In Berlin leben schon seit langer Zeit Menschen unterschiedlichster Herkunft im friedlichen Miteinander. Sie fanden hier eine neue Heimat und konnten sich eine Existenz aufbauen. Heute leben in dem Übergangswohnheim Marienfelde rund 700 Menschen, die vor Krieg oder Unterdrückung aus ihrer Heimat geflohen sind. Sie stammen u. a. aus Tschetschenien, Somalia, dem Iran, dem Irak, Syrien und Serbien und sind erst vor kurzem nach Deutschland gekommen. Viele leben in einem Schwebezustand. Denn sie wissen nicht, wie es mit ihnen weiter geht und ob ihrem Antrag auf Asyl stattgegeben wird. Sie haben noch kein neues zu Hause gefunden. Doch gleichzeitig müssen sie lernen, sich nach ihrer Ankunft zurechtzufinden in einer fremden Kultur, in einer neuen Sprache und in einem ihnen unbekannten Land.

Der Galerist Gunter Haedke, er lebt ganz in der Nähe des Übergangswohnheims, hatte die Idee für das ungewöhnliche Projekt. Denn Kunst ist eine Sprache, die über Kulturen hinweg verstanden wird, die Gemeinsamkeiten schafft und zum Austausch anregt. Das Thema für das Kunstprojekt, das den Ort und die Situation der Menschen erfasst, war schnell gefunden: die ANKUNFT in ihren vielen Facetten. So sollen mit den Mitteln der Kunst die Menschen zusammenfinden. Die Berliner können an einen Ort kommen, an dem sie normalerweise bestenfalls vorbeisausen. Und hier erfahren, was Menschen dazu bewegt, ihre Heimat zu verlassen und hier einen neuen Anfang zu wagen.

Die Künstler

Kunst wird meist an Orten genossen, die für Kunst hergerichtet sind. Hier geht nun die Kunst mit dem Projekt ANKUNFT zu den Menschen. Denn Kunst wird über Kulturen hinweg verstanden. Sie erfordert Auseinandersetzung und die Bereitschaft zum Verständnis. Die ausstellenden Künstler gestalten Kunstwerke für diese Ausstellung oder bringen Arbeiten mit, die für sie zum Thema gehören. Es werden neben Gemälden Installationen, Skulpturen, Fotos, Objekte und Zeichnungen zu sehen sein.

Folgende Künstler beteiligen sich mit Werken an der Ausstellung:

  • Julia Antonia
  • Werner Assenmacher
  • Ahmed Barakizadeh
  • Khaled Daghistany
  • Kiki Gebauer
  • Harriet Groß
  • TO Helbig
  • Birgid Helmy
  • Harald Hofmann
  • Renate Schürmeyer
  • Berenike Wasserthal-Zuccari
  • Franz Weidinger
  • Silvia Jung-Wiesenmayer
  • Gabriele Worgitzki

Die Unterstützer

Der Internationale Bund, er ist der Betreiber des Wohnheims, stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung und hat sich aktiv bei den Vorbereitungen engagiert.

Die STADT UND LAND Wohnbauten-GmbH gehört zu den Sponsoren des Projekts. Sie fördert gezielt Initiativen, die sich für die Teilhabe Benachteiligter am gesellschaftlichen Leben und für die Integration unterschiedlichster Bevölkerungsschichten einsetzen.

Das Unternehmensnetzwerk Großbeerenstraße unterstützt dieses Projekt im Sinne des gegenseitigen Verständnisses füreinander im Rahmen seiner Initiative Netzwerk mit Courage gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung!

Zu den weiteren Förderern zählen die Stiftung Berliner Mauer, die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, die Evangelische Kirchengemeinde Marienfelde und die Katholische Kirchengemeinde Vom Guten Hirten.

Veranstaltungsort und Ansinnen des Kunstprojekts werden auch von politischer Seite aktiv unterstützt. Neben Dilek Kolat, der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, engagieren sich die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die Bezirksstadträtin für Kultur Jutta Kaddatz, ebenso die beiden Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert und Jan-Marco Lukacz.

Die Daten zur Ausstellung

Die Ausstellung ANKUNFT findet vom 14. Juni bis 13. Juli auf dem Gelände des Übergangswohnheims Marienfelde statt.

Anschrift: Marienfelder Allee 66-80, D-12277 Berlin

Öffnungszeiten: Wochentags von 14 bis 19 Uhr, am Wochenende von 12 bis 19 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

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