Was ist ein Karzinom ?

Ein Karzinom ist ein Tumor, welcher vom Deck- und Drüsengewebe ausgeht. In der medizinischen Fachsprache wird das Gewebe auch Epithel genannt. Das Deck- und Drüsengewebe ist neben dem Muskel- Binde- und Nervengewebe, eine der vier Grundgewebearten, die im menschlichen Körper zu finden sind. Dieses Gewebe bedeckt innere und äußere Körperschichten. Dazu zählen zum Beispiel, der Darm, die Lunge, sowie die Haut. Karzinome lassen sich in Gruppen einteilen. Zu welcher Gruppe sie gehören, hängt von der Art und von der Herkunft des entarteten Gewebes ab. Eine dieser Gruppen ist die Gruppe der Plattenepithelkarzinome. Bei dieser Art besteht das Gewebe aus flachen und widerstandsfähigen Zellen.

Die zweite Gruppe sind die Adenokarzinome. Diese Tumore entstehen aus Drüsengewebe. Eine weitere Gruppe sind die undifferenzierten Karzinome. Hier kann das Muttergewebe nicht benannt werden. Um diese Karzinome zuordnen zu können, wird   der Bindegewebegehalt als Entscheidungsfaktor hinzu gezogen.

Bei rund 80 Prozent aller Krebsfälle wird ein Karzinom diagnostiziert. Wie nahezu alle Tumore, können sich auch Karzinome im Körper ausbreiten. Einerseits kann sich ein Karzinom durch infiltrierendes Wachstum verbreiten. Damit ist gemeint, dass der Tumor bösartiger Natur ist und auf angrenzende Gewebe, Organe und Organsysteme übergreift. Ebenso kann sich ein Karzinom als Lymphangiosis carcinomatosa ausbreiten. Dies bedeutet, dass der Tumor sich kontinuierlich in den Lymphgefäßen ausbreitet. Eine weitere Form der Ausbreitung ist die Metastasierung. Die Tumorzellen vermehren sich, indem sie sich in nicht erkrankten Körperregionen verstreuen. Bei Männern bilden sich häufig Karzinome an der Prostata. Frauen hingegen, leiden eher an Brust- Lungen- oder Darmkarzinomen.

Diagnose beim Hautarzt

Diagnose beim Hautarzt

Karzinom – Möglichkeiten der Behandlung

Eine Möglichkeit ein Karzinom zu behandeln, ist eine Operation. Dabei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff. Bei diesem wird ein möglichst großer Teil des beschädigten Gewebes oder bei einem Bronchialkarzinom, sogar ein kompletter Lungenlappen entfernt. Diese Methode ist die meist eingesetzte, wenn es um die Behandlung von Karzinomen geht.

Oft ist es so, dass eine einzelne Operation nicht ausreicht. Auch wenn der Großteil des krankhaften Gewebes entfernt wurde, kann es sein, dass der Tumor sich weiter verbreitet und eine andere Stelle des Gewebes infiziert hat. Die Erfolgsaussichten einer Operation hängen auch von der Art und Herkunft des jeweiligen Karzinoms ab. Weiterhin gibt es verschiedene Möglichkeiten, Tumore zu behandeln. Dazu gehören die Lobektomie, sowie die Strahlentherapie. Eine derartige Operation ist immer mit verschiedenen Risiken verbunden. Ob eine Operation überlebt wird, hängt oft vom Alter des Patienten ab.

Um herauszufinden, welche Operationsmethode für einen Patienten geeignet ist, können Ärzte Belastungstests der Lungenfunktion durchführen. Bei Patienten, die durch eine Lobektomie einen Lungenlappen entfernt bekamen, fiel die Rückfallquote bedeutend geringer aus. Patienten, bei denen nur ein Teil des erkrankten Gewebes entnommen wurde, trat der Tumor häufiger wieder auf. Wie hoch die Überlebenschancen generell sind, lässt sich nicht eindeutig belegen. Todesfälle gab es sowohl bei der einen, als auch bei der anderen Operationsmethode. Patienten, bei denen die Behandlung durch eine Operation aufgrund des Krankheitsstadiums nicht möglich ist, können durch eine Strahlentherapie behandelt werden. Wie erfolgreich eine Behandlungsmethode letztendlich ist, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden. Die Überlebenschancen hängen immer auch mit dem Stadium der Krebserkrankung zusammen.

Karzinom – Die Ursachen

Welche Ursachen für ein Karzinom verantwortlich sein können, hängt immer vom umliegenden Gewebe ab. Für jeden Tumor können andere Faktoren die Ursache sein. Die Ursachen eines Karzinoms sollen hier am Beispiel des Bronchialkarzinoms erläutert werden. Bei einem Bronchialkarzinom bilden sich die Tumore im umliegenden Gewebe der Lunge und der Bronchien. Ein Bronchialkarzinom ist auch unter dem Begriff Lungenkrebs bekannt. Diese Krebsart zählt zu den häufigsten Erkrankungen.

Die Hauptursache für dieses Karzinom ist der übermäßige Konsum von Tabakwaren. Dieser Tumor kann aber auch durch andere Stoffe ausgelöst werden. Diese Stoffe können beispielsweise Asbest oder Chrom sein. Diesen beiden Stoffen ist man in bestimmten Berufen zwangsläufig ausgesetzt. Die Heilungswahrscheinlichkeit bei einem Bronchialkarzinom ist sehr niedrig. Bis heute kann nur weniger als 10 Prozent der Patienten wirksam geholfen werden. Lungenkrebs zählt zu den Krebserkrankungen, die am häufigsten zum Tode führen. Symptome von Lungenkrebs sind chronische Heiserkeit und Bluthusten. Wenn die Erkrankung jedoch frühzeitig, etwa bei einer Routineuntersuchung zufällig entdeckt wird, sind die Heilungschancen erheblich höher, als wenn der Krebs erst diagnostiziert wird, wenn die ersten Symptome auftreten.

Konsumiert ein Mensch viel Tabak, ist das Krebsrisiko für ein Bronchialkarzinom sehr hoch. Im Tabakrauch sind ungefähr 2000 verschiedene Stoffe enthalten, wovon mindestens 100 krebserregend sind. Nicht nur das aktive Rauchen sorgt für ein hohes Erkrankungsrisiko. Auch der passive Tabakkonsum führt nachgewiesenermaßen zu derartigen Erkrankungen.

Neben Tabakrauch gibt es noch eine zweite Ursache, die häufig Auslöser einer Krebserkrankung der Lunge ist. Die Bildung des Tumors wird durch die Aufnahme des radioaktiven Gases Radon begünstigt. Mit diesem schädlichen Stoff kommen vor allem Menschen in Berührung, die im Bergbau tätig sind. Ein Bronchialkarzinom kann aber auch durch vorangegangene Krankheiten oder durch Narben an der Lunge entstehen. Eine dieser Krankheiten ist die Tuberkulose. Seit fast zwanzig Jahren werden in Deutschland verschiedene Studien durchgeführt, die herausfinden sollen, ob ein Zusammenhang zwischen der Ernährung eines Menschen und einer Lungenkrebserkrankung besteht. Die Forscher fanden heraus, dass eine gesunde Ernährung, die Obst und Gemüse enthält, erheblich dazu beitragen kann, das Krebsrisiko zu minimieren.

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