Die ersten Eisskulpturen

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Praxis des Eisschnitzens in Japan neu belebt. Studenten schufen riesige Figuren und begründeten damit ein Festival des Eisschnitzens. Dieses Event findet seitdem jährlich statt. Als es 1972 ins Rahmenprogramm der olympischen Spiele eingebettet wurde, erlangte es große Popularität weit über die Grenzen Japans hinaus. Seitdem messen sich immer mehr Künstler untereinander in der Kunst des Eisschnitzens. Es werden Wettbewerbe und sogar Weltmeisterschaften in dieser Disziplin ausgetragen.

Die Wettbewerbe werden in verschiedenen Kategorien abgehalten, mit verschiedenen Kriterien, beispielsweise, ob die Figur aus einem Block geschnitzt werden muss oder ob dafür mehrere Eisblöcke zu verwenden sind. Des Weiteren wird oft ein Thema festgelegt, zu dem die Teilnehmerteams innerhalb einer bestimmten Zeit ein passendes Kunstwerk schnitzen.

Eine entsprechende Großveranstaltung in Deutschland - Ice World - wurde 2003 begründet, aber bereits 2007 aus wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt.

Eis in der Gastronomie und im Tourismus

Längst ist es nicht mehr nur das gefrorene Wasser, mit dem man Getränke kühlt. Die Gastronomie hat einige künstlerische Verwendungsmöglichkeiten für die eisigen Kunstwerke gefunden. In kalten Regionen der Erde sind Eishotels eine Touristenattraktion. Sie werden bereits im Herbst hergestellt und dienen monatelang als Unterkunft, wobei sich der Hotelgast normalerweise auf eine Übernachtung beschränkt. Schließlich herrschen bei klirrenden -30 Grad Außentemperatur auch im Inneren des Eishotels noch Werte unter Null Grad. Nicht nur das Gebäude ist aus Eis, sondern ebenso die Einrichtung und die Gebrauchsgegenstände. Selbst die Trinkgläser sind dort aus Eis gefertigt.

Wer in unseren Breitengraden glitzernde und kalte Schönheit bei seiner Feierlichkeit nicht missen möchte, für den bieten sich Skulpturen aus Eis an, die sich neben dem Silvesterbuffet durchaus den ganzen Abend als Blickfang eignen, bis sie geschmolzen sind. Einige Partyveranstalter bieten einen entsprechenden Service an, Skulpturen passend zum Anlass mitzuliefern, beispielsweise das eisige Schwanenpaar bei einer Hochzeit.

Eisskulpturen selber machen

Wer sich die Preise für die vergänglichen Kunstwerke sparen möchte - diese können sich locker im vierstelligen Bereich bewegen - kann sie auch selber herstellen. Benötigt man öfter die gleichen Skulpturen, so kann man sich Formen herstellen lassen, die man dann einfach nur noch mit Wasser befüllen und gefrieren lassen muss. Wer sich selbst künstlerisch betätigen möchte, dem stehen mit relativ wenigen Werkzeugen eine Vielzahl an Möglichkeiten offen. Mit einer Eissäge und einer Feile ist der Grundstock schon gelegt. Ein bisschen Lebensmittelfarbe bringt Abwechslung in die Figuren.

Eismodellieren mit Kindern

Selbst die Kleinsten sind von Gegenständen aus Eis und Schnee fasziniert, nicht nur vom bekannten Schneemann. Richtig toll wird es für sie, wenn sie an der Herstellung ihres Spielzeugs selber beteiligt sind. Beispielsweise lassen sich Bälle und Murmeln herstellen, indem man kleine Plastikbälle (Tischtennisbälle) mit einem kleinen Loch versieht und sie zu dreiviertel mit Wasser füllt. Durch Zugabe von Wasserfarbe lassen sich Eisbälle in verschiedenen Farben herstellen. Auf einer Murmelbahn ebenfalls aus Eis auf die Reise geschickt, sind die bunten Flitzer für die Kleinen schön anzuschauen. Mit genug Schnee und einem abschüssigen Hang oder einem Treppenabgang in den Garten stellt man eine Murmelbahn auch in anderen Dimensionen her.

Gibt es genug Schnee, kann man die Bahn so konzipieren, dass sie eine Person trägt. Um die Bahn zu festigen, gibt man Wasser auf die zuvor festgeklopfte Schneebahn. Die Bahn gefriert und bietet dadurch viel Schwung für denjenigen, der sie hinabsaust.

Sophie1975, am 06.10.2013
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