Geschäftsessen mit guten Tischmanieren - Hinterlassen Sie einen positiven Eindruck!

Biographie - Freiherr Knigge - "Stil" und "Etikette" in unserer Zeit

Freiherr Knigge hat das Buch "über den "Umgang mit Menschen" geschrieben und es wird als "Benimm-Fibel für alle Fälle" miss­verstanden. Dabei handelt es sich vielmehr um ein Werk, in dem über den Umgang mit Messer und Gabel überhaupt nichts zu finden ist, umso mehr sagt es aber viel über den Umgang mit Menschen aus. Allen Menschen, egal welchen "sozialen Status" sie haben, sollte man mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Es ist nicht nur das Wissen über Tischsitten oder wie man jemand begrüßt und wie vorgestellt wird, nein es sind die kleinen Dinge, die einen "gebildeten" Menschen ausmachen. Es ist ein Werk, das in keinem Bücherregal fehlen sollte, weil es uns so feinsinnig zeigt, was noch heute bei vielen Menschen fehlt. Es sind die kleinen Gesten, die das "Mensch sein" in unserem heute hektischen Alltag ausmachen. Sie kosten kein Geld, ein "Dankeschön", eine "Hilfestellung" oder einfach ein sehr gutes Zuhören, wenn der Andere mal einen Rat benötigt. Viele Unternehmen sprechen heute wieder die "alten Werte" an, das Miteinander in einer Firma oder die Achtung des Vorgesetzten für seine Mitarbeiter. Leider hat der "schnöde Mammon" diese Werte für viele Führungskräfte verdrängt. Gewinnmaximierung und "shareholder value" konnten nur realisiert werden durch fleißige Mitarbeiter, die sich mit ihrer ganzen Kraft für ein Unternehmen einsetzen. Es ist zu hoffen dass viele Verantwortliche in Unternehmen sich MEHR auf diese Werte besinnen, um Mitarbeiter in einer gebührenden Form in die Wertschöpfungskette mit einzubeziehen. Gerade deswegen ist dieses Knigge-Büchlein für mich ein großer Schatz, in dem ich immer wieder gerne lese. Es ist zeitlos und hat überhaupt nichts an Aktualität verloren. Was nützt es, wenn man die feinen Tischsitten beherrscht, stilvoll ein Glas heben kann oder richtig einen Hummer isst? Nein, das ist es nicht, was uns Freiherr Knigge mitteilen wollte. Jeden Menschen als "wertvoll" zu betrachten und nicht mit "Nase rümpfen" andere diskreditieren, das schafft eine wohltuende Kommunikation.

Stil und Etikette in unserer Zeit

Der Begriff "Etikette" kommt aus dem Französischen und bedeutet nichts anderes als "angehefte­tes Zettelchen". Solche "Etiketten" trugen Adlige am Hof, damit man sie an ihrem gesellschaftlichen Rang erkannt hat. Die Zeit vor der "Aufklärung" war streng gegliedert nach Herkunft. Erst danach wurde auch das "Bürgertum" mit mehr politischen und sozialen Rechten ausgestattet. Deshalb ist es auch heute noch wichtig, wie wir unseren Mitmenschen begegnen. Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des Einzelnen, seine Hilfsbereitschaft anbieten sind elementare Voraussetzungen für ein Stressfreieres Leben. Dazu gehört ebenfalls viel Empathie in der Kommunikation. Denn wer nicht spricht, wird nie lernen, was in einem anderen Menschen vorgeht und was er uns mitteilen möchte. Zu "Stil und Etikette" gehört nicht nur sich auf andere Menschen einzulassen, sondern auch andere Meinungen zu tolerieren. Durch ein aktives Zuhören und Eingehen auf unsere Gesprächspartner können somit auch Barrieren abgebaut werden. Eine "Stilvolle" Kritik wird Menschen nicht vor den Kopf stoßen, eher ein Verhalten ohne Feinfühligkeit, mangelnde Gesprächsbereitschaft oder Intoleranz.

