Zusammenhang zwischen Blumenerde und Moorsterben

Die Ausbeutung der Moore wird durch die Gewinnung von Blumenerde vorangetrieben. Torf, welches ausschließlich in Mooren entsteht, wird als wichtiger Bestandteil von Blumenerde definiert. Für die Torfgewinnung werden die Moore ausgetrocknet. Die einzigartige Flora und Fauna des Moores geht dadurch verloren. Zudem werden bei der Trockenlegung große Mengen des gespeicherten Kohlendioxids an die Umwelt abgegeben. Ein intaktes Moor wächst pro Jahr um einen Millimeter Torf in die Höhe. Der Verbrauch von Torf, das natürliche Wachstum im Moor und der Umweltschutz bilden schon lange ein Defizit. Deshalb wird Torf bereits aus anderen Ländern nach Deutschland importiert. Im Baltikum kann der Torfabbau in den Mooren bereits als riesige braune Fläche mit Google Earth beobachtet werden.

 

Eigenschaften Torf und Kokoserde

 

Torf ist, genauso wie Kokoserde, ein immenser Wasserspeicher. Torf und Kokoserde können ein Vielfaches ihres Gewichtes an Wasser speichern. Deshalb müssen Pflanzen weniger gegossen werden. Beide Pflanzsubstrate sind völlig frei von Unkraut. Torf wurde früher zur langfristigen Lockerung des Bodens eingearbeitet. Nach einigen Jahren zersetzt sich Torf jedoch völlig. Der Boden verdichtet sich wieder und erhält ein saures Milieu. Das wird bei Rhododendron und Azaleen gewünscht. Sonst ist die Versauerung des Bodens eher unerwünscht. Torf kann nicht als Humus genutzt werden, da die Pflanzenteile in Torf nicht völlig verrottet sind. Sie zersetzen sich unter der Zufuhr von Luft.

 

Warum greift die Industrie trotzdem auf Torf zurück?

 

Torf ist ein billiger Ersatz für Blumenerde und die Gewinnung ist einfach. Torf kann problemlos mit andern Grundstoffen vermischt werden. Über 65 Prozent des Torfbedarfs werden für Topfpflanzen verwendet. Meist sind diese Topfpflanzen billige Schnäppchen. Der verwendete Torf kommt nach dem Verblühen in den Müll.


Die Alternative besser bekannt machen

 

Die torffreie Allternative zu Blumenerde ist auch im Internet erhältlich. In den im Handel als "Frei von Torf" deklarierten Blumenerden wurde in allen eine gewisse Menge Torf nachgewiesen. Mit dem Kauf von Kokoserde wird die Umwelt doppelt unterstützt. Die Moore werden nicht mehr ausgetrocknet und die Reste aus der Verarbeitung der Kokospalme müssen nicht mehr verbrannt werden.

Kokos Quelltabletten (Bild: mydreamgarden.de)

Die Kokoserde als Pflanzsubstrat

Kokoserde besitzt eine lockere Konsistenz und ist in zwei Qualitäten erhältlich. Einmal werden die getrockneten und gehäckselten Fasern der Kokospalme verwendet. Diese Form eignet sich besonders zu Anzucht von Jungpflanzen. Wenn ein lockeres Pflanzsubstrat bevorzugt wird, dann kann ein Substrat aus gehäckselten Kokosnussschalen und zerkleinerten Pflanzenfasern ausgewählt werden. Die Bestandteile von Kokoserde werden bei der Verarbeitung sterilisiert und anschließend zu Pellets gepresst. In dieser platzsparenden Form wird die torffreie Kokoserde aus den Herstellerländern in Asien nach Deutschland transportiert.


Handliche Kokoserde Pellets gegen schwere Säcke mit Erde

 

Kokoserde ist in Form von handlichen Pellets mit geringem Gewicht erhältlich. Diese quellen nach der Zugabe von Wasser zu einem unterschiedlich großen Volumen auf. Mit dem Wasser kann zugleich Dünger zugegeben werden, denn Kokoserde ist frei von Nährstoffen. Einige im Handel erhältliche Kokoserden werden mit einem Pflanzgefäß aus PVC angeboten.

 

Quelle: http://www.mydreamgarden.de/Skimbo-Kokoserde/

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