Die Kochkiste ist eine isolierte Kiste, die groß genug ist, einen oder mehrere Töpfe zu fassen. Die Speisen werden kurz aufgekocht, anschließend wird der Topf in die Kochkiste gegeben. Dort halten die Speisen über Stunden hinweg ihre Temperatur und können auf diese Weise schonend und energiesparend fertig garen.

Kochkiste

Geschichte der Kochkiste

Entstanden ist die Kochkiste Ende des 19. Jahrhunderts aus der Bemühung heraus, warme Speisen wirtschaftlich und sparsam zuzubereiten. Insbesondere während der beiden Weltkriege fand die Kochkiste regen Einsatz, aber auch in der Nachkriegszeit  wurde sie von vielen Hausfrauen hoch geschätzt. So war es nicht zuletzt dank der Kochkiste möglich, der Familie auch in Krisenzeiten eine warme Mahlzeit zu sichern.

Das Ende der Kochkiste kam schließlich mit Beginn der Wirtschaftswunderzeit, Ende der 40er Jahre. Der wachsende Wohlstand sorgte dafür, daß die Kochkiste mehr und mehr in Vergessenheit geriet.

Was kann ich mit der Kochkiste kochen?

Grundsätzlich lässt sich mit ein wenig Erfahrung nahezu alles in der Kochkiste zubereiten. Besonders gut eignen sich allerdings Gerichte mit einem hohen Flüssigkeitsanteil. So gelingen z.B. Eintopfgerichte, Gulasch und Schmorgerichte fast wie von selbst. Aber auch Beilagen wie Kartoffeln, Reis und Hülsenfrüchte lassen sich problemlos garen. Damit eignet sich die Kochkiste insbesondere auch für viele vegetarische Rezepte. Ein Geheimtipp ist die Herstellung von selbstgemachtem Joghurt. Dieser gelingt mit der Kochkiste ganz ohne Stromfressende Joghurtmaschine.

Robust, langlebig und empfehlenswert: Der Thermotopf der deutschen Traditionsfirma Schulte Ufer.

Woher bekomme ich eine Kochkiste?

Selber machen

Klassische Kochkisten lassen sich mit geringem Aufwand selber bauen. Es genügt eine einfache Holzkiste mit Deckel, deren Innenseiten mit einem wärmedämmenden Material (beispielsweise Styropor) isoliert werden. Alternativ können einfach die Zwischenräume der Kochkiste mit Zeitungspapier, Holzwolle, Sägespänen oder anderen isolierenden Materialien ausgefüllt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit den Topf vor dem einschließen in der Kochkiste in eine warme Wolldecke einzupacken. Eine noch schlichtere Version der Kochkiste ist ein einfacher Pappkarton, ausgekleidet mit einer simplen Rettungsdecke, in die der Topf eingeschlagen wird. Wichtig ist dabei allerdings, auch den Boden (beispielsweise mit einem passenden Holzbrett) zu isolieren, damit sich der Wärmeverlust in Grenzen hält.

Kaufen

Wer es etwas komfortabler mag, der findet im Fachhandel industriell gefertigte Kochkisten mit einer hervoragenden Wärmedämmung. Meist werden diese allerdings nicht mehr unter dem Namen Kochkiste, sondern als Thermotopf o.ä. angeboten. Auf den ersten Blick erscheinen diese modernen "Kochkisten" zwar nicht ganz preiswert, berücksichtigt man jedoch die Kostenersparnis durch den geringeren Energieverbrauch, so relativiert sich der Anschaffungspreis schnell.

Eine preiswerte, aber durchaus gute Alternative stellen handelsübliche Thermoboxen, wie sie beispielsweise von Lieferdiensten verwendet werden, dar.

FAZIT

Vielen mag der Gedanke, ihr Essen auf diese Weise zuzubereiten, antiquiert erscheinen. Allerdings sollte, insbesondere vor dem Hintergrund stetig steigender Energiekosten und aktueller energiepolitischer Diskussionen, die Kochkiste zumindest eine Überlegung Wert sein. Insbesondere Menschen mit ökologischem Gewissen und / oder schmalem Geldbeutel sei aus diesem Grund empfohlen, die Kochkiste wenigstens einmal zu testen. Für den Einstieg genügt dabei durchaus die DIY Variante. Wer gefallen an dieser ökonomisch und ökologisch sinnvollen Art der Nahrungszubereitung findet, der kann später immer noch auf ein luxuriöseres Modell umsteigen und eine Kochkiste käuflich erwerben.

Chickengeorge, am 14.07.2011
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