Anreise nach Norwegen

Quer durch Deutschland und Dänemark ging es mit der Bahn nach Frederikshavn, um von dort mit der Fähre nach Oslo überzusetzen. Die Schifffahrt verlief ruhig und während der Nacht, was die Buchung einer Kabine erforderlich machte.

Das Abendessen konnte in Form Fähre nach Oslo - I. Ajerrareines köstlichen Buffets eingenommen werden, welches keine Wünsche offen lies. Vorausgesetzt, man hatte keine Probleme mit Seekrankheit. Angefangen bei frischem Lachs, Garnelen, Hummer und weiteren Meeresfrüchten mit diversen Dips und Eierspeisen, Salaten, Geflügel und Fleischgerichten, bis hin zu verschiedenen Nachspeisen und Kuchen, gab es alles, was das Herz begehrte. Auch die Auswahl der Getränke, die im Buffetpreis mit eingeschlossen waren, war mehr als ausreichend. Anschließend konnte man sich auf Deck - mit einem Drink ausgestattet - den Fahrtwind um die Ohren wehen lassen und die Weite der Nordsee genießen. Als der Wind, das monotone Geräusch des Motors und das Plätschern des Wassers am Rumpf des Schiffes für die nötige Bettschwere gesorgt hatten, stand auch einem erholsamen Schlaf nichts mehr im Wege.

Fähre von Frederikshavn nach Oslo - ...

Fähre von Frederikshavn nach Oslo - I. Ajerrar

Ankunft in Oslo
Ankunft in Oslo

Ankunft in Oslo (Bild: I. Ajerrar)

Am frühen Morgen, bei Ankunft in Oslo wurde das Handy gezückt und Google nach dem Weg zur Unterkunft gefragt. Bereits vorab hatte ich die Offline-Karten meiner Ziele in Norwegen auf dem Handy gespeichert, um nicht durch Empfangsschwierigkeiten in Orientierungsnöte zu gelangen. Die gebuchte Unterkunft in Grünerlokka lag so ziemlich am entgegen gesetzten Ende des Ankunftsortes.

Bahnhof Oslo - I. AjerrarSo ging es am Bahnhof vorbei, eine Teilstrecke der Akerselva entlang, durch die Innenstadt von Oslo. Norwegen zeigte sich von seiner besten Seite, ein leichter Wind machte die immer stärker werdenden Sonnenstahlen etwas erträglicher. Dennoch wurde es mit dem Gepäck langsam etwas zu heiß. Deshalb fragte ich an einer Haltestelle einen jungen Mann, welcher Bus denn zu meinem Apartment fuhr und wo eine Fahrkarte erworben werden könne. In diesem Moment kam auch schon der Bus und er bedeutete mir, mitzukommen. Kurzerhand fragte er den Busfahrer, ob ich die beiden Haltestellen mal so mitfahren dürfe und dieser winkte mir zu, ich solle einsteigen. Während der kurzen Fahrt kamen von allen Seiten Tipps, was man in Oslo alles unternehmen könne. Oslo - I. AjerrarAn meiner Unterkunft angekommen bedankte ich mich herzlich bei allen und checkte etwas erschöpft an der Rezeption ein. Wie schon des Öfteren auf meinen Reisen konnte ich wieder einmal feststellen, dass es doch mehr hilfsbereite und freundliche Menschen gibt, als man oft annimmt. Der restliche Tag verging schnell mit der Erkundung der näheren Umgebung.

Sehenswertes in Oslo
Naturhistorisches Museum Oslo

Naturhistorisches Museum Oslo (Bild: I. Ajerrar)

Mineralstein - I. AjerrarDa das Hauptinteresse der Norwegen-Rundreise im Bereich "Natur" lag, war als nächstes Ziel der Botanische Garten mit dem Naturhistorischen Museum Norwegen geplant. In dem kleinen Museum konnte das Skelett eines Dinosauriers bestaunt werden, ebenso wie eine Vielzahl an Mineralien und Fossilien. In einem weiteren Raum befanden sich hinter Schaufenstern viele ausgestopfte Tierarten mit Dekorationen ihres natürlichen Lebensraums. Blume - I. Ajerrar

Außen schloss sich das weitläufige, gepflegte Gelände des Botanischen Gartens mit seiner großen Blumenpracht an. Es gab noch eine Vielzahl weiterer Museen und Sehenswürdigkeiten in Oslo, für diese sollte man aber auch ausreichend Zeit zur Verfügung haben. Vieles ist zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen. Für einen längeren Aufenthalt lohnt sich aber sicher auch der Oslo Pass, mit dem das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz genutzt werden kann. Für mich ging die Reise am Abend weiter mit dem Nachtzug der NSB – Norwegian State Railways – durch das Landesinnere von Norwegen, nach Bergen.

Von Oslo nach Bergen - Norwegens Natur mit der Bahn erleben

Nachtfahrt von Oslo nach Bergen

Nachtfahrt von Oslo nach Bergen (Bild: I. Ajerrar)

Da es nie ganz dunkel wurde, konnte man während der Fahrt die Landschaft Norwegens bewundern. Vorbei an Flüssen und Seen ging es über schneebedeckte Berge an die Nordküste, in Norwegens zweitgrößte Stadt Bergen. Die meisten Norweger nutzen als Fortbewegungsmittel das Flugzeug. Wer jedoch etwas von der faszinierenden Natur sehen möchte, sollte lieber die Bahn nehmen, die sich 516 km durch das Landesinnere schlängelt.

