Neenee und Nunu - Wie die beiden Mäusekinder zu ihren Namen kamen

Neenee und Nunu sind zwei niedliche Mäusekinder, die nichts als Unfug im Kopf haben. Ihre Namen haben die beiden Mäuschen nicht umsonst bekommen. Während der kleine Mäuserich immer allem zustimmt und das Wörtchen nein nicht in sein Vokabular gehört, ist das Mäusemädchen sehr selten bereit dazu, einmal ja zu sagen. Ganz gleich, was man von der kleinen Maus möchte, oftmals hört man sofort "Nee, nee!"

Aus diesem Grund wird das kecke Mäusemädchen nur noch Neenee genannt.

Das ewige "Nein" sagen wäre Neenee bald zum Verhängnis geworden, wenn da nicht Nunu, der pfiffige Mäusejunge zur Stelle gewesen wäre.

Neenee und Nunu - by KreativFee
Neenee & Nunu

Neenee & Nunu

Neenee in Not - Nunu rettet Neenee

Eines schönen Tages im Juni kam das Mäusemädchen Neenee auf die Idee, alle Mahnungen der Eltern in den Wind schlagend, alleine zum nahe gelegenen See zu laufen, um sich dort zu sonnen und vielleicht ein Bad zu nehmen. Ein Bad im Baggersee allerdings könnte böse Folgen haben. So jedenfalls hatten es die Eltern der kleinen Maus erklärt. Natürlich wollte Neenee wissen, weshalb dies so wäre. Weil Mäuse nicht schwimmen könnten und daher ertrinken würden, wenn sie zu tief in den See hineinlaufen und plötzlich keine Grund mehr unter den Füßen haben. So jedenfalls lautete das Argument der Eltern.

Neenee war schon oft mit ihren Eltern am Baggersee gewesen. Sie hatten gemeinsam mit anderen Mäusen in der Sonne gelegen oder ein Picknick mit leckerem Speck und Käse veranstaltet. Manchmal war Neenee auch zusammen mit den Eltern ins Wasser gegangen. Nur so tief, bis ihr Bauchnabel verschwunden war. Ausgelassen hatte sie unter Obhut der Eltern im Wasser geplanscht. Neenee konnte nicht verstehen, dass ihr der Baggersee gefährlich werden könnte, sofern sie sich an die Regeln hielt und nur bis zum Nabel und nicht weiter ins Wasser gehen würde. Darum also lief Neenee an jenem schönen Junitag alleine hinunter zum See, um sich in die Sonne zu legen, ein wenig zur träumen und vielleicht - ja, vielleicht - doch einmal kurz ins Wasser zu gehen. 

Nachdem Neenee ein Weilchen in der Sonne am Strand des Baggersees gelegen hatte, wurde ihr einfach zu heiß. So stand das Mäusemädchen auf und hüpfte zum See. Obgleich es ein heißer Tag war, waren keine Mäusefamilien am Strand. Weit und breit war überhaupt niemand zu sehen. Doch das schien Neenee nicht zu stören. Sie wollte ohnehin nur mit den Füßchen ins Wasser. Es konnte nichts passieren. Dachte Neenee jedenfalls. Zuerst tapste sie vorsichtig mit einem Fuß ins Wasser, und als das Mäusekind feststellte, dass es gar nicht mal sehr kalt war, folgte der zweite Fuß. Zunächst hüpfte Neenee im flachen Wasser hin und her, planschte mit den Händen im Wasser und setzte sich dann ganz hinein. Herrlich fand Neenee es, im Wasser zu sitzen, mit Händen und Füßen herumzuplanschen und das Wasser aufspritzen zu lassen. Nach kurzer Zeit erhob sich Neenee wieder und lief weiter in den See hinein. Als das Wasser ihr bis zum Bauchnabel stand, wusste sie, dass sie keineswegs weiter gehen durfte. Neenee sah zum Ufer zurück. Es war nicht weit bis dahin, nur zwei bis drei Mäusesprünge entfernt, stellte sie fest. Plötzlich verdunkelte ein großer Schatten den Himmel über Neenee. Erschrocken blickte sie auf und sah hoch oben den gefährlichen Mäusebussard. Dieser war der größte Feind der Mäuse, und wenn er auftauchte, hieß es nur, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Noch schien er Neenee nicht gesehen zu haben. Neenee geriet dennoch in Panik. Sie wusste, sie musste ans Ufer zurück, um Unterschlupf zu suchen, damit das Ungeheuer sie nicht in seine Fänge bekam. Doch anstatt Richtung Ufer zu laufen, lief Neenee panisch in die verkehrte Richtung.

Schwups war es geschehen. Plötzlich war der Sandboden unter ihren Füßen verschwunden und Neenee strampelte wie verrückt mit ihren kleinen Mäusebeinen und ruderte mit den Armen. Angstvoll schrie Neenee um Hilfe, doch es war mehr ein klägliches Piepsen.

Der Bussard war unterdessen weiter geflogen, von ihm drohte keine Gefahr mehr. Allerdings drohte Neenee zu ertrinken. Noch einmal schrie sie um Hilfe und dieses Mal hallte ihr Hilferuf laut und wurde erhört. Nunu, der kleine Mäusejunge, der erst kürzlich mit seinen Eltern in den Nachbarmäusebau von Neenee gezogen war, kam angerannt.

"Was ist los? Brauchst du Hilfe?" rief er Neenee zu.

"Nee, nee!" gab diese wie gewöhnlich zurück.

"Gut, dann eben nicht!" meinte Nunu und schickte sich an, den Strand wieder zu verlassen.

"Hilfe! Hilf mir, ich ertrinke!" schrie Neenee angsterfüllt auf, als sie sah, dass Nunu verschwinden wollte.

"Nu, nu - schon klar. Ich helfe dir!" erklärte der Mäusejunge dann und suchte sich einen Zweig, den er für geeignet hielt, um Neenee aus dem Wasser zu ziehen.

Er sah nun selbst, dass Gefahr in Verzug war und er schnell handeln musste. Als Nunu bis zum Nabel im See stand, ließ er den Zweig ins Wasser, hielt dessen Ende ganz fest und forderte Neenee auf, das andere Ende zu erfassen. Nachdem Neenee sich festgekrallt hatte, lief Nunu rückwärts zum Ufer und zerrte das Mäusemädchen am Zweig hinter sich her.

Erschöpft lagen die beiden Mäusekinder kurz darauf im warmen Sand. Während die Sonne ihr Mäusefell trocknete, bedankte sich Neenee bei ihrem Lebensretter Nunu für dessen Heldentat.

"Nu, nu - geht schon in Ordnung!" wehrte dieser den überschwänglichen Dank des Mäusemädchens verlegen ab.

Neenee wusste, dass sie Nunu vor dem Ertrinken bewahrt hatte. Ohne ihn wäre sie nämlich unterdessen mausetot.

 

Seit diesem Tag sind die Mäusekinder Neenee und Nunu unzertrennliche Freunde.

 

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KreativeSchreibfee, am 15.03.2011
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Bildquelle:
von Kerstin Schuster (Schreibwettbewerbe 2012 - aktuelle Wettbewerbe für Autoren und Hobb...)

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