Gravdal mit Kirche

Die Schiffsanlegestelle bei Leknes und ihre Transportmöglichkeiten

Die Schiffsanlegestelle am Buknesfjord, zwischen dem Hauptort Leknes und dem kleinen Örtchen Gravdal, besteht in erster Linie aus einem Anlegesteg und einem kleinen Souvenirladen. Mit Tenderbooten werden die Gäste an Land gebracht. Ein kostenloser Ortsplan der Touristinformation bietet einen Überblick über die Insel. Ein Shuttlebus bringt Besucher für umgerechnet 10 Euro in das ca. 4 Kilometer entfernte Örtchen Leknes und zurück.

Schiffsanleger von Leknes

Schiffsanleger von Leknes

Umgebung des Anlegers von Leknes

Leknes und das Lofotr Wikingermuseum in Borg

Leknes ist mit 2.700 Einwohnern das Zentrum der Insel Vestagoy. In der Einkaufsstraße kann man Dinge für den täglichen Bedarf oder kleine Souvenirs erwerben. In der Alten Schule von Fygle, Fygleveien 109, ist das Vestvågøy Museum mit einem alten Klassenzimmer und Funden aus der Steinzeit untergebracht.

Interessanter ist das Wikingermuseum, das Lofotr Vikingmuséet, im nahe gelegenen Borg. In den 80er-Jahren hat hier ein Bauer beim Pflügen seines Feldes eine alte Wikingersiedlung entdeckt. Neben den Fundamenten wurden Glas- und Keramikscherben französischer und englischer Trinkbecher, Schmuck sowie Walrosszähne gefunden. Dies zeugt von einer schon damals regen Handelsbeziehung der Wikinger. Sie waren bekanntlich große und weit gereiste Seefahrer, die die Meere beherrschten.

Das dreischiffige Gebäude des Wikingerhäuptlings wurde mit einer Länge von 83 Metern originalgetreu rekonstruiert. Hier residierte ca. 500 Jahre nach Christus der mächtigste Häuptling Nordnorwegens. Einen lebendigen Eindruck in die Wikingerzeit bietet das Museum in Form von Darstellern, wie z.B. einer Köchin, die über dem offenen, rußenden Feuer kocht oder dem Schmied, dem man bei seinem Handwerk zuschauen kann. Die Haustiere der damaligen Zeit wie Schafe und Pferde grasen auf dem Gelände. Wer auch die Küche der Wikinger kennenlernen möchte, kann entweder an einem vorgebuchten Festessen teilnehmen oder individuell eine Lammsuppe und ein Glas Met (Honigwein) probieren. Die Preise für den Eintritt für Erwachsene bewegen sich von ca. 140 Nok in der Hauptsaison bis 120 Nok in der Nebensaison. Vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Borg bzw. Bøstad der Linie Svolvær - Leknes, alternativ sollte man ein Taxi nehmen.

Der Fischfang als Haupterwerbsquelle

Der Fang von Dorsch und Kabeljau ist eine der Haupteinnahmequellen der Einheimischen. Große Schwärme der Fische reisen zwischen Februar und April von der Barentssee zu ihren Laichgründen bei den Lofoten. Der Lofotfisket, der winterliche Fischfang ist ein wichtiges Ereignis, das auch Angler anzieht. Der Kabeljau wurde früher über hölzernen Gestellen getrocknet und zu Stockfisch verarbeitet. Heute geschieht dies industriell in Trockenräumen. Die Dörfer Stamsund und Ballstad sind die größten Fischerdörfer der Insel.

Stockfisch

Stockfisch

Spaziergänge und kleine Wanderungen auf Vestvagoy

Vom Anleger ist die Bergkette Himmeltindan mit über 964 Metern zu sehen. Spaziergänge führen zu dem Örtchen Gravdal mit der Stabkirche, nach Leknes oder einfach durch die Wiesen auf die nächsten Bergeshöhen, wie dem felsigen Aussichtspunkt Haugheia oberhalb von Gravdal. Hierzu führt der Weg vom Anleger an der Rennbahn vorbei geradeaus. Man überquert die Straße E10, um einem kleinen Weg zu folgen, der an einem Gehöft und ein paar Wiesen vorbei führt. Am Ende dieses Weges folgt man links ein kleines Stück der Straße Richtung Gravdal, um an der nächsten Kreuzung rechts abzubiegen. Nach etwa 600 Metern führt der Weg hinauf zu dem Höhenpunkt, von dem man einen weiten Blick über die Insel und den Hafen erhält. Der ca. 3 Kilometer lange Weg ist ausgeschildert und auch auf der kostenlosen Karte der Touristinformation verzeichnet.

Blick vom Haugheia

Pauschalausflug oder Individualtour

Die Lofoten sind eine ruhige, ländlich geprägte Gegend. Wer nicht wandert oder das Wikingermuseum besuchen möchte, sollte sich für einen vorher gebuchten Ausflug entscheiden. Die Möglichkeiten einer Taxifahrt oder anderen Verkehrsverbindung sind eher rar.

Auf organisierten Rundfahrten über die Inseln sieht man mehr von der Landschaft. Man besucht die typischen kleinen Fischerdörfer wie z.B. Henningsvaer auf der Nachbarinsel Austvagoy, mit ihren hölzernen Fischerhütten, lernt mehr über die Produktion des Stockfisches oder des bei den Kindern ungeliebten Lebertrans. Fotostopps an besonders schönen Aussichtspunkten sind inklusive. Individuell wäre dies nur mit einem Mietwagen oder bei einem längeren Aufenthalt mit dem Fahrrad möglich.

Das Wetter auf den Lofoten - Was ziehe ich an?

Wetter und Bekleidung sind immer ein wichtiges Thema auf Reisen. Das Klima ist durchaus regenreich. Im Winter können heftigste Stürme über die Inseln wehen. Die Bergkette der Lofoten schützt zum einen das Inselinnere vor Unwetter, zieht zum anderen aber auch den Regen an. Das Wetter kann sich mehrmals am Tag ändern. Ziehen Sie sich am Besten im Zwiebellook an. Eine Regenjacke und festes Schuhwerk sollte im Gepäck nicht fehlen.

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Bildquelle: Reisefieber

Reisefieber, am 10.09.2013
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Bildquelle:
Reisefieber (Dezember in Goa, Indien)

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