Masern und Imfung

Von der STIKO (Ständige Impfkommission) wird die Erstimpfung gegen Masern in der Regel in Kombination mit Mumps, Röteln und Windpocken, zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat und die Auffrischung zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat empfohlen. Die größten Impflücken bestehen heutzutage bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die entweder unzureichend nur mit der Erstimpfung oder gar nicht geimpft sind. Seit 2010 gibt es deshalb von der STIKO die Empfehlung, dass sich alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, bei denen kein ausreichender Impfschutz gegen Masern besteht,  impfen lassen können. Damit sich der Masernvirus nicht weiter ausbreiten kann, ist eine Impfquote von 95% der Bevölkerung notwendig, der momentan leider bisher noch nicht erreicht wurde.

Krankheitsbild der Masern

Die Masern übertragen sich sehr schnell durch Tröpfcheninfektion. Deshalb sind auch Orte wie Kindergarten oder Schule prädestinierte Plätze für eine rasche Ausbreitung des Virus. Die Inkubationszeit bis zum Auftreten des typischen Hautausschlages beträgt 14 Tage. Hoch ansteckend sind sie allerdings schon 4-5 Tage vor Auftreten des Hautausschlages und bis zu 2 Tage danach. Eine Masernerkrankung hat einen zweiphasigen Verlauf. Sie beginnt mit hohem Fieber, Husten, Bindehautentzündung und Schnupfen. Nach 3-4 Tagen kommt es erneut zu hohem Fieber und es beginnt sich vom Kopf aus der typische Hautausschlag über den Körper auszubreiten. Bei gutartigen Verläufen ist der Ausschlag nach ungefähr 8 Tagen verschwunden.

Eine Masernerkrankung kann allerdings auch schwere Komplikationen mit sich bringen. Bei etwa jedem fünften bis zehnten Erkrankten treten bakterielle Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen, Infektionen des Kehlkopfes oder Infektionen der Luftröhre auf. Gefährlich ist aber die Masern-Enzephalitis (Gehirnentzündung), die auch mit einer Gehirnhautentzündung verbunden sein kann und bei ungefähr ein bis zwei von 1.000 Erkrankten auftritt. Etwa 20 % der Kinder, bei denen eine Gehirnentzündung auftritt sterben daran, die meisten tragen schwere dauerhafte Schäden davon. Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist im Erkrankungsfall die Komplikationsrate wesentlich höher.

Natürlich gibt es zu den Vorteilen der heutigen Impfungen, die im Impfprogramm der STIKO empfohlen sind, auch Nachteile. Deshalb sollte sich jeder aktuell informieren und das Für und Wider einer Impfung gut abwägen. Zu beachten ist allerdings, dass man durch Nichtimpfung auch Menschen in Gefahr bringen kann, bei denen aus medizinischen Gründen keine Impfung möglich ist – bei Säuglingen und immungeschwächte Menschen.

Reisende, am 25.04.2011
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