Schreckensmeldungen über Masern häufen sich in letzter Zeit, und das, obwohl seit vielen Jahren Kinder gegen Masern geimpft werden können. In Baden-Württemberg wurden beispielsweise im Jahr 2010 694 Fälle registriert. Bis November 2011 verzeichnete das Bundesland bereits 594 erfasste Erkrankungen. Eigentlich zählt man die Masern zu den Kinderkrankheiten, aber auch Erwachsene erkranken hieran. Die durch Viren übertragene Krankheit kann zu einem sehr gefährlichen Krankheitsverlauf führen und unter Umständen sogar tödlich enden. Auch sind Komplikationen nicht selten, die trotz Abheilung Spätfolgen hinterlassen. Wer einmal an Masern erkrankte, ist jedoch lebenslang vor einer weiteren Ansteckung verschont.

Bildquellenangabe: seedo/pixelio.de

Masern - Übertragung und Symptome

Die Übertragung des Masern-Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder direktem Kontakt zu einem Erkrankten.  Dabei sucht sich das Masernvirus Wege über die Schleimhäute, oder das Auge um in den Organismus zu gelangen. Die hochansteckende Virus-Krankheit befällt meist Klein- und Schulkinder. Schon 3-5 Tage vor dem sichtbaren Hautausschlag und bis zu 4 Tagen nach dem Exanthem kann man sich bei einem Erkrankten anstecken. Die Inkubationszeit, also von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Symptome, beträgt in der Regel 8-12 Tage. Gelegentlich tritt während des Verlaufs eine Ohrenentzündung, oder sogar Lungenentzündung auf. Masern sind meldepflichtig, d. h. Ärzte müssen dem Gesundheitsamt den Verdacht bzw. Nachweis melden.


Einen guten Schutz vor Masern bieten Impfungen. Das wird besonders deutlich, wenn man sich die weltweiten Masernfälle anschaut. In den Entwicklungsländern stehen nicht jedem Impfmöglichkeiten zur Verfügung. Hier ist die Rate der Masernerkrankungen am häufigsten. In den USA sind die Masern nicht so sehr verbreitet. Durch Impfungen konnte dort die Bevölkerung gegen das Virus weitestgehend immunisiert werden. In Deutschland besteht jedoch eine Impfmüdigkeit gegen diesen Erreger. Die Gefährlichkeit wird deutlich, wenn man bedenkt, dass in 2008 weltweit etwa 164.000 Menschen durch diese Krankheit starben.

Symptome der Masern

Allgemeine Symptome im frühen Stadium sind Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Bauchschmerzen, trändende Augen und eine Lichtempfindlichkeit. Auch Husten, Schnupfen und Halsschmerzen können auftreten. Nach 2-3 Tagen treten Veränderungen an der Mundschleimhaut auf. Es bilden sich weißliche Beläge, die von einem roten Hof umgeben sind. Diese nennt man Koplik-Flecken. Das Fieber steigt in dieser Zeit deutlich an. Zu diesem Zeitpunkt kann eine Masern-Erkrankung anhand einer Antikörperbestimmung im Blut nachgewiesen werden.
Bei Säuglingen besteht eine Besonderheit. Sie sind durch die Antikörper der Mutter in den ersten 6-8 Monaten geschützt. Danach besteht immer noch eine geringere Teilimmunität, die die Krankheitssymptome mildern.

Wie werden Masern behandelt?

Gegen das Virus gibt es keine wirksamen Medikamente, daher werden nur die Symptome behandelt. Schonung und Bettruhe stehen im Vordergrund der Behandlung. Da die Erkrankten sehr lichtscheu sind, empfiehlt es sich den Raum abzudunkeln.  
Wer noch nicht geimpft ist, und den Verdacht einer Infektion mit dem Masernvirus hat, kann sich bis zum 4. Tag der Inkubationszeit noch impfen lassen. Ein Ausbruch kann so unter Umständen verhindert werden.

Gegen Masern vorbeugen

Mit einer Impfung, die in 2 Schritten durchgeführt wird, kann man sich gegen Masern schützen.
Nach dem Verschwinden der mütterlichen Antikörper empfiehlt sich die erste Impfung von Säuglingen. Angeraten wird eine Impfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat. Nach 6 Wochen können. Die zweite Impfung sollte dann im Abstand von 4- 6 Wochen durchgeführt werden.

Weitere Informationen zu Impfungen erhalten Sie auf den Internet-Seiten des Robert-Koch-Institutes.

 

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keine Beratung durch einen Arzt ersetzt!

Aktuell

7.12.2011

Neuseeland verzeichnet eine Massenepedemie. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf empfiehlt unbedingt auf einen ausreichenden Impfschutz gemäß STIKO-Empfehlungen zu achten.

Elli, am 13.11.2011
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