Madrid (Bild: Daniel / pixelio.de)

Austauschprogramme der EU - Das Leonardo da Vinci Programm

Für die meisten Schüler beginnt Europa heute bereits in der Schule, denn Partnerschaften mit Schulen in anderen Ländern sind weit verbreitet. Auch ein Auslandspraktikum oder Schüleraustauschprogramme sind nichts Ungewöhnliches mehr und das ist gut so. Solche Kontakte müssen nicht mit dem Eintritt in das Berufsleben enden. Denn eine große Zahl von Programmen unterstützt auch während der Ausbildung und im weiteren Berufsleben die Kontakte mit verschiedenen Partnern im europäischen Ausland. Da es verschiedene Arten von Programmen gibt, sind diese zwischen bilateralen und multilateralen Programmen sowie Pool-Projekten zu unterscheiden. Bilaterale Programme sind in der Regel als Gruppenaustauschmaßnahmen angelegt und bedeuten somit, dass ein Gegenbesuch der Schüler stattfindet. Multilaterale Programme bestehen immer zwischen mehreren Ländern. Hier wird das Leonardo da Vinci Programm zu nennen, an dem die Staaten der EU und ein paar weitere beteiligt sind. Es muss jedoch nicht grundsätzlich sein, dass bei "Multilateralen Programmen" eine Austauschmaßnahme mit mehr als zwei Ländern beinhaltet ist. Gegenbesuche sind hier nicht unbedingt vorgesehen, sie sind jedoch möglich. So genannte Pool-Projekte werden im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms gefördert. Sie sind Austauschmaßnahmen, deren Beantragung durch verschiedene Träger stattfinden und an denen interessierte Personen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen können. Sie müssen sich direkt bei den jeweiligen Trägern bewerben und können im Rahmen dieses Programms als Teilnehmer auch einzeln ins Ausland gehen. Ein Beispiel für gutes Gelingen hierfür sind die Europaklassen zur Erzieherin, die es in Deutschland leider noch sehr wenig gibt.

Sprachkenntnisse verbessern und Erfahrungen sammeln über ein Auslandspraktikum in der EU

Jeder Arbeitnehmer aus einem EU-Land kann heute in einem anderen Land der Gemeinschaft leben und arbeiten. Der gute Ausbildungsabschluss ist heute wichtiger denn je für jede erfolgreiche Bewerbung. Doch sind die Ausbildungen in den europäischen Ländern so unterschiedlich, dass bestimmte Berufsabschlüsse nicht problemlos anerkannt werden. Hervorzuheben ist, dass die Qualität der Ausbildung in Deutschland von allen europäischen Ländern hoch eingeschätzt wird. Wer also zwei oder gar mehrere Jahre Berufserfahrung nachweisen kann, hat bessere Aussichten. Man sollte in jedem Fall die jeweilige Landessprache beherrschen, wenn man sich im europäischen Ausland bewerben will. Sprachkurse und Sprachreisen werden auch speziell für Studenten angeboten. Studentenrabatte machen nicht nur den Studentenalltag, sondern mitunter auch Sprachkurse günstiger.

In der heutigen global ausgerichteten Geschäftswelt sind Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen in vielen Berufen ein großes Plus. Neben der Kinderbetreuung in einer Familie im Ausland kann man einen Sprachkurs besuchen oder man kann sich anderweitig betätigen. Es gibt also viele Möglichkeiten, die vor allem jungen Leuten offen stehen. Während der Berufsausbildung ist auch ein europaweiter Austausch möglich.
Diese Austauschgruppen werden von Berufsschulen, Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern oder den Betrieben zusammengestellt. Gute Chancen haben auch junge Menschen bei Großbetrieben mit Niederlassungen in anderen Ländern.

Autor seit 6 Jahren
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