Nachtfahrt von Oslo nach Bergen (Bild: I. Ajerrar)

Nachtfahrt von Oslo nach Bergen

Nachtfahrt von Oslo nach Bergen (Bild: I. Ajerrar)

Bergen, Norwegens zweitgrößte Stadt
Bergen

Bergen (Bild: I. Ajerrar)

In Bergen konnte man an einer Stadtrundfahrt teilnehmen, wenn man in kurzer Zeit möglichst viel sehen und über diese Stadt in Norwegen erfahren wollte. Auf jeden Fall sollte man aber das UNESCO-Weltkulturerbe Bryggen – die alte Hafenfront – besuchen. Für Museumsliebhaber gab es hier auch ganz in der Nähe das Hanseatische Museum und das Bryggen Museum. Gleich sehenswert war die Hakonshalle in der unmittelbaren Nähe, die man einmal gesehen haben sollte.

Spatz - I. AjerrarEine Oase war der kleine Park unweit des Bahnhofs, mit seinem See Lille Lungegardsvannet. Hier konnte man mitten in der Stadt entspannt auf einer Bank im Grünen zwischen Blumen sitzen, die Wasserfontäne ansehen und die Vögel beobachten. Eine ideale Stelle, um alles neu Gesehene zu verarbeiten und sich etwas auszuruhen.

Bergen - Skulptur (Bild: I. Ajerrar)

Bergen - Kirche (Bild: I. Ajerrar)

Norwegens Küste
Norwegen Küste

Norwegen Küste (Bild: I. Ajerrar)

Weiter ging die Reise mit der Fähre von Bergen nach Stavanger, entlang Norwegens Küste und durch die Fjorde. Schroffe Klippen wechselten sich mit stillen, zum Teil bebauten Buchten ab. Im Hintergrund waren immer einmal wieder die schneebedeckten Berge zu sehen. Das Wetter meinte es bisher auf der Reise gut und so war es auch jetzt möglich, die Schifffahrt auf dem Freideck mit einer Tasse Kaffee zu genießen, während langsam die Landschaft vorbei zog.

Küste Norwegen (Bild: I. Ajerrar)

Küste von Bergen nach Stavanger

Küste von Bergen nach Stavanger (Bild: I. Ajerrar)

Stavanger erkunden

See - I. AjerrarUm nach Stavanger zu gelangen, war von der Anlegestelle erst einmal eine Busfahrt in die viertgrößte Stadt Norwegens erforderlich. Meine Unterkunft lag etwas außerhalb von Stavanger im Stadtteil Tjensvoll. So ging die Wanderung durch einen kleinen Wald entlang des Sees Mosvatnet und hübschen Häusern mit blühenden Rhododendrenhecken zum Mittelpunkt von Stavanger, dem Rhododendren - I. AjerrarDom. Er wurde ab 1125 errichtet und ist eine mittelalterliche Kathedrale im anglonormannisch-gotischen Stil. Da Stavanger eine recht weitläufige Stadt ist, empfahl sich hier eine Sightseeing-Busfahrt nach dem Konzept "Hop-on/Hop-off". Die Busse fuhren jedoch nur, wenn ein Kreuzfahrtschiff in der Stadt angelegt hatte, was zu diesem Zeitpunkt auch der Fall war.

 

 

"In der Stadt" ist auch nicht falsch ausgedrückt, da das obere Deck der Kreuzfahrtschiffe über die Dächer hinaus ragte und so der Eindruck entstand, das Schiff läge tatsächlich mitten in der Stadt. Erst wenn man näher heran ging, sah man den Hafen mit den Anlegestellen. Ein Spaziergang durch das alte Stadtzentrum zeigte gepflegte Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Auch für Liebhaber von Museen gab es einiges zu erkunden, wie unter anderem Norwegens Ölmuseum, dem Europaweit einzigen Ölmuseum, in dem man auch eine Minibohrinsel betreten und erforschen konnte.

Stavanger

Stavanger (Bild: I. Ajerrar)

Stavanger Hafen

Stavanger Hafen (Bild: I. Ajerrar)

Arche - Stavanger Hafen

Arche - Stavanger Hafen (Bild: I. Ajerrar)

Die Rückreise fand über Kristiansand nach Oslo statt. Nein, weder mit dem alten Segelschiff, noch mit der Arche, sondern mit der Norwegian State Railways. Der letzte Tag in Oslo war leider total verregnet und deshalb keine große Unternehmung im Freien mit dem erforderlichen Spaß machbar. So blieb nur ein Spaziergang im Regen vom Bahnhof zur Fähre, die nach Frederikshavn fuhr, von da erfolgte die Bahnreise zurück nach Deutschland.

Tschüß Norwegen, es war eine schöne Reise.

http://ajerrar.de

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Ajerrar, am 23.09.2016
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Bildquelle:
(WT-shared) TVerBeek at wts wikivoyage [ (Kurzreise nach Amsterdam – ein schöner Tag für wenig Geld)
I. Ajerrar (Als Rucksacktourist auf Stippvisite in Kopenhagen)
I. Ajerrar (Als Rucksacktourist in Malmö)

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