Kombucha ist leicht und preiswert nur aus Tee und Zucker herzustellen. Der Zucker wird dabei durch den speziellen Kombucha-Teepilz ( das ist eine feste, gallertartige Masse und streng genommen gar kein Pilz) vergoren. Der Kombucha-Teepilz wird immer wieder verwendet. Er wird normalerweise unter Freunden/Bekannten weitergereicht und ist meist nicht ohne weiteres im Laden erhältlich. Übrigens wird Kombucha schon seit über 2000 Jahren hergestellt. Ein Grund mehr, es einmal selbst auszuprobieren!

Und so wird es gemacht: 

Vorweg: Absolute Hygiene bei der Zubereitung ist ganz wichtig.

Pro Liter Wasser rechnet man 1 Teelöffel Teeblätter und 100g Zucker. Es wird ein (grüner oder schwarzer) Tee gekocht, diesen lässt man bis auf Zimmertemperatur abkühlen. Dort hinein gibt man den Zucker, den Teepilz und etwas von der Kombucha-Flüssigkeit. Diese Mischung wird in ein oben offenes Glasgefäß gefüllt, das mit einem luftdurchlässigen Tuch abgedeckt wird. Nun stellt man den Kombucha-Ansatz in eine warme Ecke in der Küche oder auch oben auf den Küchenschrank und lässt ihn etwa 12-14 Tage in Ruhe. Kein Umrühren, kein Bewegen, gar nichts.

Danach wird der fertige Kombucha durch ein Sieb geschüttet (den Teepilz vorher herausfischen und beiseite legen), in Glasflaschen abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt. Inzwischen haben Sie wieder neuen Tee gekocht (am besten gleich zwei Liter oder mehr, damit sich die Mühe lohnt) und setzen die Mischung erneut an wie oben beschrieben. Alle Gläser und Flaschen gründlich durchspülen! Halten Sie etwas von dem fertigen Kombucha zurück (etwa ein kleines Trinkglas voll) und geben Sie es an den neuen Ansatz. Den Teepilz kurz abspülen und ebenfalls in die Ansatzmischung geben. Nach einigen Wochen hat sich der Pilz vergrößert, dann können Sie einen Teil davon entfernen und weitergeben oder entsorgen. Es empfiehlt sich übrigens, das Datum des Neuansatzes zu notieren. Schnell vergisst man sonst, wie lange der Ansatz schon steht.

Aufgrund der Vergärung kann im fertigen Kombucha Alkohol enthalten sein, daher ist er für Kinder, Schwangere und trockene Alkoholiker nicht geeignet.

Kleiner Tipp: Wenn er ganz frisch abgefüllt wurde, schmeckt der Kombucha noch nicht, lassen Sie ihn daher eine kleine Weile im Kühlschrank stehen. Ob Ihr selbstgemachter Kombucha mehr oder weniger säuerlich schmeckt oder ob kaum Säure spürbar ist, hängt hauptsächlich von der Gärdauer ab. Je länger Sie den Ansatz stehen lassen, desto saurer wird der Kombucha. Sollte er einmal zu herb geworden sein, hilft Verdünnen mit Wasser. Wenn die Gärdauer nur kurz ist, wird der Kombucha süßlich und nicht so erfrischend. Im Idealfall ist er weder zu süß noch zu sauer, sondern schmeckt lecker, prickelnd und erfrischend. Probieren Sie es einfach einmal aus, mit der Zeit werden Sie ein Gespür dafür bekommen, wie lange die Gärdauer für Ihren Geschmack sein muss.

Autor seit 5 Jahren
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