"Bloody Mary" - Anrufung führte zu Angstzuständen - Weibliche Teeanager steigern sich in hysterische Anfälle

Lieblingsspiel an Samhain
Amerikanische Teenager haben die Bloody-Mary-Beschwörung wiederentdeckt und zu einem ihrer Lieblings-Halloween-Partyspiele erklärt. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Ritual-Versionen, um das Gespenst herbeizurufen, gab Patty A. Wilson in der Zeitschrift FATE bekannt.

 

 

Lieblingsspiel an Samhain

"Bloody Mary"-Spielvarianten

  • Variante 1: Um den Geist in unsere Dimension zu locken, begeben sich einige Mädchen in einen absolut abgedunkelten Raum, starren in einen Spiegel und rufen in einer Art Sing-Sang 13 mal nach: "Bloody Mary".
  • Variante 2: Die Jugendlichen versammeln sich in einem stockfinsteren Zimmer, zünden eine Kerze an und singen 3mal, 6mal, 9mal, zeitweise auch  bis 100mal im Chor: "Bloody Mary".
  • Variante 3: Die Teenager treffen sich in einem abgedunkelten Raum, drehen sich wie kleine Kreisel, rufen nach dem Geist von Mary und schauen nach jeder vollen Umdrehung flüchtig in den Spiegel.
  • Variante 4: Wieder darf kein Tageslicht in die Räumlichkeiten fallen, doch diesmal weicht das "Sprech-Ritual" etwas ab. Die Mädchen singen: "Ich glaube an Mary Worth – Ich glaube nicht an Mary Worth – Ich hasse Mary Worth – Bloody Mary, komm zu mir – Bloody Mary, ich habe dein Baby", während im Hintergrund ein christliches Gebet gemurmelt wird.
  • Variante 5: Eine kleine Gruppe glaubt, dass der Erfolg der Zeremonie vom Wochentag abhängig ist und zelebrieren Variante 1 nur an einem Freitag.

Angstzustände nach dem "Bloody Mary"-Ritual

Den Nachforschungen von Patty A. Wilson zufolge, birgt das Beschwörungsritual durchaus psychische Gefahren. Nach dem "Halloween"-Partyspiel bekamen einige der Mädchen hysterische Anfälle, andere wiederum leiden seitdem an Angstzuständen, sobald sie in einen Spiegel schauen.

Historischer Hintergrund von Bloody Mary

"Bloody Mary" soll vor hundert Jahren tatsächlich gelebt haben und an den Folgen eines Unfalls gestorben sein. Ihr Gesicht wäre von den mannigfaltigen, blutenden Schnittverletzungen total entstellt gewesen. Eine Legende besagt, dass man sie herbeirufen kann, wenn man sich vor einen Spiegel stellt und ihren Namen singt. Sollte die Lady im Spiegel erscheinen, dürfte kein Lichtstrahl ihr Antlitz erhellen, da man sonst selbst einen ähnlich gelagerten Unfall erleiden würde.

Das Getränk "Bloody Mary"

Das Getränk Bloody Mary soll nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Diese hatte aufgrund ihrer blutigen Protestantenverfolgung im 16. Jahrhundert diesen Beinamen von ihrer Nachfolgerin auf dem Thron, Elisabeth I., erhalten.

Die erste "Bloody Mary" wurde in den 1920ern in Harrys New York Bar in Paris von Fernand Petoit gemixt und bestand aus gleichen Teilen Wodka und Tomatensaft. Als Petoit in den 1930ern nach New York in die King Cole Bar (St. Regis) kam, stellte er dort seinen Drink vor. Das Hotel wollte den Drink in Red Snapper umbenennen. Dazu kam es aber schließlich doch nicht. Petoit verfeinerte seine Kreation mit schwarzem Pfeffer, Salz, Tabasco und Worcestershire Sauce, da ihm der Drink zu fad war. So entstand der amerikanische Klassiker. Ursprünglich wurde wohl in den USA statt Wodka Gin verwendet, da Wodka in Amerika nicht weit verbreitet war.

Scully_van_Funkel, am 28.10.2010
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