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_Knigge

Freiherr Knigge - über den Umgang mit Menschen
Über den Umgang mit MenschenÜber den Umgang mit Menschen (insel taschenbuch)
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Gute Umgangsformen - Vermeiden Sie typische Fettnäpfchen

Die "alten Zöpfe", wie "Knicks" und "Diener" sind längst out. Die 68er haben gute Umgangsformen über Bord geworfen und haben ihre Kinder nach dem Erziehungsmodell des "laisser faire" erzogen. Es war alles erlaubt, um das Kind frei zu erziehen. Die lockeren Manieren haben sich zum Teil bis heute fortgesetzt. Viele Erzieher beklagen die pampige Lässigkeit an Schulen und die mangelnde Sozialkompetenz. Hupende Autofahrer, respektloses Fahrverhalten und überall klingende Handys ohne Rücksicht auf Andere. Das Fernsehen erzieht unsere Kinder mit Sinnentleerten Sendungen, wie "Dschungel-Camp" oder "Soaps", die einen verantwortungsvollen Erziehungsauftrag gar nicht vermitteln. Die Eltern sind gezwungen Beide den Lebensunterhalt zu verdienen, haben wenig Zeit für ihren Nachwuchs und gleichen die mangelnde Zeit durch materiellen Konsum aus. Doch vor allem sollten  "Erziehung" und "gute Umgangsformen" im Elternhaus vorgelebt werden. Kinder als Spiegel der Eltern können diese Werte übernehmen, wenn sie zu Hause eingehalten werden. Lt. einer "Allensbach-Umfrage" ist "gutes Benehmen" bei vielen Eltern doch wieder mehr in den Focus gerückt. Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit und gesittete Tischmanieren spielen wieder eine große Rolle und das finde ich sehr lobenswert. Aber wie bringt man die "Werte" an unsere Kinder? Wie erreicht man die heutigen "Webkids"? Man erreicht sie durch

  • Vorbildfunktion im Elternhaus
  • durch wertschätzende zwischenmenschliche Kommunikation im Elternhaus
  • durch Interesse an ihren Bedürfnissen privat und in der Schule
  • durch ZEIT

Tischsitten früher und heute - Andere Länder - andere Tischsitten

Die Tischsitten früher und heute haben sich sehr verändert. Früher saßen unsere Vorfahren am warmen Feuer und aßen mit den Fingern. Da gab es noch keine "Tischsitten", wie wir sie heute kennen. Im alten Ägypten gab es Hieroglyphentafeln, Wand- und Vasenbilder. Die Pharaonen servierten zahlreiche Gänge mit Fleischsorten und Obst. Damals waren schon Speisegefäße und Gläser im Gebrauch. Das Festmahl wurde bereichert mit Musikanten, die den Gästen Kurzweil geboten haben. Bei den Griechen gab es ein Speisesofa, auf dem NUR die Männer sitzen durften, die Frauen saßen auf Stühlen. Die Mahlzeiten wurden auf kleinen Tischen serviert. Das Geschirr war aus Ton oder Glas und gegessen wurde mit den Fingern. Löffel gab es damals noch nicht, man nahm ein Brotstück und aß damit die Suppe. Fisch und Fleisch gab es selten bei den Griechen. Sie tranken Wein, den sie mit Wasser verdünnten und versammelten sich nach dem Essen zum Symposium. Auch bei den Römern gab es das Liegesofa. Es war reicheren Römern vorbehalten, das einfache Volk nahm seine Mahlzeit im Sitzen ein. In der Mitte wurde ein Serviertisch platziert und während der Mahlzeiten wurde Wasser gereicht, um seine Hände zu waschen. Denn auch die Römer aßen mit den Fingern. Die feinen Römer hatten damals schon Becher, Schüsseln und Teller, aber das einfache Volk besaß nur Tongeschirr. Die Germanen benutzten ihr Schwert zum Zerteilen ihrer Mahlzeit. Ihr Geschirr war ebenfalls aus Ton. Im 18. Jahrhundert gab es an den meisten Königshöfen noch keine Teller, geschweige denn ein Tischtuch. Die Tische bestanden aus Vertiefungen, in die das Essen gelegt wurde. Im 12. und 13. Jahrhundert gewannen die Tischsitten immer mehr an Bedeutung: Es war nicht fein mit vollem Mund zu sprechen. Die Tischordnung war genau geregelt: am oberen Ende saß der Herr des Hauses, an ganz speziellen Tischen saßen seine Familie und wichtige geladene Gäste. Die anderen Gäste saßen abseits vom Gastgeber auf Bänken, daher stammt auch der Name "Bankett." Der Tisch wurde mit doppelt gefalteten Tischtüchern dekoriert, auf denen Blumen lagen. Es gab aber wenige Messer und Löffel, das wenige Besteck wurde von allen Gästen benutzt. Das 16. Jahrhundert war schon etwas fortschrittlicher: man benutzte Messer und Löffel, Gabeln waren noch nicht üblich. Im 17. Jahrhundert setzte sich das heutige Besteck durch, auch die Gabel hielt ihren Einzug!  Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde sogar die Tischrede eingeführt und der "Toast" (Tischrede) diente dazu, die Gäste mit einer kleinen Rede zu empfangen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Einflüsse aus Amerika spürbar, Selbstbedienungsrestaurants haben eröffnet, es gab "kalte Buffets", "Cocktailpartys" wurden gefeiert und so manche Damen plauderten angeregt beim "Kaffeekränzchen." Heute haben wir vielfältige Wahlmöglichkeiten: feines Essen im Stilvollen Ambiente, "Business-Essen" nach dem Geschmack der Gäste und nette Einladungen zu Hause.

