Die Swap Party - Kaufrausch ohne Geld

Kleidertauschbörsen sind modern. Wie sollte es auch anders sein, der neue Trend kommt aus den USA, soll aber auch ein Gegenpol zum Konsum und zur Wegwerfgesellschaft sein. Der schnöde Tausch gebrauchter Kleidung wird hier zum Event und macht Spaß! Vorbei das heimliche Stöbern im Secondhand-Shop oder das Tauschen mit Schwestern und Freundinnen. Nicht jede/r gibt gerne zu gebrauchte Kleidung zu tragen. Wer als Kind die ungeliebten Sachen der größeren Geschwister auf's Auge bzw. den Körper gedrückt bekommen hat, weiß, wovon ich spreche. Hier ist es aber anders, man bekommt nicht irgend etwas, sondern ist frei in der Entscheidung.

Die Veranstaltungen liegen in größeren Hallen. Man bucht ein Ticket und es kann losgehen. Zum Tausch eignen sich neue Kleidung (mit Preisschild) und gepflegte, getragene Kleider, aber auch Accessoires wie z.B. Schuhe, Taschen, Gürtel und Hüte. Die Mindest- und Höchstanzahl der mitzubringenden Stücke ist unterschiedlich je nach Veranstalter z.B. mindestens drei, höchstens acht. Selbstverständlich müssen die gebrauchten Sachen frisch gewaschen und gebügelt sein. Man will auch selbst nur hübsche, frische und schicke Kleidung!

Am Eingang wird die Ware von einer Jury entgegengenommen und bewertet. Im Austausch erhält die Besucherin sogenannte Swapping-Credits, die zum Tausch gegen neue Stücke berechtigen. Während die Artikel sortiert und aufgehängt werden, bereitet sich die Partycrowd mit einem leckeren Cocktail auf den Event vor. Wer möchte, kann sich die Zeit mit einer Wellness- oder Schönheitsbehandlung in Form eines neuen Nagellacks, Make-up, einer Massage oder Frisur vertreiben. Wenn das die Vorfreude nicht erhöht bzw. der Cocktail nicht beflügelt, weiß ich es auch nicht.

Wenn sich die Toren öffnen, geht die Jagd auf die Schnäppchen bzw. hottesten Styles los. Bei Swap in the City ist im Eintrittspreis der Begrüßungsdrink, eine Geschenktasche mit kostenlosen Beautyprodukten und Gutscheinen, die Beautybehandlungen, der Klamottentausch und eine Tombola enthalten.

Wer keine Swap Party in seiner Nähe findet, könnte sich mit seinen Freundinnen zusammentun und eine eigene Party veranstalten. Warum nicht swappen statt tuppern?

Kleidung online tauschen

Fashion kann man auch im Internet tauschen. Der eine oder andere Leser hat in den letzten Wochen vielleicht eine Werbemail der Firma Zamaro erhalten. Die Plattform verspricht über 100.000 Artikel online anzubieten. Vor dem Tausch ist hier allerdings erst die Anmeldung gesetzt. Das finde ich ein bisschen schade, da man nichts unverbindlich schauen kann. Mit dem Anlegen des Namens und des Passwortes akzeptiert man die AGBs. Halt! Immer erst durchlesen und dann klicken. Das Tauschportal dient privaten Nutzern und nimmt gebrauchte Bekleidung, Schuhe und Taschen zum Tausch.

Die Artikel (mindestens fünf Produkte) werden angemeldet und mittels ausdruckbaren Paketschein kostenlos eingeschickt. Die Zamaro GmbH bewertet die Sachen, fotografiert sie, lagert sie und stellt sie online zum Tausch. Nach Gutschrift der Punkte kann man online Sachen erwerben. Der Anbieter zahlt keine Kosten, der Käufer übernimmt eine Packgebühr für die Dienstleistung und den Versand.

Auch andere Anbieter können zum Klamottentausch genutzt werden z.B. der skandinavische Online-Shop Trendsales (Tausch oder Kauf) unter Basar oder der Tauschgnom, der mit eintauschen statt verstauben wirbt und nicht nur auf Kleidung festgelegt ist.

Freie Auswahl an Kleidung (Bild: Kaz / Pixabay)

Swappen (Bild: Nemo / Pixabay)

Wie ist Ihre/Eure Erfahrung beim Kleidertausch?

Kein Geld ist nun keine Ausrede mehr für neue Kleidung. Ich wünsche fröhliches Tauschen. Wie sind Ihre/Eure Erfahrungen mit Tauschbörsen? Hinterlassen Sie einen Kommentar:

Reisefieber, am 30.09.2014
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Bildquelle:
Foto © ZDF und Franziska Boeing (REWE und EDEKA im Verbrauchertest)

Autor seit 4 Jahren
164 Seiten
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