Verzögern Sie das Altern

Bereits mit 30 verliert die Haut an Spannkraft, wird zunehmend dünner, unelastischer und die Talgdrüsen produzieren weniger Fett. Auch die Muskelmasse nimmt ab. Etwa 3 Kilogramm werden pro Jahrzehnt abgebaut und durch Fettgewebe ersetzt, wenn wir nichts dagegen tun. Unser Lungenvolumen verringert sich von etwa 5 Liter auf lediglich 3 Liter mit 60 Jahren und unser Immunsystem bildet mit zunehmendem Alter weniger Abwehrzellen. Wir werden anfälliger für Krankheiten.

Diese natürlichen Alterungsvorgänge lassen sich zwar nicht völlig verhindern, aber sehr wirkungsvoll verzögern. Wichtig ist, dass man mit steigendem Alter seinen Kalorienverbrauch reduziert. Der Amerikaner Roy Walford ist der Meinung, dass 1500 Kalorien pro Tag ideal sind, sofern man seinen Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Bei geringerer Nahrungsaufnahme hat der Körper mehr Energie, um Zellen zu erneuern und aufzubauen. Dieser Effekt wurde bei Mäusen beobachtet.

Was führt dazu, dass wir altern?

Da sind zunächst die zahlreichen Vitamin- und Mineralien-Killer wie

  • Zigarettenrauch: Der blaue Dunst vermehrt im Körper "Freie Radikale".

  • Medikamente: Es ist anhand zahlreicher Studien nachgewiesen worden, dass die Anti-Baby-Pille in den Stoffwechsel der Vitamine eingreift und deren Abbau beschleunigt beziehungsweise deren Aufnahme behindert (Vitamine A, C, E, B1, B2, B6, B 12 und Folsäure). Auch Antibiotika, krampflösende Mittel, lipidsenkende Pharmaka, Appetitzügler, Diuretika, Laxanzien (Abführmittel) bewirken, dass der Körper Vitamine nicht aufnehmen kann beziehungsweise verliert.

  • Alkohol: Wer viel trinkt, riskiert einen Mangel an B-Vitaminen und an Magnesium. Alkohol erschwert die Aufnahme aus dem Darm ins Blut.

  • Fabrikzucker: Um ihn abbauen zu können, verbraucht der Körper große Mengen an Vitamin B1, das ihm, bei nicht vollwertiger Ernährung, oft fehlt.

  • Zu hoher Konsum an tierischem Eiweiß: Dadurch kommt es verstärkt zu Ablagerungen in den Gefäßen (Herz-, Gehirn-, Niereninfarkt), Krebsbildung (Darm, Brust, Prostata)

  • Stress: Wer ständig unter Strom steht, braucht mehr Vitamin C. Der Körper verbraucht es, um Stress-Hormone zu produzieren.

  • Extrem fettarme Ernährung: Die Vitamine A, D, E und K kann der Körper nur verwerten, wenn er diese zumindest in Kombination mit wenig Fett bekommt, wobei kalt gepresste, pflanzliche Fette den gehärteten tierischen Fetten vorzuziehen sind.

  • Zu viel Phosphate in Wurst, Schmelzkäse, Fast Food und Colagetränken: Dadurch wird die Aufnahme von Kalzium erschwert.

  • Radikale Fastenkuren beziehungsweise Diäten und/oder zu einseitige Ernährung

  • Zu viel Kochsalz: Es schwemmt verstärkt Magnesium aus

  • Gekochte, oxalhaltige Nahrungsmittel wie Spinat, Tomaten, Mangold oder Rhabarber: Sie verhindern die Aufnahme von Calcium in den Körper (ungekocht jedoch nicht!)

  • Fehler beim Zubereiten des Essens machen die Kost unbemerkt vitaminärmer als man denkt, denn Vitamine sind empfindlich. Hitze und lange Lagerung zerstören sie. Vitamin C und die Vitamine der B-Gruppe sind wasserlöslich, weshalb sie beim Kochen - vor allem bei klein geschnittenem Obst und Gemüse - zu einem nicht unwesentlichen Teil ins Kochwasser übergehen.

Vitamine und Mineralien sind ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. Da der Körper sie nicht selbst bilden kann, müssen sie ihm regelmäßig und ausreichend mit der Nahrung zugeführt werden.

 

Was hilft, um länger fit, attraktiv und gesund zu bleiben?

