die Türklinken zu desinfizieren.

Vor etwa 2 Jahren bot eine Firma Reinigungstücher zum "Zwischenwischen" an. Kurz darauf wurde in  vielen Hundeschulen berichtet, dass einige Tiere grausam an Leberschäden gestorben sind. Es stellte sich heraus, dass in den Tüchern eine Substanz war, die eine schnelle Trocknung des Fußbodens begünstigte. Das wirkte wie Gift auf Hunde und Katzen. Sie lecken sich oft die Pfoten sauber und schluckten das Gift mit herunter. Nicht auszumalen, was Kleinkindern hätte geschehen können. Dieses zweifelhafte Produkt ist dann zum Glück schnell wieder vom Markt verschwunden.

Manche Mittel sind stark ätzend - Sie können schwere Verletzungen verursachen

Der Umgang mit Backofenreinigern und chlorhaltigen Mitteln ist immer mit der Gefahr einer Verätzung verbunden.
Im Backofen gilt es, eingebranntes Fett zu entfernen. Oft reicht es schon die Stellen einzuweichen und mit einer Scheuermilch zu behandeln. Backofenspray ist fettlösend und bei Kontakt mit der Haut kann es deren Säuremantel sehr stark angreifen und die Haut unter Umständen verätzen.
Chlorhaltige Mittel sollten nur mit kalten Wasser und bei offenem Fenster verwendet werden. Es sind schon Leute ohnmächtig geworden, weil sie heißes Wasser benutzten. Zusätzlich trugen einige auch Verätzungen der Atemwege davon.

Vielleicht trägt mein Bericht dazu bei, dass die Menschen ein wenig vorsichtiger agieren. Ein Hausputz ist ab und an notwendig und man sollte mit Bedacht vorgehen.

Die Notrufnummer der Giftzentrale Bonn kann Auskunft geben, wenn eine Vergiftung vorliegt.

 

Vorschaubild: halmackenreuter / pixelio.de

Autor seit 6 Jahren
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