Knigge für Kinder - Manierlich essen, so klappt's

Benehmen ist ein Spiegel, in dem jeder sein Bild ausstellt (Goethe)

Ein Knigge-Kurs für Kinder- viele stellen sich die Frage, muss das denn sein? Ich beantworte diese Frage immer mit einem klaren "Ja", wenn die Eltern entweder keine Zeit haben ihren Kindern Umgangsformen beizubringen oder wenn die Kinder diesen Wunsch selbst äußern. Ich habe mich unter anderem spezialisiert auf Knigge-Kurse für Kinder und Jugendliche. Wir beginnen bereits mit den ganz Kleinen mit "kleine Prinzessinnen und Prinzen lernen spielerisch gutes Benehmen." Ich möchte betonen, dass es bei unseren Kursen nicht nur darum geht, wie die Kinder das Besteck halten oder dass sie gerade bei Tisch sitzen. Das wäre mir einfach zu wenig. Mit unseren Kursen möchten wir in Rollenspielen Kindern zeigen, wie wichtig ein sozial kompetentes Verhalten sowohl privat als auch in der Schule ist. Wir zeigen den Kindern in Rollenspielen, wie sie mit Konflikten umgehen und wie sie sie fair miteinander lösen können. Wir möchten vermitteln, wie wichtig Taktgefühl für ihr späteres Leben ist, um sich besser zurechtzufinden und auch mit unangenehmen Situationen fertig zu werden. Wer nicht von Klein auf die Grundregeln lernt, wird später große Schwierigkeiten im Beruf haben. Die kleinen "Zauberwörter" "bitte" und "danke" haben die Kinder nach den Kursen so verinnerlicht, dass die Eltern sehr erstaunt sind. Wir freuen uns immer über die vielen positiven Rückmeldungen. Der theoretische Teil unserer Kurse nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Danach gehen wir mit der Gruppe in ein nettes Lokal und üben die Tischsitten in der Praxis. Die Kinder decken selbst den Tisch und wir basteln gemeinsam schöne Servietten. Denn schließlich isst das Auge mit. Was Kinder lernen sollten, damit eine gemeinsame Mahlzeit zum Vergnügen wird:

  • vor dem Essen werden natürlich die Hände gewaschen
  • wir beginnen erst mit dem Essen, wenn alle am Tisch sitzen
  • wir sitzen gerade am Tisch und keine Ellbogentechnik
  • wir laden unsere Teller nicht zu voll
  • wir lassen den Mund zu, wenn wir kauen
  • wir sprechen nicht mit vollem Mund
  • wir rülpsen, schmatzen und schlingen nicht
  • wir fassen die Gläser am Stiel
  • beim Essen reden wir nicht über Andere
  • Wir lecken das Messer nicht ab
  • Wir sagen "danke" an den Koch oder an die Mama, wenn sie ein gutes Essen zubereitet haben und es uns geschmeckt hat

Bildquelle: http://pixabay.com/de/

Knigge-Kurse für Kinder - Knigge-Regeln für Kinder

Testen Sie Ihre Manieren - Der Knigge-Test

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828...

Höflichkeit macht Schule!
sissilu, am 04.10.2012
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Bildquelle:
Droemer-Verlag ("Wunder muss man selber machen" von Sina Trinkwalder - mehr als ein...)

Autor seit 4 Jahren
33 Seiten
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