Ein paar Tipps. die wenig kosten, aber große Wirkung zeigen:

  • Sport treiben, der einem Spaß macht! Vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Walking, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf können die Lebenserwartung deutlich steigern. Studien beweisen, dass regelmäßige Bewegung das Risiko eines frühzeitigen Todes um ein Drittel senken kann. 2 - 3 x in der Woche Sport für eine halbe bis 1 Stunde sind besser als einmal pro Woche Intensivtraining.

  • Wahre Schönheit kommt von innen. Halten Sie sich nicht nur mit Ihren kleinen Schönheitsfehlern auf. Sehen Sie nicht nur die Fehler, sondern das ganze Ich. Frauen, die sich selbst attraktiv finden, sind es auch für andere. Sie bewegen sich natürlicher, freier, strahlen Lebendigkeit aus. Alles Faktoren, die Männer anziehend finden.
    Männer sind viel eher mit sich zufrieden und genau diese Selbstsicherheit ist es doch, die Frauen an ihnen so schätzen.

  • Sorgen Sie für Entspannung durch Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, bewusste Atmung oder andere Techniken und denken sie positiv.

  • Gönnen Sie sich das Sonnenlicht. Sonne macht nicht nur gute Laune, sondern fördert die Vitamin D-Produktion im Körper, wodurch bekanntlich Kalzium besser eingelagert werden kann. Wichtig: Es sollten nicht mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr (inklusive Sonnenbank) sein und niemals sollte man es bis zum Sonnenbrand kommen lassen. Im Schatten wird man auch braun. Denken Sie im Sommer daran, besonders viel Antioxidantien zu sich zu nehmen (Vitamin C, A, E, Selen), um Sonnenschäden vorzubeugen.

  • Versuchen Sie, mindestens ein Drittel ihrer täglichen Nahrung in roher Form zu verzehren. Rohkost und Säfte sind reine Vitaminbomben. Essen Sie so oft wie möglich vegetarisch/vegan. Vegetarier leben länger. Das haben mehrere Studien erwiesen.

  • Denken Sie bei der Zubereitung Ihrer Nahrung an möglichst schonende Verfahren (Dünsten, Grillen, in Folie backen)

  • Essen Sie vollwertig, das heißt Pellkartoffeln statt Salzkartoffeln, Vollkornreis statt weißem Reis, Vollkorn-Nudeln und -Brot statt Produkte aus Auszugsmehl.

  • Reduzieren Sie Ihren Zucker-Konsum.

  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich, am besten in Form von Wasser.

Was ist von Vitaminpillen und Nahrungsergänzungsmitteln zu halten?

Wer ständig Vitamin- und Mineralstoff-Pillen schluckt, lebt nicht gesund, sondern kann krank werden. Denn viele Mittel sind erheblich überdosiert (Öko-Test Untersuchung bei über 250 Produkten bereits 1998). Demnach enthalten Mittel aus der Apotheke bis zu 100-mal mehr Vitamine als die DGE empfiehlt. Bei längerer Überdosierung drohen Nebenwirkungen wie Lebererkrankungen und Bluthochdruck. Bei Schwangeren können hohe Mengen an Vitamin A sogar zu Missbildungen des Kindes führen. Vitamin D kann die Nieren schädigen.

Alle fettlöslichen Vitamine (A-D-E-K) haben eine "Depotwirkung", das heißt, sie sammeln sich im Körper an und werden bei Bedarf nach und nach frei gegeben. Andere Vitamine, wie das Vitamin C, haben diese Depotwirkung nicht. Der Körper kann hohe Dosierungen gar nicht verwerten und scheidet ein Zuviel über den Urin gleich wieder aus.

Als reine Prophylaxe braucht man keine Vitaminpillen zu schlucken, da ein Mangel bei ausgewogener, vitalstoffreicher Ernährung nicht auftreten kann. Vitaminpillen sind bestenfalls
2. Wahl.
Wird durch einen Arzt oder Heilpraktiker akuter Vitaminmangel festgestellt oder nehmen Sie selber bei sich wahr, dass Sie durch starken Stress oder andere fordernde Ereignisse sehr geschwächt sind, so kann ein Vitaminpräparat vorübergehend sinnvoll sein, am besten in einer Form, die so natürlich und wirkungsvoll ist wie ein Naturprodukt, zum Beispiel als konzentrierter Saft oder als Granulat.

Bitte beachten Sie, dass Pagewizz- Artikel niemals fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - ersetzen können.

Autor seit 5 Jahren
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